FC Basel
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Marcel Koller, Cheftrainer des FC Basel 1893, spricht an einer Pressekonferenz am Tag vor dem ersten Spiel der neuen Saison, im Stadion St. Jakob-Park in Basel am Donnerstag, 18. Juli 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Marcel Koller und der FCB stehen in der Pflicht. Aber nicht nur der FC Basel. Bild: KEYSTONE

Aufgalopp in die CL-Quali – warum die Schweiz einen starken FCB braucht

Die Schwächephase des FC Basel der letzten beiden Jahre mag den nationalen Fussball belebt haben. Doch ein Dilemma bleibt: International ist die Schweiz auf einen starken FCB noch immer angewiesen.



Als die Young Boys am 28. April 2018 ihren ersten Meistertitel nach 32 Jahren feierten, freute sich fast die ganze Schweiz mit den Bernern. Bei vielen war die Freude allerdings weniger einer grossen Sympathie für YB geschuldet als einem Anti-FCB-Effekt. Nach acht Meisterschaften in Folge wurden die Basler endlich entthront.

Doch so sehr die jahrelange Dominanz des FC Basel in der Super League für Langeweile und bei manchem Fussballfan zu einer Abwehrhaltung gegenüber dem Liga-Dominatoren führte, so wichtig war der FCB für den hiesigen Fussball auf europäischer Ebene.

Die Teams kommen ins Stadion vor dem Super League Spiel zwischen BSC Young Boys Bern und Servette FC am Sonntag, 21. Juli 2019 im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Als die Young Boys am 28. April 2018 ihren ersten Meistertitel nach 32 Jahren feierten, freute sich fast die ganze Schweiz mit den Bernern. Bild: KEYSTONE

Denn Basel ist seit Jahren wichtigster Punktelieferant in Sachen UEFA-Ranking – der Rangliste, die darüber bestimmt, wie viele Plätze eine Liga in Europacup-Wettbewerben erhält. Dabei berücksichtigt die UEFA das Abschneiden sämtlicher Klubs einer Liga in europäischen Wettbewerben der vergangenen fünf Jahre.

Linz im Erfolgsfall nächster Gegner des FCB

Falls der FC Basel die zweite Qualifikationsrunde zur Champions League gegen den PSV Eindhoven (23./30. Juli) übersteht, würde als nächster Gegner der Linz warten.

Der österreichische Meisterschafts-Zweite der vergangenen Saison wurde in der 3. Qualifikationsrunde als Gegner des Siegers im heute beginnenden Duell zwischen Basel und Eindhoven ausgelost. Übersteht der FCB die zweite Qualifikationsrunde, steht das Team von Marcel Koller unabhängig vom Ausgang der beiden Spiele gegen Linz im schlechtesten Fall sicher in der Gruppenphase der Europa League. (sda)

Und genau hier beginnt das FCB-Dilemma: Basels abnehmende Dominanz in der Super League ging mit einem Status-Verlust auf Europacup-Ebene einher. Nur 2017/18, mit dem Vorstoss in die Achtelfinals der Champions League gegen Manchester City, konnte der FC Basel im Europacup den hohen Ansprüchen gerecht werden.

Nur noch vier Klubs in Europa

Wie wichtig ein starkes Basel für die Schweiz im europäischen Fussballgeschäft wäre, machte die letzte Spielzeit klar. Die Patzer des Schweizer Serienmeisters in der Qualifikation zur Königsklasse gegen PAOK Saloniki aus Griechenland und darauf in der Europa-League-Qualifikation gegen die Zyprioten von Apollon Limassol vermochte Meister YB ebenso wenig zu kompensieren wie Luzern, St. Gallen oder der FC Zürich – der immerhin die K.o.-Phase der Europa League erreichte. Das Problem des FCB wurde so zum Problem der Liga, die im UEFA-Ranking von Rang 12 auf Position 17 zurückfiel.

