Facebook
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this May 16, 2012, file photo, the Facebook logo is displayed on an iPad in Philadelphia.  Facebook suspended Cambridge Analytica, a data-analysis firm that worked for President Donald Trump's 2016 campaign, over allegations that it held onto improperly obtained user data after telling Facebook it had deleted the information.  (AP Photo/Matt Rourke, File)

Bild: AP

Jetzt untersucht Facebook die Verbindungen eines Angestellten zu Cambridge Analytica



Der Daten-Krimi um die US-Wahlen geht weiter: Am Freitag hat das Social-Media-Unternehmen die  Datenverarbeitungsfirma Cambridge Analytica von ihrer Plattform gesperrt.

Am Samstag erfuhren wir auch warum: Das Unternehmen spielte eine Rolle bei der heimlichen Datensammlung von mehr als 50 Millionen Nutzern, die im US-Wahlkampf verwendet wurden. 

Am Sonntag platzte eine dritte Bombe: Joseph Chancellor, derzeit Forscher bei Facebook, könnte mit diesem ganzen Durcheinander in Verbindung gebracht werden.

CNN berichtete am Sonntag, dass Chancellor zuvor als Direktor der Global Science Research (GSR) diente. Als Whistleblower Christopher Wylie sich mit Aleksandr Kogan von der Cambridge University zusammenschloss, um eine App zu entwickeln, die Facebook-Nutzerdaten sammeln konnte, war GSR das Unternehmen, durch das Daten durchgeschleust wurden.

Cambridge Analytica könnte der Trump-Kampagne entscheidend dabei geholfen haben, mit als Werbung geschalteten gezielten Botschaften bei Facebook seine Anhänger zu mobilisieren und zugleich potenzielle Wähler der Gegenkandidatin Hillary Clinton vom Urnengang abzubringen.

Wie Facebook gegenüber CNN erklärte, gebe es Verbindungen zwischen einem seiner gegenwärtigen Angestellten und Cambridge Analytica, der umstrittenen Datenfirma, die für Trumps Präsidentschaftskampagne arbeitete und am Freitag von Facebook suspendiert wurde. Diese würden nun untersucht.

Was wusste Chancellor wirklich?

Es ist nicht klar, was Chancellor über die Datenerfassungspraktiken von GSR wusste, wenn er überhaupt etwas wusste. CNN weist darauf hin, dass Chancellor und Kogan beide als Direktoren aufgeführt wurden, als GSR im Mai 2014 gemäss den Regierungsunterlagen der Vereinigten Staaten gegründet wurde. Cambridge Analytica hingegen behauptet, «keine Erinnerung» an irgendwelche Interaktionen oder Emails zu Chancellor zu haben. 

Die Enthüllungen haben zu einer erneuten Überprüfung geführt, wie Facebook dazu genutzt wurde, die Wähler vor den US-Präsidentschaftswahlen 2016 zu erreichen und zu beeinflussen.

«Joseph Chancellor ist ein Angestellter von Facebook. Wir schauen uns die Situation an.»

Ein Facebook-Sprecher gegenüber CNN. money.Cnn

Kogan und Wylie wurden beide von Facebook suspendiert, während die Untersuchung läuft. Chancellor, der sich nicht persönlich geäussert hat, arbeitet weiterhin bei Facebook, und das Social-Media-Unternehmen bestätigt, dass es sich «die Situation anschauen wird».

Im Jahr 2014 bauten Kogan und Wylie eine App namens «thisisyourdigitallife», die die Teilnehmer für einen Persönlichkeitstest bezahlte. Die Daten aus diesen Tests – die Testteilnehmer benötigten, um die App mit ihren Facebook-Profilen zu verknüpfen – sollten angeblich für akademische Zwecke verwendet werden.

Bild

Whistleblower Christopher Wylie.

In Wirklichkeit bildete es das datengetriebene Rückgrat der Software, die Cambridge Analytica verwendet hatte, um die Wähler in den USA zu profilieren und ihnen personalisierte Werbung vor den Wahlen 2016 zu liefern.

