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USA

Nobelpreis nicht gewonnen: Trump denkt nicht mehr nur an Frieden

Trump macht Nobelpreis-Komitee für seine Grönland-Agression verantwortlich

19.01.2026, 09:4919.01.2026, 17:58

Donald Trump wollte 2025 unbedingt den Friedensnobelpreis – erhielt diesen aber nicht. Der Preis ging stattdessen an die venezolanische Oppositionspolitikerin Maria Corina Machado. Diese widmete Trump zwar den Nobelpreis und überreichte ihm letzte Woche ihre Medaille. Trump nannte dies eine «wundervolle Geste gegenseitigen Respekts» – vom Tisch ist das Thema für den US-Präsidenten trotzdem nicht.

FILE - President Donald Trump is illuminated by a camera flash as he gestures while walking across the South Lawn of the White House, Nov. 2, 2025, in Washington, after returning from a trip to Florid ...
Donald Trump ist wütend, weil er den Friedensnobelpreis nicht gewonnen hat.Bild: keystone

So berichten Bloomberg und weitere US-Medien derzeit von einem Brief, den Trump an den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre geschickt haben soll. Darin soll er seinem Ärger, bei der Preisverleihung leer ausgegangen zu sein, Luft verschafft haben.

«Da ihr Land mir den Friedensnobelpreis für die Beendigung von acht Kriegen nicht verliehen hat, sehe ich mich nicht länger verpflichtet, nur an den Frieden zu denken», soll Trump in diesem Brief veröffentlicht haben. Frieden stehe zwar «weiterhin im Vordergrund», so Trump. Gleichzeitig könne er nun aber auch «darüber nachdenken, was gut und richtig für die Vereinigten Staaten von Amerika ist».

«Die Welt ist erst dann sicher, wenn wir die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben.»

Was er mit den angesprochenen US-Interessen meint, machte der US-Präsident ebenfalls klar: «Die Welt ist erst dann sicher, wenn wir die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben», schreibt Trump.

Der US-Präsident dürfte diesen Brief an Støre geschickt haben, weil der Friedensnobelpreis jährlich in der norwegischen Hauptstadt Oslo vergeben wird. Die norwegische Politik hat bei der Vergabe allerdings kein Mitspracherecht. Dies erklärte Støre auch gegenüber Bloomberg: «Ich habe Trump schon mehrfach klar erklärt, was allgemein bekannt ist, nämlich dass es ein unabhängiges Nobelkomitee und nicht die norwegische Regierung ist, das den Preis vergibt», so der Norweger. Das Weisse Haus reagierte auf eine Anfrage bislang nicht.

epa12568970 Norwegian Prime Minister Jonas Gahr Store during talks with British Prime Minister Keir Starmer (not pictured) at 10 Downing Street in London, Britain, 04 December 2025. EPA/ANDY RAIN / PO ...
Jonas Gahr Støre, Ministerpräsident von Norwegen.Bild: keystone

Donald Trump hat in den letzten Wochen keinen Hehl daraus gemacht, den Nobelpreis auch auf nicht korrekte Weise bekommen zu wollen. So nannte er es eine «grosse Ehre», sollte ihm Machado den Preis überreichen.

Das Nobelinstitut sah sich wegen dieser Äusserung zu einem Statement veranlasst. Darin stellte es klar, dass eine solche Übergabe nicht möglich ist. Der Preis könne «weder widerrufen, geteilt noch auf andere übertragen werden». Nach der Bekanntgabe sei die Entscheidung endgültig. (dab)

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