Ein Scharte, deren Auswirkungen erst ab der Europacup-Saison 2020/21 für alle spürbar werden. Nur noch vier statt fünf Teilnehmer am internationalen Millionengeschäft wird die Super League in der nächsten Saison stellen können, zudem werden die Wege in die lukrativen Gruppenphasen für die Schweizer Klubs weiter und steiniger.

Der Cupsieger wird zwei Qualifikationsrunden überstehen müssen, um sich seinen Platz in der Europa League zu verdienen, bisher war er direkt in der Gruppenphase. Noch happiger wird der Weg in die Champions League. Nur noch der Schweizer Meister erhält die Möglichkeit, am grossen Honigtopf des europäischen Fussballs teilzunehmen – muss dafür aber neu drei Qualifikationsrunden statt eine überstehen. (ohe/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Score 23.07.2019 22:27
    Highlight Highlight Ich weiss ich mach mich wohl unbeliebt aber ich begrüsse es sehr dass der FCB kaum mehr Punkte holt und wir so abgesackt sind. Denn die Unglaubliche Dominanz des FCB war stark damit verknüpft dass sie als Meister direkt für die CL Gruppenphase qualifiziert waren. Das war eine Art selbstläufer, denn schon nur die Prämie für die Gruppenphase war höher als das gesamte Budget aller NLA Teams (ausser YB). Jetzt besteht die Chance auf eine angleichung. Basel wird immer noch obenausschwingen mit YB, aber nicht mehr so krass wie bisher. Ich finde das gut!
  • Smile1nce 23.07.2019 10:07
    Highlight Highlight Also grundsätzlich finde ich es gut, dass nicht mehr 5 Teams europäisch spielen, aber; Die Königsklasse ist nur noch eine deutsch-englisch-italienisch-spanische Meisterschaft, da die hälfte von dort ist und sogar noch weitere Teams aus den Ländern sich qualifizieren können, ist ein spanisch oder englisches Viertelfinal möglich. Für mich ist das nicht europäisch sondern eine "Best of.. Liga".. Schade!
    • Herr Ole 23.07.2019 10:54
      Highlight Highlight Das stimmt nicht ganz. Je 4 Mannschaften aus diesen Ländern sind direkt in der Gruppenphase, aber keines in der Quali. Die einzige Möglichkeit, mehr als 4 Mannschaften zu haben, wäre, wenn eine Mannschaft die CL oder EL gewinnt, aber nicht unter den ersten 4 ist.
    • Smile1nce 23.07.2019 11:42
      Highlight Highlight Ja sorry, ein spanisch - englisches Viertelfinal. Nicht oder. :)
  • Bullet-Tooth-Joni 23.07.2019 08:02
    Highlight Highlight Nur lag das nicht am biederen letzten Basler Jahr sondern vor allem am Wegfall einer starken CH-Saison in der 5 Jahres Wertung.

    Basel, YB oder der FCZ alleine reicht eben genau nicht um genügen Punkt ezu holen, das müssten schon immer mind. 3 Clubs sein die dann effektiv in den Gruppenphasen auch ein paar Punkte machen.
  • ElCapitano 23.07.2019 07:05
    Highlight Highlight So sehr ich mich als Schweizer über jeden Erfolg unserer Mannschaften freue, so muss ich auch sagen, dass 5 Teams aus der Schweiz schlichtweg zu viel sind. Momentan qualifiziert sich die Hälfte aller Teams aus der Superleague für Europa. In welcher anderen Liga sieht man dies noch? Anders gesagt gab es letzte Saison diverse Teams, welche bis kurz vor Schluss in unserer bescheidenen Liga gegen den Abstieg spielten und nun europäisch sind.. dies ist doch nicht logisch? Ausserdem haben ausser YB und Basel pro Jahr sowieso nur noch 2 Teams eine realistische Chance sich für Europa zu qualifizieren.
    • Switch_on 23.07.2019 08:54
      Highlight Highlight Ich gebe dir da völlig recht.
      Aber meiner Meinung nach ist dies ein Grund, die Liga endlich aufzustocken.

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