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Wetter-Ticker Schweiz: Alle Infos zu Wetter-Warnungen, Schnee und Sturm

Winter, Schnee, Europa, Eifelturm, Paris, Rimini, Italien
Nicht nur in der Schweiz, in ganz Europa gestaltet sich das Wetter dynamisch.
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Busbetrieb in Zürich läuft wieder +++ Bund warnt vor Wind und Schneefall

Nachdem das Wetter sich lange «langweilig» gestaltete, kommt in diesen Tagen eine grosse Portion Dynamik rein. Die neuesten Entwicklungen zum Wetter in Europa und der Schweiz erfährst du hier im Wetter-Ticker.
09.01.2026, 13:3010.01.2026, 18:13
Team watson
Team watson
  • Nach einer längeren stabilen Phase mit tiefen Temperaturen wird das Wetter vielerorts in Europa turbulent. Über dem Nordatlantik bildete sich ein Tief, das sich derzeit verstärkt und sich von Nordfrankreich bis Freitag nach Deutschland verlagert.
  • Die Schweiz erreichte dadurch am Donnerstag eine Warmfront, die viel Niederschlag bringt. Gleichzeitig fährt die Schneefallgrenze Achterbahn.
  • Für die Alpen herrscht die Gefahrenstufe 3 (erheblich): Es wird mit bis zu einem Meter Neuschnee gerechnet.
  • Ab Freitag wird es stürmisch und wieder kälter.
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18:12
VBZ nehmen Busbetrieb in Zürich wieder vollständig auf
Der Busverkehr in der Stadt Zürich läuft wieder normal. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) nahmen den Betrieb am Samstagnachmittag nach einem wetterbedingten Unterbruch wieder auf. Zuvor hatten Schnee und Glätte den gesamten Busverkehr zeitweise lahmgelegt.
13:35
Unwetter in Italien – Süden besonders betroffen
Unwetter mit starkem Wind, Regen und Schneefällen haben am Samstag weite Teile Italiens erfasst. Nach Angaben von Meteorologen ist die Wetterlage auf den Zustrom kalter Luft aus Nordeuropa zurückzuführen. Vor allem in Mittel- und Süditalien kam es am Samstag zu teils heftigen Regenfällen, insbesondere in Kampanien und Kalabrien.

Zudem weht starker Mistral entlang der Küsten der Toskana, Latiums und Kampaniens sowie in den Apenninen und auf den grossen Inseln Sizilien und Sardinien. Die Insel Capri ist wegen stürmischer See derzeit vollständig vom Festland abgeschnitten, wie Medien berichteten. Auch Ischia und Procida sind nicht erreichbar. Die Fährverbindungen zu den Äolischen Inseln vor Sizilien sind seit mehr als zwei Tagen unterbrochen.

Flüge und Fähren auf Sardinien umgeleitet

In Sardinien wurden Windböen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde gemessen. Mehrere Fährverbindungen und einzelne Flüge wurden umgeleitet. In den Bergen der Insel liegt oberhalb von 1000 Metern Schnee. In Kalabrien führten Sturm und Starkregen zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr, vor allem wegen umgestürzter Bäume und beschädigter Werbetafeln.

Auch auf den Alpen kam es zu kräftigen Schneefällen. In den Apenninregionen Marken, Abruzzen und Molise schneite es stellenweise bis in Hügellagen. Für Sonntag erwarten die Meteorologen eine allmähliche Entspannung der Wetterlage durch den Einfluss eines Hochdruckgebiets. Im Adriaraum soll es jedoch weiter regnen, teils mit Schneefall in tieferen Lagen. Die Temperaturen bleiben vor allem im Norden und in der Landesmitte niedrig. (sda/apa)
12:36
VBZ stellen wegen Schnee Busbetrieb in Zürich ein
Die Busse in Zürich sind am Samstagmittag stillgestanden. Schnee und Glätte hätten die Einstellung des gesamten Busbetriebs auf dem Stadtgebiet gefordert, sagte eine VBZ-Sprecherin auf Anfrage von Keystone-SDA.

