Schweiz

Wie sie singt, wie sie abräumt: Sophie Hunger mit «Supermoon». Video: YouTube/sophiehungerVEVO

Geldsegen für Sophie Hunger: Die Berner Sängerin schnappt sich den «Grand Prix Musik»

Publiziert: 15.09.16, 21:23 Aktualisiert: 16.09.16, 07:06

Die Berner Singer/Songwriterin Sophie Hunger hat am Donnerstag den zum dritten Mal vergebenen Grand Prix Musik erhalten. Die vom Bundesamt für Kultur (BAK) verliehene Auszeichnung ist mit 100'000 Franken dotiert. Die weiteren 14 Nominierten erhalten je 25'000 Franken.

Es sind dies im Einzelnen: Susanne Abbuehl, Laurent Aubert, Philippe Jordan, Tobias Jundt, Matthieu Michel, Fabian Müller, die Band Peter Kernel, bestehend aus Barbara Lehnhoff & Aris Bassetti, Nadja Räss, Mathias Rüegg, Hansheinz Schneeberger, Colin Vallon, Hans Wüthrich, Lingling Yu und Alfred Zimmerlin. Die Nominierten decken gemäss BAK das gesamte Spektrum des Schweizer Musikschaffens ab.

Wie sie lacht, wie sie abräumt: Sophie Hunger bei der Preisübergabe mit Kulturminister Alain Berset. Bild: KEYSTONE

Die Preisverleihung fand am Donnerstag in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset in Lausanne statt. Die Hauptpreisträgerin Hunger wird am 16. September im Rahmen des Festivals Label Suisse beim Place Centrale in Lausanne auftreten.

Steile Karriere

Sophie Hunger wurde 1983 in Bern als Emilie Jeanne-Sophie Welti geboren und studierte Germanistik und Anglistik. 2006 brachte sie ihr erstes, noch selbstproduziertes Album heraus. Das Werk schlug ein wie eine Bombe, schon im Folgejahr engagierte Stephan Eicher die 24-Jährige als Vorband. Einem breiteren Publikum wurde sie 2008 durch Micha Lewinskys Film «Der Freund» bekannt, für den sie den Soundtrack schrieb und in dem sie eine Nebenrolle hatte.

«Eine Kombination aus verführerischem Pop auf Schweizerdeutsch, Französisch und Englisch und einer starken Persönlichkeit, die sich nicht scheut, sich zu engagieren.»

Eidgenössische Jury für Musik

2008 veröffentlichte Sophie Hunger das Album «Monday's Ghost», das ihr zum internationalen Durchbruch verhalf. In der Folge erhielt sie unter anderem einen Prix Walo, einen SwissAward, einen Swiss Music Award und den Zürcher Festspielpreis.

«Facettenreich, überwältigend»

Die Eidgenössische Jury für Musik bezeichnet Hungers Stil als «eine Kombination aus verführerischem Pop auf Schweizerdeutsch, Französisch und Englisch und einer starken Persönlichkeit, die sich nicht scheut, sich zu engagieren».

«Spaghetti mit Spinat»

Video: YouTube/Sophie Hunger

In ihren Kreationen «manifestieren sich ihr facettenreiches Können, ihre überwältigende Stimme, ihr instinktiver Sinn für Melodien und eine gewisse Risikobereitschaft. Sie überwindet somit sowohl nationale als auch internationale Grenzen mit Leichtigkeit und hat ein weltweit treues Publikum für sich gewonnen», hiess es weiter. (tat/sda)

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12 Kommentare anzeigen
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  • Cube 17.09.2016 12:58
    Highlight Nichts gegen Sophie Hunger, eine grossartige Künstlerin, keine Frage...

    ..aber! Sie hat Ihren Durchbruch schon geschafft, es gibt in der Schweiz wohl mehr junge Künstler die auf so eine Unterstützung angewiesen wären...

