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Beim Geheimdienst in Grossbritannien ist man offenbar nervös.
Beim Geheimdienst in Grossbritannien ist man offenbar nervös.
Bild: EPA

Russland und China haben angeblich Snowden-Dokumente geknackt – doch es bestehen Zweifel

14.06.2015, 03:5314.06.2015, 17:09

Russland und China haben sich nach Medienberichten aus Grossbritannien Einsicht in die Geheimdienstdokumente verschafft, die der Enthüller Edward Snowden entwendete. Angeblich sind als Reaktion darauf sogar britische Agenten abgezogen worden.

Mechanismen zum Schutz der Daten seien von den beiden Ländern umgangen worden, berichtete die britische The Sunday Times in der Nacht auf Sonntag. Das Knacken der Daten habe den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 dazu gezwungen, Agenten aus laufenden Einsätzen in «feindlichen Ländern» abzuziehen. 

Snowden-Vertraute wie der US-Journalist Glen Greenwald zeigten sich allerdings äusserst skeptisch angesichts der «Enthüllungen».

Ryan Gallagher, der wie Greenwald für das Online-Medium The Intercept schreibt und nach eigenen Angaben die Snowden-Dokumente eingesehen hat, schloss sich Greenwalds Kritik an. In einem Blogbeitrag stellt er zudem unbequeme Fragen.

Agenten soll es gut gehen 

«The Sundy Times» berief sich auf Mitarbeiter des Büros von Premierminister David Cameron, des Innenministeriums und der Geheimdienste. Eine offizielle Stellungnahme war nicht zu erhalten.

Die Snowden-Dokumente geben immer neue Informationen preis. 
Die Snowden-Dokumente geben immer neue Informationen preis. 
Bild: BOBBY YIP/REUTERS

Eine Quelle in der Downing Street, dem Sitz des britischen Premierministers, sagte dem britischen Rundfunk BBC, Russland und China seien im Besitz von Informationen, die zum Abzug der Agenten führten. Es gebe keine Hinweise darauf, dass einem von ihnen etwas geschehen sei.

Seit zwei Jahren werden immer neue Informationen über die weltweiten Überwachungsaktivitäten des US-Geheimdienstes NSA und seines britischen Verbündeten GCHQ bekannt. Grund: Der Ex-NSA-Mitarbeiter Snowden hat unzählige Dokumente darüber an sich gebracht und diese an Journalisten übergeben. (feb/sda/dpa/reu)

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