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Bitcoin knackt auch 12'000-Dollar-Marke



Der Bitcoin hat allen Warnungen zum Trotz auch die 12'000-Dollar-Marke gerissen. Eine Einheit der virtuellen Währung wurde laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch in Asien zwischenzeitlich für 12'590 Dollar gehandelt.

Beflügelt wird der Anstieg seit Wochen vor allem durch die Ankündigung der renommierten Chicagoer Terminbörse CME, künftig Terminkontrakte für Bitcoins anzubieten.

Erst Mitte Oktober hatte die Kryptowährung Bitcoin, die nach ihrer Entstehung im Jahr 2009 nur wenige Cent wert war, die Marke von 5000 Dollar übersprungen. Vergangene Woche erst riss der Bitcoin die 10'000-Dollar-Marke.

Kritiker warnen vor einer Blase. Der Bitcoin selbst habe keinen ihm innewohnenden Wert, sagte etwa kürzlich der Wirtschaftsnobelpreisträger Jean Tirole. Deshalb könne der Wert «von einem Tag auf den anderen kollabieren». Befürworter argumentieren, dass Bitcoins vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit attraktiver werden könnten.

Der Bitcoin war 2009 auch als Antwort auf die Finanzkrise erfunden worden, um eine von Staaten, Zentralbanken und anderen Finanzinstituten unabhängige Währung zu erschaffen. Die Kryptowährung basiert dabei auf dem Prinzip, dass Buchungen nicht von einer zentralen Stelle bestätigt werden müssen, sondern letztlich von allen am Bitcoin-System beteiligten Nutzern.

Neue «Münzen» werden durch komplexe Rechenoperationen unter Beteiligung zahlreicher Computer erschaffen. Ihre Zahl ist jedoch von vornherein auf 21 Millionen begrenzt. Mehr als drei Viertel davon wurden bereits geschaffen.

Die Wechselkurse von Digitalwährungen zu konventionellen Währungen schwanken stark. Auch der Bitcoin geriet in diesem Jahr wiederholt unter Druck - etwa in China, wo die Behörden auf eine strengere Regulierung dringen, um Kapitalflucht ins Ausland zu bekämpfen.

Sie kritisieren zudem, Kryptowährungen würden zunehmend als «Werkzeug für kriminelle Aktivitäten» genutzt - darunter Geldwäsche, Drogenhandel und illegale Kapitalbeschaffung. (sda/afp)

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