Sport
Sport kompakt

Kevin Lötscher tritt zurück

Den Glauben verloren

Kevin Lötscher tritt zurück

11.02.2014, 14:1311.02.2014, 14:18

Kevin Lötscher beendet seine Eishockey-Karriere per sofort, wie «20 Minuten» berichtet. Der Stürmer war an der WM 2011 in der Slowakei einer der auffälligsten Schweizer und hatte damals einen Vertrag mit dem SCB unterzeichnet. Doch dann wurde der Walliser in Siders von einer betrunkenen Autofahrerin angefahren. 

Lötscher lag einige Tage im Koma, kämpfte sich zurück und erhielt nach einer Saison in der NLB bei Sierre einen Vertrag beim EHC Biel, wo sein Stern vor dem Unfall aufgegangen war. Den Anschluss an die nationale Spitze schaffte der 25-Jährige aber trotz einigen Einsätzen nicht mehr. 

Lötscher begründet seinen Rücktritt gegenüber der Pendlerzeitung so: «Dieser Entschluss ist in den letzten Monaten immer konkreter geworden. Ich habe eine Vorstellung von einem Eishockeyspieler: Er sollte wichtige Tore schiessen, Spiele entscheiden können und dem Team helfen, Partien zu gewinnen. Ich war einmal ein solcher Spieler, werde es aber nie wieder sein können.» Lötscher nimmt erstmal eine Auszeit, bevor er sein berufliches Leben nach dem Eishockey plant. (fox)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Eine finnische Nullnummer oder was dem SCB zum Titelkandidaten noch fehlt
Vier Siege in Serie, Langnau im Derby chancenlos (1:3). Eigentlich könnte der SCB ein aussichtsreicher Titelkandidat sein. Aber etwas fehlt.
SCB-Präsident Carlo Bommes ist vor dem samstäglichen Derby in Langnau wie immer freundlich. Ein Gentleman eben. Und trotzdem ein bisschen verstimmt. «Ich habe eigentlich gedacht, dass Sie etwas von Hockey verstehen», rügt er den Chronisten. «Aber das scheint nicht der Fall zu sein. Sie versuchen uns, einen Russen als Ersatz für Miro Aaltonen zu verkaufen.» Den Einwand, das sei absurd, ein Chronist sei kein Spielerhändler, lässt er dann doch gelten. Und ein wenig kann er verstehen: Wenn ein hochkarätiger russischer Mittelstürmer seinem Untersportchef angeboten wird und der Chronist davon erfährt, ist die Story einfach zu gut.
Zur Story