Es sei mit längeren Wartezeiten zu rechnen, hiess es in einer Betriebslagemeldung der Verkehrsbetriebe (VBZ) am Samstagmittag. Wie lange der Unterbruch andauert, war zunächst unklar. Die VBZ empfahlen, kurz vor jeder Fahrt den Online-Fahrplan anzuschauen. (sda)
11:27
Bund warnt vor kräftigem Wind und Schneefall
Der Bund hat für mehrere Regionen – besonders entlang der Alpen – die Gefahrenstufe 3 ausgegeben, was erheblicher Gefahr entspricht. Ab 500 Meter über Meer ist mit etwa 15 Zentimetern Neuschnee zu rechnen – oberhalb von 500 Metern bis zu 30 Zentimetern. Zudem weht ein kräftiger West- bis Südwestwind. (hkl)

9:46
Swiss streicht wegen Wetter weitere Flüge
Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat wetterbedingt weitere Flüge streichen müssen. Alleine am Samstag kamen zwölf einzelne Flüge dazu, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Bei den am Samstag neu dazu gekommenen Flugverbindungen handle es sich um Hin- und Rückflüge von Zürich nach Nizza (F), Frankfurt (D), Düsseldorf (D), London (UK), Mailand (I) und Luxemburg, hiess es weiter. Über alle am Flughafen in Kloten ZH ankommenden Flugzeuge hinweg rechnet die Airline am Samstag zudem mit einer durchschnittlichen Ankunftsverspätung von 1,5 Stunden.

Gerade die bei der aktuellen Wetterlage notwendige Enteisung der Flugzeuge trage zu den Verspätungen bei, teilte ein Swiss-Sprecher am Samstag auf Anfrage von Keystone-SDA weiter mit. Es sei denn auch möglich, dass im Verlauf des Tages weitere Anpassungen vorgenommen werden müssen.



Insgesamt mussten seit Beginn des neuen Jahres Stand Samstagmorgen 93 Swiss-Flüge wetterbedingt gestrichen werden. Seit Anfang Jahr waren laut der Lufthansa-Tochter rund 10'000 Passagiere betroffen.

Zusätzliche Kräfte im Einsatz

Wenn ein Flug nicht durchgeführt werden könne, würden Passagiere durch die Einsatzzentrale möglichst schnell umgebucht. Auf Wunsch erstatte die Swiss Flugtickets zudem über den Kundendienst und die Swiss-App zurück.

Bereits am vergangenen Donnerstag hatte die Fluggesellschaft bekannt gegeben, dass sie auch in den kommenden Tagen mit weiteren Annullierungen aufgrund des aktuellen Wetters in Europa rechne. Wettersituationen seien stets dynamisch, weshalb kurzfristige Streichungen manchmal unumgänglich seien.

«Wir stehen in engem Austausch mit Meteoschweiz und schauen uns jeden einzelnen Tag und jede Destination genau an», schrieb die Airline dazu. Aufgrund des deutlich erhöhten Arbeitsaufwands seien auch zusätzliche Mitarbeitende im Einsatz.

Am Genfer Flughafen Cointrin gab es derweil bis zum späten Samstagmorgen keine Flugausfälle, wie ein Sprecher des Flughafens auf Anfrage von Keystone-SDA mitteilte. (sda)
13:18
Starke Sturmböen in der Nacht
Während das Sturmtief «Goretti» in Deutschland, Frankreich und England für Strom-, Flug- und Zugausfälle sorgte, traf die Schweiz lediglich dessen Ausläufer. Doch auch hier hatte es «Gorettis» Windfeld in sich. Meteo News schreibt: «Während im Mittelland gebietsweise Sturmböen gemessen wurden, gab es auf den Bergen teils Orkanböen.» Und: Auch am heutigen Freitag und morgen Samstag bleibt uns der starke bis stürmische Wind erhalten, wobei die höchsten Windspitzen vielerorts bis heute zur Mittagszeit erreicht werden. Die stärksten Sturmböen gab es demnach auf dem Bantiger (942 m.ü.M., BE) – 134 km/h –, dem Säntis (2502 m.ü.M., AR) – 133 km/h – und dem Glacier des Diablerets (2966 m.ü.M., VD) – 129 km/h.
13:11
So sah das Sturmtief über dem Ärmelkanal aus

Satellitenbild von Sturmtief «Goretti» über dem Ärmelkanal. Quelle: Sat24 via Meteo News
13:06
Teile Grossbritanniens kämpfen mit «Goretti»
Auch in Grossbritannien beherrscht Sturmtief «Goretti» den Alltag vieler Menschen. Mehr als 55'000 Haushalte müssen nach Angaben des Stromnetzbetreibers National Grid am Vormittag ohne Strom auskommen, die meisten davon im Südwesten und in den westlichen Midlands.

