MH17
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Abschuss von Flug MH17: Ermittler belasten Russland schwer



FILE - In this July 17, 2014. file photo, people walk amongst the debris at the crash site of MH17 passenger plane near the village of Grabovo, Ukraine, that left 298 people killed. An international team of investigators piecing together a criminal case in the July 2014 shooting down Malaysia Airlines Flight 17 over eastern Ukraine said Thursday Nov. 14, 2019, that evidence suggests links between Russia and rebels in the region were closer than previously believed.(AP Photo/Dmitry Lovetsky, File)

In den Trümmern der MH17. Bild: AP

Im Fall der abgeschossenen malaysischen Passagiermaschine MH17 haben Ermittler in den Niederlanden neue schwere Vorwürfe gegen Russland erhoben.

Die Verbindungen zwischen der Führung der Separatisten und Russland seien enger als bisher bekannt, sagte Ermittler Andy Kraag vom internationalen Untersuchungsteam JIT in einer Videobotschaft.

Das JIT veröffentlichte am Donnerstag Telefonmitschnitte, auf denen unter anderem Wladislaw Surkow, ein enger Berater des russische Präsidenten Wladimir Putin, zu hören sein soll. Nach Darstellung von Kraag gingen die Kontakte deutlich über militärische Hilfe hinaus.

Die nun veröffentlichten Mitschnitte sollen beweisen, dass die Separatisten direkten Kontakt zu russischen Regierungsbeamten hatten. Das wäre eine Sensation, weil Russland vehement bestreitet, die Separatisten militärisch zu unterstützen oder sie zu steuern.

Der Unglücksflug #MH17 – eine Chronik

So sollen der selbst ernannte frühere Regierungschef der Rebellen in der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, Alexander Borodaj, und dessen so bezeichneter damaliger Verteidigungsminister Igor Girkin (genannt Strelkow) Kontakt mit Surkow gehabt haben. Alle Verdächtigen sind in Russland.

Zeugenaufruf

Kraag rief Zeugen mit Blick auf die Mitschnitte auf, sich bei den Ermittlern zu melden. Herausfinden wollen die Ermittler demnach, von wem genau die Rebellen kontrolliert und kommandiert wurden. Der Vorwurf, dass dies von der Machtzentrale in Moskau aus geschieht, steht seit langem unbewiesen im Raum. Russland bestreitet vehement, etwas mit dem Abschuss der MH17 am 17. Juli 2014 zu tun zu haben. Damals starben alle 298 Menschen an Bord.

Im Juni hatte die Untersuchungskommission in den Niederlanden die Namen von vier Verdächtigen genannt, die für den Abschuss verantwortlich sein sollen. Zugleich hatte sie weitere Ermittlungen angekündigt.

Internationale Dimension

Bisherigen Erkenntnissen zufolge wurde das Flugzeug auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur von Separatisten im Kriegsgebiet Donbass im Osten der Ukraine abgeschossen. Sie sollen mit einem russischen Luftabwehrsystem Buk eine Rakete auf die Maschine abgefeuert haben.

Damit erhielt der blutige Konflikt zwischen ukrainischen Regierungstruppen und den aus Russland unterstützten Separatisten erstmals eine internationale Dimension. Bei dem Konflikt starben nach Uno-Schätzungen bisher rund 13'000 Menschen.

Die EU sicherte ihre Unterstützung zu, für die Opfer und ihre Hinterbliebenen Gerechtigkeit herzustellen. Zugleich hatte sie Russland dazu aufgefordert, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. In den Niederlanden soll im März 2020 der Prozess gegen die vier Verdächtigen beginnen. Allerdings will Russland die Männer nicht ausliefern. (aeg/sda/dpa)

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24
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24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rolf Meyer 14.11.2019 23:44
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass Tonaufnahmen gefälscht werden können und deshalb durch Russland nicht als Beweise anerkannt werden. Das ist grundsätzlich ein Problem, dass mittlerweile alles gefälscht und somit nichts mehr bewiesen werden kann.
    • Ueli der Knecht 15.11.2019 16:23
      Highlight Highlight Es ist wie mit der Kunst:

      Vorallem wenn die Provenienz ungeklärt ist, ist die Wahrscheinlichkeit einer Fälschung praktisch 100%.

      Voralem wenn man dazu noch bedenkt, dass solche militärische Kommunikation in der Regel auf abhörsicheren, verschlüsselten Kanälen stattfindet.
  • Ueli der Knecht 14.11.2019 23:24
    Highlight Highlight "Die nun veröffentlichten Mitschnitte sollen beweisen, dass die Separatisten direkten Kontakt zu russischen Regierungsbeamten hatten. Das wäre eine Sensation, weil Russland vehement bestreitet, die Separatisten militärisch zu unterstützen oder sie zu steuern."

    Das ist ziemlich verwirrend und widersprüchlich.

