Populärkultur

Watson bei der UNO

Hört auf, Feminismus mit Männerhass gleichzusetzen

22.09.14, 16:40 23.09.14, 10:08

Emma Watson spricht als Sonderbotschafterin vor den Vereinten Nationen.  Bild: JASON SZENES/EPA/KEYSTONE

«Vielleicht», so vermutet Emma Watson in ihrer Rede, «fragen Sie sich, was dieses Harry-Potter-Mädchen wohl auf dem UN-Podest macht.» Das sei eine berechtigte Frage. Gut möglich, dass sie nicht qualifiziert sei über Feminismus zu sprechen und die Menschen für die «HeForShe»-Kampagne zu gewinnen. Aber der Kampf um die Gleichheit von Frau und Mann sei eine Angelegenheit, die ihr am Herzen liege und wenn sie nicht spreche, «wer dann, und wenn nicht jetzt, wann dann?»

Die junge Schauspielerin habe festgestellt, dass das Wort Feminismus zunehmend mit dem Wort Männerhass gleichgesetzt werde. Das müsse auf der Stelle aufhören. Denn, so fährt sie fort, «die Definition von Feminismus ist der Glaube an die gleichen Rechte und Chancen für Mann und Frau. Das ist die Theorie der politischen, ökonomischen und sozialen Gleichheit der Geschlechter.»

Emma Watson, UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und seine Frau Yoo Soon-taek posieren für die «HeForShe»-Kampagne. Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

Watson betont, dass es in diesem Kampf für Gleichheit um die Freiheit beider Geschlechter gehe. Wie aber könne man etwas verändern, «wenn nur die Hälfte der Bevölkerung zu den Gesprächen eingeladen ist?» 

«Wie soll sich etwas verändern, wenn nur die Hälfte der Bevölkerung zu den Gesprächen eingeladen ist?»

Die Männer müssten demnach ihren Teil beitragen, denn sie seien ebenso wie die Frauen in gewissen Geschlechts-Stereotypen gefangen: «Ich habe junge Männer gesehen, die unter geistigen Krankheiten litten, aber unfähig waren nach Hilfe zu fragen, weil sie Angst hatten, dies könnte ihrer Männlichkeit schaden.»

«Wenn Männer nicht kontrollieren müssen, müssen Frauen auch nicht kontrolliert werden.»

Watson fordert die Freiheit beider Geschlechter: Beide sollten sensibel sein dürfen, beide stark. Und «wenn Männer nicht kontrollieren müssen, müssen Frauen auch nicht kontrolliert werden.» 

Darum gehe es in «HeForShe». Um Frieden.

Bei Buzzfeed können Sie die ganze Rede in Englisch nachlesen.

(rof)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2Alle Kommentare anzeigen
2
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Und NUN: 10 hammergeile Elvis-Songs, die du vermutlich nicht kennst. Gern geschehen!

Zum 40. Todestag des King of Rock'n'Roll: Zehn nicht so bekannte Elvis-Presley-Songs, um dir den Tag zu versüssen. 

Natürlich, echte Elvis-Freaks werden die Tracks kennen. Aber für den Amateur-Fan dürfte die eine oder andere Perle darunter sein.

Fangen wir mit etwas halbwegs Bekanntem an ... mit etwas Sphärischem (oder, naja, mit etwas Bekifftem) ... 

Okay. Let's rock:

Jetzt: Blues-Time!

Vegas, Baby!

Nun der Beweis, dass Elvis politisch links stand 😉:

Danke, Chuck Berry, für diesen Rocker …

Artikel lesen