    ... Das Interview bei SRF war auch schwach, wer Förderpreise kassiert sollte sich auch einer (1) kritischen Frage stellen können...
    1 0 Melden
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  • Binnennomade 16.09.2016 12:34
    Highlight Sie sorry aber äh, Sophie Hunger ist doch Zürcherin?
    2 0 Melden
    600
  • LukeHuntington 16.09.2016 09:25
    Highlight Nichts gegen Sophie Hunger... Aber sehen die Damen und Herren in Bern diesen sinnbefreiten "Grand Prix" mit einer Jury aus der SRF-Kultur-Cüplitrinker-Ecke effektiv als (Jugend-)Musikförderung an? Ich habe manchmal das Gefühl, in der Schweiz kommt man einfacher an Waffen als an einen vernünftigen Proberaum. Da wären unsere Steuerfränkli meiner Meinung nach besser investiert.
    21 1 Melden
    600
  • Ansebafymed 16.09.2016 09:10
    Highlight Wie ich einfach die ganze Zeit feststelle, wie ähnlich sich Sophie Hunger und Nela Lee sehen!
    1 0 Melden
    600
  • Digital Swiss 16.09.2016 07:29
    Highlight
    3 2 Melden
    600
  • Digital Swiss 16.09.2016 00:46
    Highlight I ❤️ Sophie! 😘
    14 21 Melden
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  • Reiser 15.09.2016 23:09
    Highlight Ich mag Sophie Hunger. Ich mag es ihr auch gönnen den xten Preis hochdotierten Preis abzusahnen (Migros, Suisa, Stadt ZH, etc.).
    Und Ich würd mir für die Zukunft wünschen, dass mal wirklich das ganze Musikschaffen abgedeckt wird und dass auch mal Leute gefördert werden, die es noch nicht einewäg schon geschafft haben.
    40 5 Melden
    600
  • Spooky 15.09.2016 22:03
    Highlight "Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf."

    (Psalm 127)

    Ich gratuliere Sophie Hunger.

    (Hoffentlich macht sie etwas Schlaues mit dem Geld ;-)
    16 12 Melden
    • Lichtblau 15.09.2016 23:37
      Highlight Ich wollte mich über das Phänomen Sophie Hunger schlau machen. Mittlerweile kenne ich wohl die meisten ihrer Songs - und bin hin- und hergerissen.


      6 5 Melden
    • Spooky 16.09.2016 00:06
      Highlight @Lichtblau

      Ich verstehe nicht, wieso du hin- und her gerissen bist. Entweder gefallen dir ihre Lieder - oder nicht. Ich persönlich liebe zwar eher den verrückten, zeitgenössischen Jazz. Zum Beispiel Willisau. Aber das Genre spielt keine Rolle. Es gibt nur entweder gute oder schlechte Musik. Sophie Hunger macht gute Musik. Mir als alter Sack gefällt zum Beispiel auch immer noch Freddy Quinn. Wie gesagt - es gibt nur gute oder schlechte Musik.
      10 8 Melden
    • Gilbert Schiess 16.09.2016 07:53
      Highlight Man mag Sophie Hunger mögen, oder nicht.
      Jedenfalls hat sie erfolg mit einer Musik, die abseits des Mainstream ist. Das sie keine Eintagsfliege ist, hats sie bewiesen. Ihre Musik entwickelt sich von Album zu Album. Da wird nicht einfach wiedergekaut, wie das oft bei anderen der Fall ist.
      4 1 Melden
    • Firefly 16.09.2016 08:15
      Highlight Wenn du hin und hergerissen bist, dann ist's Kunst ;)
      4 2 Melden
    600

Prostata-Rocker in Deckung! Der Shit, der Sophie Hunger entgegen stürmte, fliegt zurück

Gefühlte 100'000 Neider empören sich über den Grand Prix Musik an Sophie Hunger. Die Zürcher Musikerin Nadja Zela eilt ihr auf Facebook grandios zu Hilfe.

Zahlenmystiker werden jubeln: Die bisherigen Preisträger des Schweizer Grand Prix Musik heissen Heinz Holliger (77), Franz Treichler (55) und Sophie Hunger (33). Zwischen ihnen liegen je 22 beziehungsweise 2 mal 22 Jahre. In Holliger und Treichler zusammen (132) haben also 4 Hungers Platz. Alles gehört zusammen. Irgendwie.

Darüber dass Treichler (von den Young Gods) und Holliger die 100'000 Franken Preisgeld des Bundesamts für Kultur (BAK) erhielten, nervte sich in den letzten beiden Jahren …

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