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Am Sonntag hat Kanzlerin Merkel mit den Länderinnenminster*innen den harten Lockdown beschlossen.
Am Sonntag hat Kanzlerin Merkel mit den Länderinnenminster*innen den harten Lockdown beschlossen.Bild: keystone

Lockdown-Hammer: Das gilt ab Mittwoch in Deutschland

13.12.2020, 12:0613.12.2020, 16:02

Um die hohen Corona-Fallzahlen in den Griff zu bekommen, fahren Bund und Länder das öffentliche Leben vom kommenden Mittwoch (16. Dezember) bis zum 10. Januar herunter. Die Beschlüsse von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen:

Weihnachten

Vom 24. bis 26. Dezember werden mehr Kontakte möglich. Die Länder sollen in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Infektionsgeschehen in dieser Zeit Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zulassen. Hinzu kommen Kinder bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis, also von Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, ausserdem Verwandten in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen – «auch wenn dies mehr als zwei Hausstände oder 5 Personen über 14 Jahren bedeutet».

Arbeit, Schulen und Kitas

Arbeitgeber werden dringend gebeten zu prüfen, ob Unternehmen entweder durch Betriebsferien oder grosszügige Homeoffice-Lösungen geschlossen werden können.

Schulen sollen grundsätzlich geschlossen werden, oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt. Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten. Für Abschlussklassen können gesonderte Regelungen gelten.

In Kindertagesstätten wird analog zu Schulen verfahren. Für Eltern werden zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, für die Betreuung der Kinder im genannten Zeitraum bezahlten Urlaub zu nehmen.

Bild: KEYSTONE

>> Coronavirus in der Schweiz: Hier geht's zum Überblick

Handel

Der Einzelhandel wird vom 16. Dezember bis zum 10. Januar geschlossen. Ausnahmen gelten für Geschäfte, die den täglichen Bedarf decken. Dazu zählen: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte; Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkauf und Grosshandel.

Gottesdienste

Bild: keystone

Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind nur zulässig, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt werden kann. Es gilt Maskenpflicht auch am Platz, der Gemeindegesang ist untersagt. Wenn volle Besetzung erwartet wird, sollen sich die Besucher anmelden.

Silvester

Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester wird generell verboten. Am Silvestertag und Neujahrstag gelten bundesweit ein An- und Versammlungsverbot sowie ein Feuerwerksverbot auf vielbesuchten Plätzen, die von den Kommunen festgelegt werden.

Bild: myswitzerland.com

Kontaktbeschränkungen

Private Treffen sind weiterhin auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, in jedem Fall aber auf maximal fünf Personen zu beschränken. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen.

Alkohol

Das Trinken alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum wird untersagt. Verstösse werden mit einem Bussgeld belegt.

Pflege

Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fusspflege bleiben weiter möglich.

Für Alten- und Pflegeheime sowie mobile Pflegedienste sollen besondere Schutzmassnahmen getroffen werden. Der Bund unterstützt diese mit medizinischen Schutzmasken und durch die Übernahme der Kosten für Antigen-Schnelltests.

Die Länder werden eine verpflichtende Testung mehrmals pro Woche für das Personal in den Alten- und Pflegeeinrichtungen anordnen. In Regionen mit erhöhter Inzidenz soll der Nachweis eines aktuellen negativen Coronatests für die Besucher verbindlich werden.

Nächste Schritte

Am 5. Januar wollen Merkel und die Ministerpräsidenten erneut beraten über Schritte, die ab dem 11. Januar gelten sollen. (sda/dpa)

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Angela Merkel in der Frittenbude

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Angela Merkel in der Frittenbude
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Bundeskanzlerin Merkel klärt auf

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39 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Barth Simpson
13.12.2020 11:03registriert August 2020
Ein sofortiger Lockdown in unserem Land wird leider immer dringlicher, dazu stehen wir sogar noch schlechter da, als Deutschland.

Meine Frau (Pflegefachfrau) meldet täglich, wer wieder aus Ihrem Team ausgefallen ist, weil sie sich bei der riskanten Pflege angesteckt haben. Durch die hohe Virenlast haben diese zum Teil heftige Symptome und werden für längere Zeit ausfallen. Wir warten täglich darauf, bis es auch unsere Familie und Freunde erwischt!

Die kommende Situation in der Pflege ist nicht als ernst, sondern leider als katastrophal zu prognostizieren! Das kanns echt nicht sein.
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Coffeetime ☕
13.12.2020 11:13registriert Dezember 2018
Die noch keine Weihnachtsgeschenke haben, kommen langsam in Stress... auch die ohne Outfit.... aber da man ja die Leute eh nicht treffen sollte, braucht man das alles doch nicht ? 🤔

Ach viele Fragen...
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DARTH OLAF
13.12.2020 12:49registriert August 2018
Das wäre auch bei uns richtig, so sehr ich diese massnahme verfluchen würde. Ich befürchte eine überlastung der Krankenhäuser zu jahresbeginn. Schön können wir skifahren, aber wer flickt den Skifahrer bei einem unfall zusammen, wenn es keinen platz mehr hat?
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