Vielerorts bleiben die Schulen zu, Strassen sind durch umgestürzte Bäume und beschädigte Stromleitungen gesperrt, Züge stehen still. Im stark betroffenen Cornwall in England wurden die Bewohner gebeten, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten.

Der Nachrichtenagentur PA zufolge wurden am Londoner Flughafen Heathrow mindestens 69 Starts und Landungen gestrichen, die meisten davon Kurzstreckenflüge der Fluggesellschaft British Airways. Etwa 9'000 Fluggäste dürften demnach betroffen sein. (sda/dpa)
11:22
Schneegefahr in der Schweiz steigt
Meteo Schweiz hat die Gefahrenstufe für Schnee auf diverse Regionen ausgeweitet respektive erhöht. So gilt etwa in der Zentralschweiz, aber auch in Teilen der Ostschweiz, sowie im Berner Oberland und im Wallis ab Samstagmorgen 6 Uhr erhebliche Gefahr. Im Mittelland herrscht derzeit noch mässige Gefahr.

10:26
Deutsche Bahn stellt Fernverkehr im Norden wegen Schneesturms ein
Wintersturm «Elli» zieht mit geballten Schneeladungen über Deutschland. Die Deutsche Bahn reagierte und stoppte den Fernverkehr im Norden Deutschlands.

Der gesamte Schienenverkehr im Grossraum Hannover sei bis mindestens Mittag eingestellt, teilte die Bahn mit: «Damit ist eines unserer wichtigsten Drehkreuze betroffen und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich.»

Glätte und Unfälle
Deutschlandweit sind auch viele Strassen und weitere Schienenverbindungen betroffen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor spiegelglatten und verschneiten Strassen in verschiedenen Regionen. In etlichen Städten wurde der Busverkehr vorsichtshalber eingestellt. Auf einigen Strassen, etwa im Westen Deutschlands, war es am frühen Morgen so ruhig wie selten, weil viele Autofahrer wegen der Glättewarnungen zu Hause geblieben waren.

Erhebliche Behinderungen gibt es auf mehreren Autobahnen: In Osthessen sind laut Polizeipräsidium drei Autobahnen in beide Richtungen blockiert, die A7, die A4 und die A5. Grund sind nach Angaben eines Sprechers festgefahrene und querstehende Lastwagen. (lak/sda/dpa)
10:16
380'000 Haushalte in Frankreich nach Sturm ohne Strom
In Frankreich sind rund 380'000 Haushalte ohne Strom, nachdem Sturm «Goretti» in der Nacht mit Geschwindigkeiten von örtlich bis zu 200 Kilometern pro Stunde über den Nordwesten des Landes gezogen ist.

Trotz vieler umgestürzter Bäume und Behinderungen wurden nach vorläufiger Bilanz des Innenministeriums lediglich sechs Menschen leicht verletzt, wie Medien berichteten. In der Bretagne brachen in der Nacht 10 bis 13 Meter hohe Wellen über einige Küstenabschnitte herein.


Wellen bei San Sebastián, Nordspanien.

In Nordfrankreich sollten am Freitag bis auf wenige Ausnahmen keine Züge fahren. Behinderungen gab es auch im Grossraum Paris sowie im Elsass und in Lothringen.

In den Departements Manche und Seine-Maritime bleiben die Schulen geschlossen. Die Behörden hatten eindringlich vor den Gefahren des Sturms gewarnt und die Menschen aufgerufen, sich möglichst in ihren Wohnungen aufzuhalten. Inzwischen ist der Sturm wieder abgeflaut. (sda/dpa)
18:50
Lawinengefahr gestiegen
In mehreren Kantonen wurde die Lawinengefahr hochgestuft. So gilt etwa in weiten Teilen des Wallis grosse Gefahr (Stufe 4). Aber auch die Kantone Uri, Obwalden und Bern sind betroffen.

