Natur
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epa07835758 A handout photo made available by the European Space Agency (ESA) on 11 September 2019 shows an artist's impression of the planet K2-18b, it's host star and an accompanying planet in this system. K2-18b is now the only super-Earth exoplanet known to host both water and temperatures that could support life. UCL researchers used archive data from 2016 and 2017 captured by the NASA/ESA Hubble Space Telescope and developed open-source algorithms to analyse the starlight filtered through K2-18b?s atmosphere. The results revealed the molecular signature of water vapour, also indicating the presence of hydrogen and helium in the planet?s atmosphere.  EPA/ESA/Hubble, M. Kornmesser / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

So ungefähr könnte der Planet K2-18b aussehen. Bild: EPA

Forschende entdecken Wasserdampf in Atmosphäre von theoretisch bewohnbarem Planeten



Bei der Suche nach Leben ausserhalb unseres Sonnensystems ist ein internationales Forscherteam womöglich einen wichtigen Schritt vorangekommen: Astronomen entdeckten zum ersten Mal Wasserdampf in der Atmosphäre eines fernen Planeten, der seinen Stern in der sogenannten bewohnbaren Zone umkreist.

Das geht aus einer am Mittwoch im Fachmagazin «Nature Astronomy» veröffentlichten Studie hervor. Der Himmelskörper ist den Experten zufolge der «vielversprechendste Kandidat» für die Suche nach ausserirdischem Leben.

«Wasser in einer möglicherweise bewohnbaren Welt zu finden, bei der es sich nicht um die Erde handelt, ist unglaublich aufregend», sagte der Ko-Autor der Studie, Angelos Tsiaras, vom University College in London. «Es führt uns näher zur Antwort auf die grundlegende Frage: Ist die Erde einzigartig?»

«Wir können nicht daraus schliessen, dass sich flüssiges Wasser auf der Oberfläche des Exoplaneten befindet, aber ich denke, dass dies sehr gut möglich ist»

Mit-Autorin Giovanna Tinetti

Die Entdeckung sei mithilfe des Hubble-Teleskops geglückt, erklärten die Forscher. Der Fund bedeutet demnach aber nicht, dass es tatsächlich Leben auf dem 110 Lichtjahre entfernten Exoplaneten K2-18b gibt.

«Wir können nicht daraus schliessen, dass sich flüssiges Wasser auf der Oberfläche des Exoplaneten befindet, aber ich denke, dass dies sehr gut möglich ist», betonte die Mit-Autorin Giovanna Tinetti, die ebenfalls am University College in London forscht. Zudem herrsche auf dem Planeten eine Temperatur, die jener der Erde sehr ähnlich sei.

Der Exoplanet K2-18b wurde 2015 vom US-Weltraumteleskop Kepler entdeckt. Er umkreist die Sonne K2-18, einen roten Zwergstern im Sternbild Löwe, in der sogenannten bewohnbaren Zone - also in einem Abstand von seiner Muttersonne, der die dauerhafte Existenz flüssigen Wassers auf seiner Oberfläche ermöglichen könnte. K2-18b besteht wahrscheinlich aus Silikaten wie die Erde, Mars und Venus, sowie aus Eis.

Zuletzt hatte ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Göttingen drei neue Planeten entdeckt, von denen einer womöglich bewohnbar ist. Die im Sternbild Wasserschlange (Hydra) entdeckten Exoplaneten umkreisen den 31 Lichtjahre entfernten Stern GJ 357. Er weist ein Drittel an Masse und Grösse unserer Sonne auf, wie die Universität Göttingen Ende Juli mitgeteilt hatte. (sda/afp)

