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Italienische UniCredit 2016 mit Verlust von 11,8 Milliarden Euro

30.01.2017, 18:32

Die kriselnde italienische Grossbank UniCredit erwartet für 2016 einen Verlust von rund 11.8 Milliarden Euro. Schuld seien negative Einmaleffekte, teilte die Mutter der Münchner HypoVereinsbank (HVB) am Montagabend mit. Ohne diese hätten unter dem Strich schwarze Zahlen gestanden.

Zwar seien eine Reihe der Effekte bereits Mitte Dezember bekanntgegeben worden. Es sei allerdings jetzt eine Milliarde Euro hinzugekommen.

UniCredit hatte zuvor angekündigt, im laufenden Jahr eine Sonderdividende von drei Milliarden Euro aus München abzuziehen. Dazu kommt noch der Gewinn aus dem vergangenen Jahr, der im Juni ebenfalls voll an die Mailänder Mutter ausgeschüttet wird, wie diese bestätigte.

Die deutschen Aufsichtsbehörden sehen mit Sorge, dass die HVB durch den Mittelabfluss geschwächt wird, wie ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters sagte. UniCredit versuchte die Sorgen zu zerstreuen: «Die starke Kapital- und Liquiditätsausstattung der HypoVereinsbank wird auch nach dieser Zahlung erhalten bleiben», hiess es.

Druck der EZB

Parallel dazu erhöht die Europäische Zentralbank (EZB) den Druck auf die grösste italienische Bank, die derzeit an einer 13 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung arbeitet. Bis Ende Februar muss UniCredit einen Plan für den Abbau fauler Kredite vorlegen.

Die Kapitalquote der Bank ist wegen hoher Abschreibungen Ende 2016 auf rund acht Prozent gefallen. Damit unterschreitet das Institut die Kapitalvorgaben (SREP-Quote) der EZB um etwa zwei Prozentpunkte, was die Aufsicht aber zeitweise akzeptieren will.

UniCredit leidet seit Jahren unter der Wirtschaftsflaute in Italien. Der neue Vorstandschef Jean Pierre Mustier will mit der grössten Kapitalerhöhung in der Wirtschaftsgeschichte des Landes die Löcher in der Bilanz stopfen und den Abbau fauler Kredite finanzieren - eine Herkulesaufgabe. (sda/reu)

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