17:28
Swiss rechnet mit Flugannullierungen
Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat seit Anfang Jahr wetterbedingt insgesamt 57 Flüge streichen müssen. Auch in den kommenden Tagen rechnet die Airline mit weiteren Annullierungen aufgrund des aktuellen Wetters in Europa, wie die Swiss am Donnerstag mitteilte.

Insgesamt waren von den annullierten Flügen bis und mit Donnerstag rund 7430 Passagiere betroffen, wie die Lufthansa-Tochter weiter mitteilte. Am häufigsten fielen die Verbindungen nach Amsterdam aus: 42 Flüge waren hier seit Anfang Jahr betroffen.

Für den Zeitraum von Donnerstag bis Samstag seien bereits 21 weitere Flüge zu den Destinationen Amsterdam, Berlin, Frankfurt und Luxemburg gestrichen worden, teilte die Swiss weiter mit. Davon wiederum seien rund 1390 Reisende betroffen. Die Fluggesellschaft geht zudem davon aus, dass in den kommenden Tagen weitere Annullierungen notwendig sein werden.

Welche Flughäfen und Flüge genau betroffen sein werden, war am Donnerstag noch unklar: «Wir stehen in engem Austausch mit Meteoschweiz und schauen uns jeden einzelnen Tag und jede Destination genau an», schrieb die Airline dazu. Aufgrund des «deutlich erhöhten Arbeitsaufwands» seien auch zusätzliche Mitarbeitende im Einsatz.

Jedoch seien Wettersituationen stets dynamisch, weshalb kurzfristige Streichungen manchmal unumgänglich seien. «Wenn eine Flugstreichung unumgänglich ist, versuchen wir diese so frühzeitig wie möglich vorzunehmen, um die Unannehmlichkeiten für unsere Fluggäste so klein wie möglich zu halten.» (sda)

17:19
Polarwirbel in der Stratosphäre sorgt für Kälte in Europa
In der Stratosphäre, etwa 30 Kilometer über der Erde, zeigt sich derzeit eine ungewöhnliche Störung des Polarwirbels. Dieser hat sich in zwei Teile gespalten, was die sogenannte Zerfaltung des Polarwirbels zur Folge hat. Dies bedeutet, dass der Polarwirbel an Kompaktheit verliert und kältere, arktische Luftmassen nach Süden vordringen können. In den kommenden 14 Tagen wird dieses instabile Zustand voraussichtlich anhalten, was in Teilen Europas zu einer massiven Kältewelle führt. Während in den europäischen Regionen kalte Winterluft dominiert, sorgt der Polarwirbel in anderen Teilen der Welt, wie in Nordamerika, für milde Temperaturen.
16:26
Die Wetter-Warnungen auf einen Blick
Das Wetter in den nächsten Tagen bringt diverse Gefahren mit sich – namentlich viel Schnee, Lawinengefahr und Strassenglätte.

Schneefall

Für das Berner Oberland und das Wallis warnt der Bund vor erheblichen Schneemengen, es herrscht die Gefahrenstufe 3 (erheblich), und zwar bis mindestens Samstag.

Lawinengefahr

In der Folge herrscht vielerorts in den Alpen auch Lawinengefahr.

Strassenglätte
Zudem warnt Meteo Schweiz in der Deutschschweiz vor Strassenglätte, es herrscht die Gefahrenstufe 2 von 5 (mässige Gefahr). Das heisst, die Eintretenswahrscheinlichkeit ist zwar etwas niedriger, trotzdem solltest du auf der Hut sein vor rutschigen Strassen.

Bilder: Meteo Schweiz

Wind
Für die ganze Nordschweiz warnt der Bund zudem vor Wind, es herrscht ebenfalls die Gefahrenstufe 2. Der private Wetterdienst Meteo News hingegen hat eine stärkere Warnung ausgegeben: Für den Jura, die Region Alpstein und Teile des Wallis herrscht dabei die zweitgrösste Warnstufe («starke Wetterwarnung»). Für grosse Teile der restlichen Deutschschweiz wird vor «stürmischem Wind» gewarnt. Dies zwischen 0.00 Uhr und 12 Uhr am Freitagmorgen.