    Würden die Russen die Seperatisten unterstützen, dann sicher auch mit abhörsicheren Kommunikationsgeräten. Das ist militärischer Standard.

    Wie konnten solche militärischen/abhörsichere Gespräche mitgeschnitten werden?

    Wie stellten die Ermittler die Authentizität der Mitschnitte sicher?
  • Hipster mit Leggins 14.11.2019 18:50
    Highlight Highlight Solche Berichte bringen doch nichts. Morgen wird aus russischer Quelle eine andere Version durch den Medienzirkus geschickt. Wer sich nicht ernsthaft mit der Sacher auseinandersetzt, weiss nicht mehr was er glauben soll. Wer hofft, Putin werde sich je entschuldigen, hat sich aber geschnitten. Dann müsste er zugeben: "Ich habe Truppen und modernste Waffensysteme in ein Nachbarland geschickt, um dort einen "Bürgerkrieg" zu organisieren. Ziel der langjährigen Aggressions- und Verunsicherungsstrategie ist es, die Krim und den Donbass auf ewig heim zu Mütterchen Russland zu holen..." Träumt weiter.
  • DemonCore 14.11.2019 17:07
    Highlight Highlight Russland hat eine lange Tradition im Abschiessen von zivilen Passagiermaschinen und dann anderen die Schuld in die Schuhe schieben.

    KAL 007
    KAL 902
    MH 17
  • Triple A 14.11.2019 16:14
    Highlight Highlight Böses, böses Russland! - und keiner tut was! Feige, einfach feige, anders genannt Staatsraison und Wirtschaftsinteressen!
  • just sayin' 14.11.2019 15:43
    Highlight Highlight erstaunt das nun wirklich jemanden?
    • The Destiny // Team Telegram 14.11.2019 17:48
      Highlight Highlight Diese Aussage der JIT oder dass es Russland gewesen sein soll?
    • Meierli 15.11.2019 02:01
      Highlight Highlight Nein. Nicht einmal in der Ukraine oder Russland stehen modernste Luftabwehrsysteme, Panzerabwehrraketen, Panzer, Mehrfachraketenwerfer, Artillerie und sonstiges Militärgerät einfach so in irgendwelchen Lagerhäusern und warten darauf von "Aufständischen" übernommen zu werden. Ganz abgesehen vom Nachschub an Munition. Aber Putins Trolle und Propaganda wirken bis in die Schweiz..
  • ChrigeL_95 14.11.2019 15:26
    Highlight Highlight Warum sind die Verursacher nicht in der Lage sich einfach mal bei den Opfern zu entschuldigen?
    • Ichiban 14.11.2019 15:37
      Highlight Highlight ...weil sie nicht die verursacher sein wollen.
    • ingmarbergman 14.11.2019 16:51
      Highlight Highlight Es wirft auch Niemand Putin vor, dass sie das machen wollten. Ich bin überzeugt, dass im Russischen Generalstab die Hölle los war, als sie merkten was passiert ist.
      Was die Opfer erwarten ist, dass Russland hinsteht und sagt „Wir haben Scheisse gebaut. Wir haben Rebellen Waffen geliefert und diese haben damit ein ziviles Flugzeug abgeschossen, weil sie Dilettanten sind.“
  • Hr. Döpfel 14.11.2019 14:49
    Highlight Highlight Dann hat Putins Trollfabrik jetzt grad wieder Sonderschichten. Bin gespannt auf die ersten Kommentare hier.
    • RETO1 14.11.2019 15:00
      Highlight Highlight Fünf waren schon hier
    • Basti Spiesser 14.11.2019 15:50
      Highlight Highlight Aber sie blitzen nur, wahrscheinlich sind sie schüchtern geworden.
    • Hr. Döpfel 14.11.2019 18:44
      Highlight Highlight @Repplyfire: Das klingt tatsächlich auch noch plausibel :-)
      (Habs übersetzt...)
  • Lowend 14.11.2019 14:24
    Highlight Highlight Fakten bringen nichts, so lange Putins Desinformation an ihren 50 Versionen der kremelschen Wahrheit festhält.

    Darum, lassen wir die Märchenstunde beginnen...
    • Dong 14.11.2019 17:09
      Highlight Highlight @Lowend: Das JIT besteht doch nur aus NATO + Malaysia, und der Premier von Malysia meint folgendes zum JIT:

      "From the very beginning it became a political issue on how to accuse Russia of wrongdoing,"

      https://www.bbc.com/news/world-europe-48702115

      Und als ob die NATO-Länder noch nie gelogen hätten ...
    • DasDing 14.11.2019 17:23
      Highlight Highlight Wieso werden leute, die quellen nennen, geblitzt? 😟
    • Ichiban 14.11.2019 17:46
      Highlight Highlight ... ok jetzt können wir starten, als ob russland noch nie gelogen hätte... man sollte hier schon das offensichtliche im auge behalten dong.
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