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US-Präsident Donald Trump und der japanische Regierungschef Shinzo Abe lobten die «tiefe Freundschaft» beider Länder am Freitag in Washington als Eckpfeiler der Sicherheitsallianz im Pazifik Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Abe und Trump loben die «tiefe Freundschaft» der USA und Japan 

10.02.17, 21:33 10.02.17, 22:59

Die USA und Japan wollen ihre Sicherheits- und Wirtschaftskooperation ausbauen. US-Präsident Donald Trump und der japanische Regierungschef Shinzo Abe lobten die «tiefe Freundschaft» beider Länder am Freitag in Washington. Zur Begrüssung umarmten sich die beiden.

Beide Länder strebten Handelsbeziehungen an, die «frei, fair und auf Gegenseitigkeit beruhend» seien, sagte Trump nach dem Gespräch. Davon würden «beide Länder profitieren».

Japans rechtskonservativem Regierungschef Abe ist ein Ausbau der Beziehungen zu den USA ein Herzensanliegen. Er gehört zu den wenigen Staatsmännern, die Trump nicht kritisieren.

Abe sagte, Japan habe bereits viele Milliarden in die USA investiert und viele Arbeitsplätze geschaffen. Er kündigte weitere Investitionen seines Landes an, ging dabei aber nicht ins Detail.

Vor dem Besuch war von einem Investitionspaket japanischer Firmen von 400 Milliarden US-Dollar die Rede. Es ist aber nicht klar, wie hoch der Anteil frischen Geldes ist, oder inwieweit sich die Summe aus längerfristigen Strategien der Unternehmen speist.

Trump hatte dem Verbündeten zuletzt Währungsmanipulation und unfaire Bedingungen auf dem Automarkt vorgeworfen. Am Freitag sagte er nun, die Freundschaft beider Länder sei ein wahrer Segen.

Abe sagte, Japan habe bereits viele Milliarden in die USA investiert und viele Arbeitsplätze geschaffen. Bild: Pablo Martinez Monsivais/AP/KEYSTONE

Sicherheitsgarantien für Japan erneuert

«Wir sind der Sicherheit Japans verpflichtet», betonte Trump. Gemeinsam stelle man sich einer Bedrohung durch Nordkorea. Mit Blick auf den Konflikt mit China um Gebietsansprüche im südchinesischen Meer sagten Trump und Abe, sie träten für die Freiheit von Handel und Schifffahrt ein.

Trump braucht aussenpolitisch starke Partner in der Region Asien-Pazifik, um einen Gegenpol zum wirtschaftlich starken und mit den USA rivalisierenden China aufzubauen.

«Wir sind der Sicherheit Japans verpflichtet.»

Donald Trump

Er äusserte sich nochmals sehr lobend über sein Telefongespräch mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, ohne auf inhaltliche Details einzugehen. «Wir sind dabei, wirklich prima miteinander klarzukommen», sagte Trump. Es sei ein langes, ausgezeichnetes Gespräch gewesen. Die beiden hatten am Vorabend des Besuchs von Abe das erste Mal seit November miteinander gesprochen.

Trump braucht aussenpolitisch starke Partner in der Region Asien-Pazifik, um einen Gegenpol zum wirtschaftlich starken und mit den USA rivalisierenden China aufzubauen. Bild: MICHAEL REYNOLDS/EPA/KEYSTONE

Ausdrücklich dankte Trump seinem japanischen Gast dafür, dass Japan US-Truppen beherberge. Im Wahlkampf hatte Trump noch gesagt, Japan müsse wie andere Länder auch für den Schutz seitens der USA bezahlen.

Kurz vor seinem USA-Besuch hatte Abe vor den Risiken eines Handelskonfliktes gewarnt. Die gegenwärtigen Handelsbeziehungen der beiden Länder seien eine «wahre Win-Win-Situation», sagte der japanische Regierungschef vor seinem Treffen mit Trump. Die USA und Japan dürften nicht in die Handelskonflikte der 90er-Jahre zurückfallen, als der Streit um japanische Autoimporte die Beziehungen belastete.

Im Anschluss an die Unterredungen vom Freitag in Washington wollten Trump und Abe nach Florida aufbrechen - unter anderem zum Golfspielen in Trumps Club. (sda/afp)

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  • elivi 11.02.2017 01:20
    Highlight Abe ... Is der nicht einer dieser PMs die für irgend nen fehler gerade stehn und zurücktretten um dann in paar jahren wieder anzutretten so a la ich machs jetzt besser und ihr habt ja eh nix besseres zu wählen...
    Ok gut bin zwar kein japan politik experte aber wie kommt es, dass japans PMs immer zurücktretten.
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  • Crecas 10.02.2017 21:56
    Highlight Was denken wohl die Anhänger von Trump, wenn er sagt er sei für die Freiheit des Handels und was denken sie, wenn er Japan dankt, dass die USA Militär in Japan stationieren darf....

    Und auf der anderen Seite steht Abe, der weiss, dass es nichts als weitere Lügen sind...

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    • Bärerklär 11.02.2017 02:47
      Highlight Die Anhänger von Trump (ich nehme mal die Kommentare auf Breitbart als Referenz) sind gespalten:

      Die eine Hälfte meint, dass Japan mit billiger Elektronik den amerikanischen Arbeiter verarmen lässt und schlägt folgerichtig den Atombombeneinsatz vor (ausserdem Pearl Harbor und so...).

      Die anderen sehen eine Unterwerfung seitens Japan und lassen sich dadurch gnädig stimmen (also: keine Atombomben), bestehen aber auf wirtschaftliche Kapitulation - was immer das heissen mag.

      Fazit: Es ist recht verstörend, sich in die Gedankenwelt der Trump-Apostel zu begeben. Besser man erspart sich das.
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