Meteo News schreibt: «Sturmtief Goretti zieht am Freitag vom Ärmelkanal über die Benelux-Staaten in Richtung Deutschland, sein Windfeld erfasst dabei auch die Alpennordseite.»
15:16
Die Achterbahnfahrt der Schneefallgrenze
Die Schneefallgrenze fährt in den nächsten Tagen Achterbahn und ist lokal schwer vorherzusagen. Am Donnerstagnachmittag und in der Nacht auf Freitag dürfte es unterhalb von 800 bis 1200 M.ü.M. eher regnen als schneien. Vereinzelt könnte es auch zu gefrierendem Regen kommen, warnen die Wetterstationen. Im Verlauf des Freitags sinkt die Schneefallgrenze dann wieder.


Bild: SRF Meteo.
15:11
Schnee und Eis beherrschen den Alltag in Teilen Europas
Schnee, Glätte und klirrende Kälte: In vielen Teilen Europas führt das eisige Winterwetter zu Einschränkungen.

Im Norden Schottlands bleiben viele Schulen bereits den vierten Tag in Folge wegen starken Schneefalls geschlossen. Der britische Wetterdienst Met Office warnt zudem vor dem nächsten Sturmtief, das Schnee und Stürme in Teile des Vereinigten Königreichs bringen und damit Einschränkungen auslösen soll.


Viel Schnee auch in Frankfurt, Deutschland.

Auch Frankreich rüstet sich ähnlich wie Grossbritannien für das Sturmtief «Goretti», das mit erwarteten Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde ab Donnerstagabend über den Nordwesten des Landes hinwegziehen soll.

Für 27 Departements wurde die Unwetterwarnstufe Orange und für die Region am Ärmelkanal die höchste Warnstufe Rot erlassen. Dort bleiben am Freitag die Schulen geschlossen, teilweise kommt es zu Ausfällen im Bahnverkehr.

Die erwarteten spektakulären Sturmwellen an der Küste locken auch Touristen an: In Saint-Malo etwa sprach ein Hotelinhaber von zusätzlichen Reservierungen, wie der Sender BFMTV berichtete.

In Schweden bescherte der Schnee vielen Schulkindern vor allem im Norden und Westen einen freien Tag. In manchen Regionen des Landes sollte es am Donnerstag lokal bis zu 60 Zentimeter Neuschnee geben. Vor allem im Norden standen Busse und Züge still.

Auch in grossen Teilen Norddeutschlands wurden Schulen geschlossen und sollen am Freitag geschlossen bleiben. Für die Region von Ostfriesland bis Hamburg sowie grosse Teile Schleswig-Holsteins sprach der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung (Stufe drei von vier) aus.

Haushalte ohne Strom

Nicht nur im Norden und Westen beherrscht das winterliche Wetter den Alltag der Menschen. In Südosteuropa verursachten Schnee und vereiste Strassen bei Tiefsttemperaturen im zweistelligen Minusbereich Verkehrsbehinderungen und Stromausfälle. In Rumänien sind rund 11'000 Haushalte ohne Strom, auch in Serbien gab es wetterbedingt Stromausfälle.

Im Südosten Bulgariens machen indes Überschwemmungen nach starken Regenfällen den Menschen zu schaffen. Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht. (sda/dpa)
Skifahren am Strand oder vor dem Eiffelturm – so trotzen die Menschen dem Wintereinbruch
Schwere Schneefälle und Glätte verursachten in Ländern wie Frankreich, den Niederlanden und Grossbritannien ein Verkehrschaos.

In Paris kam es zu Staus von über 1000 km Länge, der Flughafen Schiphol in Amsterdam meldet Hunderte Ausfälle und viele Schulen bleiben geschlossen. Im Norden Schottlands wurde der Notstand ausgerufen.

Dennoch gibt es einige, die der Kälte trotzen und den Schnee feiern:
Bodensee teilweise gefroren – mehrere Menschen eingebrochen
Am Gnadensee, einem Teil des Bodensees in Deutschland zwischen Allensbach und Reichenau, haben sich in den vergangenen Tagen Dutzende bis Hunderte Menschen auf den teilweise gefrorenen See gewagt. Die Wasserschutzpolizei prüfe zwar regelmässig, wie dick die Eisschicht ist, berichtete der SWR. Offiziell freigegeben sei die Eisfläche jedoch nicht. Am Mittwoch sind denn auch drei Menschen in den See eingebrochen. Sie seien zu weit hinausgelaufen, so der SWR. Die Eingebrochenen konnten alle von Passanten oder Menschen auf Schlittschuhen gerettet werden.
Klirrende Kälte – Heftiger Schnee in der Toskana
Die in Europa herrschende Kältewelle hat auch weite Teile Italiens erfasst und sorgt für Schnee und eisige Temperaturen. In der toskanischen Stadt Siena fiel am frühen Donnerstagmorgen überraschend Schnee, woraufhin die Stadtverwaltung die Schliessung aller Schulen anordnete.

Auch in Venetien herrscht klirrende Kälte. Die Temperaturen lagen landesweit unter dem Gefrierpunkt, mit einem Tiefstwert von minus 23,1 Grad auf dem Hochplateau von Asiago. Ähnliche Temperaturen wurden auch in Südtirol gemessen: Sexten bestätigte sich als kältester Ort mit einem Tiefstwert von minus 19 Grad.

In der Emilia Romagna und in der Adria-Region Marken waren die Feuerwehrkräfte am Donnerstag stark gefordert. Insgesamt wurden rund 950 Einsätze registriert, vor allem wegen umgestürzter Bäume, blockierter Strassen und festgefahrener Fahrzeuge. Besonders betroffen waren die Provinzen Forlì-Cesena, Rimini, Ravenna sowie Pesaro-Urbino.


Schnee in Siena, Italien.

Auch Sardinien blieb von den Unwettern nicht verschont: In der Provinz Nuoro sorgten Schnee, Regen und starker Wind für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Bäume stürzten auf Strassen, Stromleitungen und Telefonmasten mussten gesichert werden. In den Berggebieten kam es zu Schneefällen.

Für die kommenden Tage wird eine weitere Wetterverschlechterung erwartet, da kräftige Winde aus Südwesten und Westen erneut feuchte und instabile Luftmassen nach Italien führen sollen. Gerechnet wird mit Regen und Schnee bis in tiefere Lagen. (sda/apa)
Regen vermiest vorerst die weisse Pracht
Mit der Warmfront erreichen die Schweiz nicht nur Niederschläge, sondern auch vorerst höhere Temperaturen. Während der Donnerstag im Flachland zunächst weiss startete, regnet es bereits kurz nach dem Mittag vielerorts. Gleichzeitig nimmt der Wind an Fahrt auf.

Bis zu einem Meter Neuschnee in den Alpen
Am Donnerstag beschert uns eine Warmfront viel Neuschnee – in Teilen der Alpen sogar sehr viel. Für das Berner Oberland und das Wallis herrscht Gefahrenstufe 3, «erheblich». Meteo Schweiz rät für diese Gebiete, vor und während der Autofahrt Informationen über die Verkehrslage einzuholen und die Anweisungen der Winterdienste beachten. Wenn möglich, sei auf Autofahrten zu verzichten. Mehr dazu erfährst du hier.



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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Macca_the_Alpacca
10.01.2026 13:14registriert Oktober 2021
Es hat 1 cm Schnee und die Busbetrieben stellen ihren Betrieb ein. Man warnt, dass man ausrutschen könne im Schnee. Herrjemine, so weit sind wir also. Nicht mehr Realitätstauchlich.
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maruhu
10.01.2026 13:19registriert Januar 2021
Ein paar Zentimeter und die VBZ muss zum Schutz der Businsassen passen, da man halt keine Winterreifen montieren will😕 Sparen am falschen Ort !
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Kramer
08.01.2026 16:35registriert September 2021
Warum kann es nicht einfach mal schneien ohne dass es 3 Stunden später zu schmelzen beginnt und dann am nächsten tag alles sauglatt ist.
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