Forscher finden unterirdischen See auf dem Mars

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TheDoctor 12.09.2019 20:38
    Highlight Highlight Naja, die Profis sehen das nicht sehr euphorisch:

    https://www.spektrum.de/kolumne/warum-der-hype-um-k2-18b-nicht-gerechtfertigt-ist/1673352
  • Wörtschesterscheir 12.09.2019 13:46
    Highlight Highlight Headline zum Artikel
    Watson 1 : SRF 0
  • Burn 12.09.2019 10:47
    Highlight Highlight Hier gibts noch eine interessante wissenschaftspolitische Geschichte dazu:
    Die Daten von Hubble wurden nicht von der Gruppe gesammelt, welche in Nature Astronomy publiziert hat und in den Medien gefeiert wird. Es sind gestern und heute zwei Paper mit den gleichen Daten und den gleichen Schlussfolgerungen publiziert worden. Dies ist möglich, weil die Daten von Hubble sofort öffentlich gemacht werden müssen. Hier hat eine Gruppe den richtigen Riecher gehabt und hat in kurzer Zeit eine ähnliche Analyse wie die Leute die die ganze Arbeit hatten (Benneke und Mitautoren) durchgeführt.
    • Burn 12.09.2019 22:23
      Highlight Highlight Sie haben ihre Resultate vor Bennecke an Nature Astronomy geschickt. Bennecke hat nun in einem weniger rennommierten Journal publiziert und kriegt keine mediale Aufmerksamkeit obwohl sie den Grossteil der Arbeit gemacht haben. Aber man kann auch sagen, sie waren schlicht zu langsam.
  • mEinsicht 12.09.2019 09:05
    Highlight Highlight Ein Lichtjahr = 9,4605 Billionen Kilometer. Gehen wir von einer optimalen und geschickt gewählten Bahn weg von unserem Sonnensystem aus und würden eine Geschwindigkeit von 250`000 km/h erreichen, benötigten wir ca. 4300 Jahre für ein Lichtjahr. Das mal 110 = ca. 473`000 Jahre um dorthin zu kommen. Let`s go!
    • Hans Jürg 13.09.2019 10:03
      Highlight Highlight Telefonieren ginge etwas schneller. Bis es klingelt, dauert es "nur" 110 Jahre und bis man mitgekommt, dass jemand abnimmt, nochmals 110 Jahre.

      Dumm nur, wenn ein Besetzt-Ton kommt oder niemand zu Hause ist. Hoffentlich geht dann wenigstens der Telefonbeantworter ran.
    • Frida Kahlo 13.09.2019 11:33
      Highlight Highlight Sie haben eine Nachricht auf ihrem Anrufbeantworter, die Nachricht lautet "Ja hallo, ich wollte nur mal sagen, Füchse sind gar keine Rudeltiere"
  • Nik G. 12.09.2019 08:08
    Highlight Highlight Der einzige Beweis, dass es im Weltraum noch anderes Leben gibt ist der, dass noch niemand versucht hat mit uns Kontakt aufzunehmen.
  • Ihre Dudeigkeit 12.09.2019 07:20
    Highlight Highlight Finde ich superspannend und bin mir sicher, dass es irgendwo in den unendlichen weiten des Alls irgendwo Leben hat. 110 Lichtjahre ist ja nicht grad ums Eck. 🤔 Da muss sich jemand Gedanken machen wie man ein paar km mehr aus den Antrieben rasu holen kann...
    • Fip 12.09.2019 08:29
      Highlight Highlight Wir können mit denen auch einfach alle hundert Jahre mal telefonieren, und uns derweil weiter um die Ausbeutung unseres eigenen Sonnensystems kümmern.
  • Til 12.09.2019 02:55
    Highlight Highlight Wir könnten Raumschiffe mit primitiven Lebensformen zu potentiell bewohnbaren Planeten schicken und so eventuell den Fortbestand oder die Weiterverbreitung des Lebens bewirken. Selber hinzureisen als Menschen halte ich für illusorisch und sinnlos.
    • EvilBetty 12.09.2019 07:03
      Highlight Highlight Und damit eventuell vorhandenes Leben (zer)stören. Wir sind nicht der Mittelpunkt des Universums.
    • TheBase 12.09.2019 08:06
      Highlight Highlight Illusorisch? Bis auf weiteres ja, völlig! Sinnlos? Nein, niemals!
  • sweeneytodd 11.09.2019 23:58
    Highlight Highlight Ich finde es immer interessant, dass man fremdes Leben anhand unseres Leben definiert. Womöglich wird fremdes Leben auf fremden Planeten eine grundlegend andere Lebensbasis habenn als wir, durchaus auch mit uns nicht bekannten Elementen.
    • Wolkenlos 12.09.2019 00:22
      Highlight Highlight Solche Möglichkeiten werden in der Wissenschaft durchaus auch thematisiert :)
      Mit unbekannten Elementen ist Aufgrund des Aufbaus von Atomen mit Elektronen, Protonen und Neutronen, deren verschiedene Kombinationen in dem Periodensystem durchexerziert sind, unwahrscheinlich.
    • quallbum 12.09.2019 00:24
      Highlight Highlight Auf der Erde ist zu beobachten, wie die Evolution immer wieder sich gleichende Lösungen für Probleme findet, und das auf komplett voneinander unabhängigen Entwicklungssträngen. Deshalb ist es nicht unwahrscheinlich, dass uns ausserirdische "Lösungen" vertraut vorkommen.
    • α Virginis 12.09.2019 03:12
      Highlight Highlight Sweeney, durchaus denkbar, dass der stoffwechsel der "aliens" komplett anders aufgebaut ist als die uns bekannten, aber dass das leben auf anderen Planeten exotischere formen annehmen wuerde als hier auf der Erde denke ich nicht. Denk nur mal and die Vielfalt auf unserem Planeten, da sind der Natur kaum Grenzen gesetzt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • bibaboo 11.09.2019 23:36
    Highlight Highlight Sollten die uns beobachten können, würden wir uns die nächsten 36 Jahre nicht gerade von unserer besten Seite zeigen.
    • tomtom1 11.09.2019 23:43
      Highlight Highlight Haben wir das denn die letzten 36 Jahre getan?
    • DJ77 11.09.2019 23:50
      Highlight Highlight Die würden das erst in 110 Jahren sehen was wir jetzt machen.
    • Rabbi Jussuf 12.09.2019 00:45
      Highlight Highlight bibaboo
      Sehr schön formuliert!
      In der Tat, da werden wir ein sehr verstörendes Bild abgeben - jedenfalls so wie wir das verstehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DrFreeze 11.09.2019 22:42
    Highlight Highlight Gut ist der Planet ausser Reichweite. Wir würden doch glatt hinfliegen und ihn ausbeuten und vergiften.
    • Adam Smith 12.09.2019 08:03
      Highlight Highlight Wenn es Öl dort hat, ist die USA schneller dort, als du "Ausbeutung" buchstabieren kannst ;)
  • sikki_nix 11.09.2019 22:16
    Highlight Highlight Das ist gleichzeitig aufregend und irgendwie frustrieren. 110 LJ sind das 10 hoch 15 km, das ist eine irrsinnige Strecke. mit dem derzeitigen Stand der Technik der bemannten Raumfahrt würde es also etwa 3 mio Jahre dauern um mal dort vorbeizuschauen.
    • Cisco 11.09.2019 22:31
      Highlight Highlight Ich denke auch, dass es relevantere Forschungsthemen gäbe.
    • illoOminated 11.09.2019 23:00
      Highlight Highlight @Cisco klar gibt's "relevantere" Forschungsgebiete - das macht dieses Gebiet aber in keinster Weise irrelevant.
      Zum einen können nicht alle am selben forschen, zum anderen bedingen die meisten Formen von Forschung eine ordentliche Menge Passion - und die kann man nicht einfach "erschaffen". Manche Menschen sind unglaublich fasziniert von Bakterien & Viren, andere von quantenmechanischen Vorgängen, wieder andere eben vom Weltall. Nur weil die einen uns allenfalls kurzfristig "mehr bringen" sollte man die anderen nicht davon abhalten ihrer Faszination nachzugehen.
    • DJ77 11.09.2019 23:54
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