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Ein eingeklemmtes Schwein kommt selten allein. 
Ein eingeklemmtes Schwein kommt selten allein. Bild: Kafi Freitag
FRAGFRAUFREITAG

Hallo Kafi. Du hast mal angetönt, dass ein Seitensprung nicht unbedingt das Ende einer Beziehung heissen muss. 

Ich hatte einen und frage mich nun, ob ich meinen Freund einweihen soll. Ich glaube es würde mir helfen mit dem schlechten Gewissen besser umzugehen. Ich will meinen Freund nicht verlieren, es war mehr ein Ausrutscher (Ferien, Party, Alkohol, usw...) Danke für deine Antwort. Melanie, 34
03.11.2014, 22:5304.11.2014, 15:13

Liebe Melanie 

Grundsätzlich bin ich eine Verfechterin von Ehrlichkeit und Offenheit, aber es gibt auch hier, wie überall im Leben, natürlich Ausnahmen. Eine davon wäre Cleverness. Wenn Sie nämlich clever genug waren, den Ausrutscher im Ausland ohne Zeugen und Telefonnummerntausch zu begehen (und einen Gummi benutzt haben!!!), dann wäre ich eher dafür, dass Sie die ganze Episode für sich behalten.

Ich fände es ungerecht, wenn Sie Ihren Partner nur einweihen, um das eigene schlechte Gewissen zu erleichtern. Diesen Bock haben Sie geschossen. Jetzt müssen Sie auch dafür sorgen, dass der Kadaver artgerecht entsorgt wird.

Wenn Sie allerdings dusselig genug waren, dass es irgendjemand mitbekommen hat, dann müssen Sie es Ihrem Freund unbedingt sagen. Es ist sicher schmerzhaft, zu erfahren, dass man betrogen wurde. Aber es ist mit Sicherheit noch schlimmer, wenn man es, anstatt von der eigenen Freundin, zufällig im Gym unter der Dusche mitbekommt, weil die Story bereits die Runde macht.

Alles Gute und lieben Gruss. Ihre Kafi.

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Kafi Freitag (39) beantwortet auf ihrem Blog www.FragFrauFreitag.ch Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (www.FreitagCoaching.ch) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie ist verheiratet und Mutter eines neunjährigen Sohnes.



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Bild: Kafi Freitag

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Efbistan
04.11.2014 09:57registriert Oktober 2014
"Ich will ihn/Sie nicht verlieren..." - Daran hast du in dem Moment, in dem du Sie genagelt / dich nageln lassen hast aber nicht gedacht...
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Beat Ludin
04.11.2014 10:50registriert September 2014
Wenn wir nur endlich aufhörten, Worte wie "betrügen" zu verwenden, für etwas, was mit Betrug so gar nichts gemein hat. Wenn wir einander nicht dauernd einreden würden, dass wir uns betrogen zu fühlen haben. Ausgerechnet von dem Menschen, dem wir vertrauen. Dann würde es längst nicht so weh tun. Heimlichkeit wäre überflüssig. Das Vertrauen nicht in Frage gestellt. Und wir könnten eine kleine Eskapade, oder sogar eine Liebesaffäre, als das sehen was sie sind. Und uns im bestem Fall für einander freuen
Ein gutes Beispiel, wie unreflektierter Umgang mit Worten viel unnötiges Leid verursacht.
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Quathi
04.11.2014 11:32registriert Oktober 2014
Dem betrogenen Partner die Entscheidung wegnehmen ob er/sie mit einem zusammen bleiben will, hat nichts mit Cleverness zu tun, sondern ist einfach nur feige.
Zu den Fehlern stehen, Konsequenzen aus seinen Handlungen ziehen und Verantwortung übernehmen. Punkt. Aus. Keine Alternativen.
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Kafi, braucht ein Kind Gotti und Götti?
Ich finde es natürlich richtig, dass ein Kind eine Beziehung aufbauen kann ausserhalb der Familie. Ich finde aber, dass es in die unreflektierte «weil es sich gehört»-Schublade gehört und Zwangsersatz dafür ist, dass solche Beziehungen hierzulande oft nicht natürlich entstehen. Von mir wird erwartet, dem Neffen (dem Gottekind) Geschenke zu machen und mich ihm zuzuwenden, nicht aber seinem Bruder. Das Gotti quasi als exklusive Berechtigung zum Beziehung-Aufbauen. Regula, 37

Liebe Regula

Spannende Frage. Früher hatte das Götti-Gotte-Konzept ja den tieferen Sinn, dass man das Kind zu sich nehmen würde, sollte den Eltern etwas geschehen. Heute hat es diesen Sinn vollkommen verloren, obwohl ich mir diese Frage bei beiden meinen Gottekindern gestellt habe. Würde ich in so einem Fall das Kind bei mir aufnehmen? Ich konnte es bei beiden mit vollem Herzen bejahen. Ob es mich als Gotte braucht, kann ich nicht beurteilen, ob ich eine brauchbare bin, schon eher; nein (dem einen Mädchen habe ich zum ersten Geburtstag am falschen Tag gratuliert und dem andern ein Namensgravur-Goldarmband geschenkt, allerdings ohne Gravur).

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