Kunst
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04794812 A view of the art installation 'Thinking of You' in Pristina, Kosovo, 12 June 2015. Thousands of women's dresses and skirts are hanging on clotheslines across the pitch of the capital city's main soccer stadium as part of the installation by Kosovo-born British artist Alketa Xhafa-Mripa and the project's producer Anna Di Lellio that is dedicated to the survivors of sexual violence during the 1998-99 Kosovo War.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

5000 Kleidungsstücke an der Wäscheleine erinnern an die sexuellen Übergriffe während des Kosovo-Krieges. Bild: VALDRIN XHEMAJ/EPA/KEYSTONE

Vergewaltigungen im Kosovo-Krieg visualisiert: 5000 Kleider hängen an einer Wäscheleine im Stadion



Mit einer riesigen Installation wird seit Freitag in Pristina an die im Kosovo-Krieg missbrauchten Frauen erinnert. Die im Kosovo geborene Künstlerin Alketa Xhafa-Mripa spannte dazu in einem Stadion in der Hauptstadt Wäscheleinen auf, an denen sie 5000 Kleider hängte.

Kosovo artist Anisa Ismailji takes a picture with her mobile phone at an art installation of women dresses, named

Die Künstlerin Alketa Xhafa-Mripa im Stadion. Bild: HAZIR REKA/REUTERS

Die Kleidungsstücke sind Spenden von Frauen aus dem Kosovo und anderen Ländern. Auch die Ehefrau des früheren britischen Premierministers Tony Blair, Cherie Blair, stiftete ein Kleid.

«Tief bewegt»

Kosovos Präsidentin Atifete Jahjaga sagte bei der Eröffnung der Installation, sie sei «tief bewegt» von dem Anblick. Xhafa-Mripa erklärte, ihre Kunstaktion mit dem Titel «Ich denke an dich» ehre die durch sexuelle Übergriffe während des Kriegs getöteten Frauen sowie die überlebenden Opfer. 

epa04794811 A view of the art installation 'Thinking of You' in Pristina, Kosovo, 12 June 2015. Thousands of women's dresses and skirts are hanging on clotheslines across the pitch of the capital city's main soccer stadium as part of the installation by Kosovo-born British artist Alketa Xhafa-Mripa and the project's producer Anna Di Lellio that is dedicated to the survivors of sexual violence during the 1998-99 Kosovo War.  EPA/VALDRIN XHEMAJ

Bild: VALDRIN XHEMAJ/EPA/KEYSTONE

In den Balkan-Kriegen nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens Anfang der 90er Jahren wurden Schätzungen zufolge 20'000 bis 50'000 Frauen Opfer sexueller Gewalt.

Das Kosovo sagte sich in einem von 1998 bis 1999 dauernden Krieg von Serbien los und erklärte sich 2008 für unabhängig. Der sexuelle Missbrauch während des Krieges ist in dem Land noch immer ein Tabu. Viele Opfer schweigen, weil sie befürchten, von ihren Familien verstossen zu werden. (sda/afp)

Dresses and skirts are seen hanging inside a stadium, in an art exhibition titled

Bild: HAZIR REKA/REUTERS

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Banksy sprayt in Londoner U-Bahn: «Wenn du keine Maske trägst, kapierst du es nicht»

Der geheimnisvolle Streetart-Künstler Banksy hat in einer U-Bahn in London mit Ratten-Bildern für das Tragen von Masken in der Corona-Krise geworben.

Auf dem auf Instagram verbreiteten Video soll Banksy selbst zu sehen sein – mit Maske, weissem Schutzanzug, blauen Handschuhen und einer orangefarbenen Warnweste. Passagiere erkennen ihn nicht, weil sie ihn wohl für einen Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe halten. Das Video wurde bis Dienstagabend mehr als 1.7 Millionen Mal angeklickt.

Das Motiv wirbt …

Artikel lesen
Link zum Artikel