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So soll Buckelwal «Timmy» (doch noch) gerettet werde

Buckelwal in Ostsee gestrandet
Der gestrandete Buckelwal «Timmy».Bild: Sea Shepherd

Mit Luftkissen und Pontons: So soll Buckelwal «Timmy» (doch noch) gerettet werden

15.04.2026, 16:0915.04.2026, 16:09

Timmy, der gestrandete Wal in der Ostsee, soll nun doch noch gerettet werden. Die Rettungsaktion startet bereits am Donnerstagmorgen um 6 Uhr, wie die Bild berichtete. Geplant ist der Einsatz von Planen, Luftkissen, Pontons und Booten.

Der zuständige Umweltminister Till Backhaus äusserte sich am Mittwoch während einer Medienorientierung wohlwollend zu den Plänen einer privaten Initiative, die Timmy retten will. «Dieses Konzept hat das Potenzial, dem Tier wirklich zu helfen», so der SPD-Politiker.

Gemäss den Ausführungen des Umweltministers sieht der Rettungsplan folgendermassen aus:

Zunächst werden zur Stabilisierung Luftkissen rund um Timmy positioniert. Im nächsten Schritt wird der Sand unter dem Kopf und dem vorderen Körperdrittel vorsichtig weggespült. Parallel dazu werden die Luftkissen schrittweise aufgepumpt, um das Tier anzuheben. Timmy soll auf eine Spezialplane gleiten, die zwischen zwei Schwimmpontons gespannt ist.

In die Nordsee

Sobald der Wal sicher auf dieser Konstruktion fixiert ist, beginnt der eigentliche Transport. Das Tier wird aus der Bucht heraus, quer durch die Ostsee bis in die Nordsee abgeschleppt. Backhaus stufte diese Strategie als «schonend» ein und betonte: «Wir dulden dieses Vorgehen.»

«Unser Ziel ist es, alles Menschenmögliche für das Tier zu tun», erklärte Backhaus. Er gab damit offiziell grünes Licht für das Projekt der privaten Initiative und deren zwei Finanziers, welche den Wal in die Nordsee schleppen wollen. Die praktischen Vorbereitungen für die Bergung haben bereits um 12 Uhr mittags begonnen. (val)

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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HappyUster
15.04.2026 17:04registriert August 2020
Da hab ich aber meine Mühe!

1. Wal gestrandet.
2. Rettungsaktion 1 startet.
3. Rettungsaktion 2 startet
4. Walflpsterer kommt hinzu.
5. Man gibt auf und sagt: sorry.
6. Haut zerlegt sich zu Fetzen und die Atmung wird schwächer.
7. Man bestätigt, der Wal liegt im Sterben.
... es wird ruhiger um den Wal
7. Jetzt kommt man wieder und möchte das Tier nochmals (stressen) retten.

Das ist furchtbar!
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FACTS
15.04.2026 17:30registriert April 2020
Das Geld könnte besser eingesetzt werden - für Walschutz oder einfach auch für den Erhalt intakter Lebensräume. Walschutz fängt nämlich schon beim Krill (oder gar Plankton) an, auch wenn diese kleinen Krebstiere im Gegensatz zu den grossen Walen fast keine Lobby haben.
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Ghost Dog
15.04.2026 17:26registriert Februar 2026
Dieses ganze Theater... Dann stirbt der Wal halt auf dem hunderte Kilometer weiten Weg in die Nordsee.

Wir sollten eher schauen, dass wir die Wale besser schützen die nicht schon seit Wochen immer wieder stranden. Und deren Lebensraum.
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