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epa04066085 Former Congolese rebel leader Bosco Ntaganda  appears in the International Criminal Court in The Hague, Netherlands 10 February 2014.  He is accused of committing war crimes in the eastern Democratic Republic of Congo ten years ago. Judges are to decide if there is enough evidence to try him.  EPA/TOUSSAINT KLUITERS

Bild: EPA/ANP

Mindestens 800 Menschen getötet

Weltstrafgericht beschliesst Prozess gegen «Terminator» des Kongo



Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat die Anklage gegen den ehemaligen kongolesischen Rebellenchef Bosco Ntaganda bestätigt und damit den Weg für einen Prozess frei gemacht.

Der 40-Jährige mit dem Beinamen «Terminator» muss sich unter anderem für Mord, Vergewaltigung und den Einsatz von Kindersoldaten verantworten, entschieden die Richter am Montag in Den Haag. Die von der Anklage vorgelegten Beweise für Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in 18 Punkten reichen nach Auffassung der Richter für einen Prozess aus.

Im Februar hatte die Anklage rund 69'000 Seiten Beweismaterial vorgelegt. «Bosco Ntaganda war ein berüchtigter Kommandant und verantwortlich für eine Kampagne von Gewalt und Terror», hatte Chefanklägerin Fatou Bensouda erklärt. Ntganda hatte sich 2013 dem Gericht freiwillig gestellt, er beteuert seine Unschuld. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.

Der Kommandant der Rebellengruppe «Patriotische Kräfte für die Befreiung des Kongos» soll nach Darstellung der Anklage für Angriffe auf Dörfer im Norden des Landes von 2002 bis 2003 verantwortlich. Dabei seien mindestens 800 Frauen, Männer und Kinder getötet worden. (viw/sda)

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