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«Die-In» am Flughafen Zürich.
«Die-In» am Flughafen Zürich.
Bild: Flugstreik.earth

Und plötzlich «sterben» Dutzende: Klima-Streik-Aktion verwirrt Passagiere in Kloten

13.07.2019, 14:3413.07.2019, 16:20

Mit einem sogenannten «Die-In» haben Klimaaktivisten heute Nachmittag am Flughafen Zürich für Verwirrung gesorgt: Rund hundert Menschen lagen um 14 Uhr wie tot am Boden der Empfangshalle oberhalb des Bahnhofs. Mittendrin stand der Bündner Sänger Linard Bardill, der ein Lied vortrug. Bardill hatte 2018 erfolglos für den Bündner Regierungsrat kandidiert.

Mehrere Minuten lagen die Aktivisten still am Boden, bevor sie sich synchron erhoben und Sprechchöre skandierten. Die Aktion verlief friedlich. Die Polizei war vor Ort und stellte sicher, dass die Zugänge zu den Rolltreppen frei blieben.

Die Aktivisten lagen zuerst mehrere Minuten still am Boden und ...
Die Aktivisten lagen zuerst mehrere Minuten still am Boden und ...
Bild: Flugstreik.earth
... wurden fotografiert.
... wurden fotografiert.
Bild: Flugstreik.earth

Mit der Aktion wollten die Klimastreiker auf die Kampagne «Flugstreik» aufmerksam machen. Ziel des Flugstreiks: Möglichst viele Menschen sollen im Jahr 2020 auf das Fliegen verzichten. So soll die Basis für eine der Grundforderungen der Klimastreiker geschafft werden: Das Erreichen von netto null Treibhausgasemissionen bis im Jahr 2030.

Der Flugverkehr verursache einen erheblichen Teil der menschengemachten Klimaeffekte, schreiben die Aktivisten in einer Mitteilung. In der Schweiz habe dieser Anteil 2015 gemäss WWF-Zahlen bei 18% gelegen, bis 2020 dürfte er aber vermutlich bis auf 22% ansteigen, so die Klimastreiker weiter.

Später skandierten die Aktivisten Parolen in Sprechchören.
Später skandierten die Aktivisten Parolen in Sprechchören.
Bild: Flugstreik.earth

Tolerierte Aktion

Die Aktion wurde von Kantonspolizei und Flughafen toleriert, wie Philipp Bircher, Mediensprecher des Flughafens Zürich, auf Anfrage mitteilte. Anfragen zu solchen Kundgebungen würden jeweils geprüft und normalerweise genehmigt. Sie dürften weder Sicherheit noch Flugbetrieb stören. Die heutige Aktion erfolgte jedoch ohne Anfrage. Man habe aber davon gewusst und sich entschlossen, sie zu tolerieren, falls sie friedlich verlaufe, sagte Bircher.*

* In einer früheren Version des Artikels stand irrtümlich, die Aktion sei von Kantonspolizei und Flughafen bewilligt worden.

(mlu/dhr)

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quelle: epa/epa / neil hall
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