Wirtschaft
Schweiz

Ukraine-Konflikt: Bundesrat weitet Russland-Massnahmen aus

Ukraine-Konflikt: Bundesrat weitet Russland-Massnahmen aus

06.03.2015, 16:0306.03.2015, 17:09

Um zu verhindern, dass die internationalen Sanktionen gegen Russland über die Schweiz umgangen werden, hat der Bundesrat weitere Massnahmen beschlossen. Er hat am Freitag die entsprechende Verordnung ergänzt.

Neu sind ausländische Investitionen auf der Krim und in Sewastopol umfassend verboten. Verboten sind auch Dienstleistungen im Zusammenhang mit Tourismus. Das bestehende Exportverbot für bestimmte Güter wurde um weitere Güter ergänzt.

Ausserdem hat der Bundesrat die Liste der Personen und Unternehmen erweitert, mit denen Finanzintermediäre keine neuen Geschäftsbeziehungen eingehen dürfen und deren bestehende Geschäftsbeziehungen einer Meldepflicht unterstehen. Die Liste enthält 28 neue Einträge.

Russland

Der Bundesrat reagiert damit auf die neusten Massnahmen der EU und auf die Situation in der Ukraine, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in einer Mitteilung schreibt. Die EU hatte im Dezember beschlossen, die Sanktionen zu erweitern.

Die Schweiz trägt die internationalen Sanktionen gegen Russland nicht mit. Der Bundesrat hatte jedoch vergangenen April beschlossen, die Umgehung der Sanktionen über die Schweiz zu verhindern. In der Mitteilung vom Freitag betont er erneut, die Schweiz dürfe nicht als Umgehungsplatz missbraucht werden. (wst/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Migros verliert auch bei Bio-Lebensmitteln – Coop und Discounter ziehen davon
Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln klettert auf einen neuen Rekord. Das zeigen neue Zahlen von Bio Suisse.
Im Osternestli liegt oft ein bemaltes Ei in Bio-Qualität. Denn Eier sind das beliebteste Schweizer Bio-Produkt, wie die Organisation Bio Suisse am Mittwoch an ihrer Jahresmedienkonferenz mitteilte. Der Marktanteil liegt hier bei 28 Prozent. «Viele Kunden überzeugt der Geschmack – und dass die Hühner Auslauf und nachhaltiges Futter bekommen», erklärt Urs Brändli, Präsident von Bio Suisse.
Zur Story