Diese Tatsachen kamen zum Vorschein, als Wylie, ein kanadischer Datenanalyseexperte, in einem Interview mit «The Observer» entschied, seine bisherige Arbeit anzukündigen. Zusammen mit der Geschichte teilte er der Zeitung ein Dossier mit E-Mails, Bankunterlagen und anderen Beweisen mit, die auf die Datensammlung von GSR und die Verbindung des Unternehmens zu Cambridge Analytica hinwiesen.

(bal)

Das könnte dich auch interessieren:

Eine Busse für ein Like

abspielen

Video: srf

Was Facebook erlaubt – und was gelöscht wird

Das könnte dich auch interessieren:

Messi darf Barça ablösefrei verlassen +++ Pa Modou wieder beim FC Zürich

Link zum Artikel

Wie viel Schweizer Parteien auf Facebook ausgeben – und warum wir das wissen

Link zum Artikel

12 neue Serien, auf die du dich im Herbst freuen kannst

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

In China sind gerade 100 Millionen Schweine gestorben – das musst du wissen

Link zum Artikel

Boris Johnson verliert wegen eines Überläufers die Mehrheit und ist jetzt in argen Nöten

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Das sind die 50 besten Spieler in «FIFA 20» – Piemonte Calcio zweimal in den Top 15

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Wawrinka über Djokovic: «Dass er den Platz so verlassen muss, ist natürlich nicht schön»

Link zum Artikel

«Diese Wahlen widerlegen eine oft genannte These über die AfD»

Link zum Artikel

Xherdan Shaqiris Alleingang ist ein fatales Zeichen

Link zum Artikel

Mit 16 der jüngste Torschütze in Barças Klub-Geschichte – 8 Fakten zu Ansu Fati

Link zum Artikel

Der Roadie, der mich Backstage liebte (und mir biz Haare ausriss)

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

Ausschreitungen bei Demo in Zürich

Link zum Artikel

«... dann laufen sie hier 3 Tage besoffen mit geklauten Stadion-Dingen rum»

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

Biden, Warren oder Sanders? Das Rennen der Demokraten wird zum Dreikampf

Link zum Artikel

Jack Ma tritt als Alibabas Vorsitzender offiziell zurück, aber ...

Link zum Artikel

Verrückt, aber wahr – Stuckis Sieg, der keiner war

Link zum Artikel

In Jerusalem verschwinden hunderte Katzen auf mysteriöse Weise – was ist bloss los?

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

«Soll ich die offene Beziehung mit dem 10 Jahre Älteren beenden?»

Link zum Artikel

Netflix bringt 10 Filme in die Kinos – und die hören sich grossartig an

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Auch Android und Windows von massivem Hackerangriff betroffen – was wir bislang wissen

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel

Kim Tschopp zeigt den grossen Unterschied zwischen Realität und Instagram

Link zum Artikel

Für Huawei kommts knüppeldick – neue Handys müssen auf Google-Apps verzichten, sagt Google

Link zum Artikel

Die Hockey-WM lehnt den «Eisenbahn-Deal» ab – und das ist schlicht lächerlich

Link zum Artikel

Hat Bill Gates ein schmutziges Geheimnis?

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wie steht es ums Amazonasgebiet? Die 10 wichtigsten Antworten zu den Waldbränden

Im Amazonasgebiet brennen seit Tagen grosse Flächen Regenwald. Doch was passiert in Brasilien eigentlich? Und werden die Feuer überhaupt bekämpft? Hier die 10 wichtigsten Fragen und Antworten, damit du einen Überblick über die Waldbrände kriegst.

Gewaltige Brände wüten derzeit im Amazonas-Regenwald in Brasilien, Paraguay und Bolivien. Bilder aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zeigen das Ausmass des Waldbrandes. Wie schlimm die Situation tatsächlich ist und was dagegen getan wird, erfährst du hier:

Die Brände wüten nicht nur in Brasilien, sondern auch in anderen Staaten Südamerikas, allen voran Venezuela, Bolivien und Kolumbien.

Gleichwohl liegt das Epizentrum der gegenwärtigen Katastrophe im grössten Staat Südamerikas, namentlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel