USA
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FILE- In this Feb. 1, 2017, file photo, National Security Adviser Michael Flynn speaks during the daily news briefing at the White House, in Washington. Flynn resigned as President Donald Trump's national security adviser Monday, Feb. 13, 2017. (AP Photo/Carolyn Kaster, File)

Der Ex-General Michael Flynn verlässt das Weisse Haus. Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Trumps Sicherheitsberater Flynn tritt wegen Russlandkonflikt zurück



Der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Ex-General Michael Flynn, ist zurückgetreten. Das bestätigte das Weisse Haus in der Nacht auf Dienstag.

Grund für den Rücktritt sind umstrittene Russland-Kontakte. Flynn habe eingeräumt, dass er Vizepräsident Mike Pence irrtümlich unvollständig über ein Telefonat mit dem russischen Botschafter vor Antritt der neuen US-Regierung informiert habe.

Ex-General Keith Kellogg werde vorläufig seine Aufgaben übernehmen. Der 72-jährige Vietnam-Veteran hatte Trump im Wahlkampf in Sicherheitsbelangen beraten.

Das Gespräch mit dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Iwanowitsch Kisljak, das Flynn Ende Dezember geführt hatte, steht im Zentrum der Affäre.

FILE- In this file photo taken on Thursday, Dec. 10, 2015, Russian President Vladimir Putin, center right, with retired U.S. Lt. Gen. Michael T. Flynn, center left, and Serbian filmmaker Emir Kusturica, obscured second right, attend an exhibition marking the 10th anniversary of RT (Russia Today) 24-hour English-language TV news channel in Moscow, Russia. Flynn is widely reported Thursday Nov. 17, 2016, to be a potential contender to become national security advisor to U.S. president elect Donald Trump, although his appointment may be controversial. (Mikhail Klimentyev/Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP, file)

Michael Flynn in Russland. Bild: AP/POOL SPUTNIK KREMLIN

Laut Medienberichten soll er dabei auch über die US-Sanktionen gegen Russland gesprochen haben. Die damalige Justizministerin Sally Yates sei zu dem Schluss gekommen, dass sich Flynn dabei möglicherweise erpressbar gemacht habe.

Keine Erinnerung

Flynns Gespräch mit dem Botschafter war bereits vor einigen Wochen bekannt geworden; Er hatte das Gespräch zunächst bestätigt, aber bestritten, dass es darin um die Sanktionen gegangen sei, die der scheidende Präsident Barack Obama als Reaktion auf die russischen Hackerangriffe im US-Wahlkampf verhängt hatte.

Auch Trumps Sprecher Sean Spicer sagte, bei den Gesprächen sei es nicht um die Sanktionen gegangen. Diese Aussage wurde später zudem von Vize-Präsident Pence wiederholt.

Am Donnerstag hatte dann allerdings ein Sprecher Flynns der Zeitung «Washington Post» mitgeteilt, dieser habe «keine Erinnerung an eine Diskussion über Sanktionen», könne aber auch nicht sicher ausschliessen, dass das Thema nicht angeschnitten wurde.

Später stellte sich unter Berufung auf ehemalige und aktuelle Regierungsvertreter heraus, dass es in dem Gespräch sehr wohl um die Sanktionen gegangen sei.

Ein Monat im Amt

In seinem Rücktrittsgesuch spricht Flynn nun davon, er habe unabsichtlich die Unwahrheit gesagt. Er habe seine gesamte Karriere aufs Äusserste auf Ehrenhaftigkeit und Aufrichtigkeit Wert gelegt.

«Da ich nun einmal mehr davon zurücktrete, meinem Land in der gegenwärtigen Position zu dienen, möchte ich Präsident (Donald) Trump für seine persönliche Loyalität danken, und für die Freundschaft derer, für die ich gearbeitet habe - während des harten Wahlkampfs, der Herausforderung der Übergangszeit und während der ersten Tage seiner Präsidentschaft», schrieb Flynn.

Der frühere Chef des Militär-Geheimdienstes DIA spielte eine bedeutende Rolle während des Wahlkampfes. Bei Kundgebungen hielt Flynn oft die Einführungsrede, bevor Trump auf die Bühne kam. Trump ist noch keine vier Wochen im Amt.

Russland-Beziehungen verbessern

Der Präsident hatte sich zuletzt auffällig still zu Flynn verhalten und ihn nicht öffentlich verteidigt. Als sein Berater Stephen Miller am Sonntag gefragt wurde, ob Flynn noch das Vertrauen Trumps geniesse, wollte auch er keine Antwort geben.

Flynn trat wiederholt dafür ein, die Beziehungen mit Russland zu verbessern und gemeinsam die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu bekämpfen. Trump hatte ihn im Februar 2016 zu seinem Berater für Sicherheitsfragen gemacht. Er entwickelte sich zu einem der loyalsten Köpfe.

Schon während des Wahlkampfes sorgten seine Verbindungen nach Russland für Irritationen. Ende 2015 hatte er an einem Jubiläum des staatlichen Senders RT (Russia Today) teilgenommen und sass dort neben Kremlchef Wladimir Putin.

An der Person Flynns entzündete sich von Beginn an Kritik. Grund waren seine politisch oft extremen Positionen, auch und vor allem gegenüber dem Islam. (sda/dpa/reu/apf)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Beobachter24 14.02.2017 16:26
    Highlight Highlight Um Flynn ist es sehr schade.

    Er hatte eine klare Haltung und einen klaren Plan, wie mit dem IS zu verfahren ist.
    Er hatte sich auch (schon 2012!) über die sog. gemässigten Rebellen in Syrien geäussert - und sie alle als mehr oder minder schlimme Kopfabschneider bezeichnet.
    Er hatte die CIA kritisiert und die Entwicklung in Syrien vorausgesagt.

    Die grosse Masse der Schafe beklatscht seinen erzwungenen Abgang.
    Ich meine, da ist soeben einer der besten aus Trumps Mannschaft gegangen worden.
    Ein Punkt an die Truppe um McCain, Yates, Brennen Clapper, ... und wie sie alle heissen.
  • roger.schmid 14.02.2017 13:25
    Highlight Highlight nach Manafort bereits der zweite von trump's Mannen, der wegen der äusserst dubiosen Verbindungen zum Kreml abdanken muss.. nur eine Frage der Zeit, bis noch mehr Putinmauscheleien ans Tageslicht kommen und auch der "fascist, loofa-faced shit-gibbon" höchstpersönlich fällt.
    • batschki 15.02.2017 07:48
      Highlight Highlight Dann gab's auch noch einen C. Peng, der ebenfalls nach Moskaureisen aus dem Wahlkampfteam zurücktrat (Rosneft-Händel). Also mind. drei
  • aye 14.02.2017 11:33
    Highlight Highlight Was im Text noch fehlt: Das Problem ist nicht nur, dass Flynn die Öffentlichkeit und (angeblich) auch den Rest der Regierung angelogen hat.

    Es ist zusätzlich nämlich auch allen Amerikanern die nicht der Regierung angehören verboten diplomatische Verhandlungen zu führen. Flynn aber war damals noch nicht Teil der Regierung (noch nicht einmal nominiert).
    https://www.law.cornell.edu/uscode/text/18/953

    Und das wohl grösste Problem für Trump: Er wusste offenbar schon seit spätestens Januar davon, hat aber erst jetzt etwas unternommen, als die Geschichte auch in den Medien breit diskutiert wurde.
  • URSS 14.02.2017 11:25
    Highlight Highlight ... da waren es nur noch neun.
    Weg muss auch Darth Vader Bannon .
    Der hetzt seinen Ziehson Donald sonst in den 3.Weltkrieg .
    Bannon schwadroniert von Vor dem Krieg ist nach dem Krieg.Und nach dem Krieg landen wir wieder im den Doris Day und Rock Hudson Zeiten .
    Und dieser Darth Vader Bannon ist im Zentrum der Macht.
  • flyingdutch18 14.02.2017 11:07
    Highlight Highlight Flynn facts, eine Abart von alternative facts, gehören also der Vergangenheit an. Für Trump und Pence müsste es nun heissen: "What did you know, and when did you know it?", aber diese Fragen werden ihre republikanischen Vasallen im Kongress zu verhindern wissen.
  • Butzdi 14.02.2017 09:27
    Highlight Highlight Gut, ein Hetzer ist schon mal weg. Das ist aber hoffentlich nicht das Ende der Geschichte, somdern erst der Anfang. Erinnern wir uns wie Trump funktionert und es ist klar, dass Flynn diesen Anruf nicht von sich aus machte. Er wurde instruiert, dies zu tun. Er wurde instruiert, den Russen mitzuteilen, dass Trump die Sanktionen aufheben werde. Das verletzt den Logan act und jeder der damit zu tun hatte muss weg.
    Auch die Aktionen im Mar-a-Lago Resort vom Wochenende waren ein Hohn in Bezug auf innere Sicherheit. Jeder konnte zusehen. Das alleine war schon Clinton Servers und Emails hoch 10.
  • Fischra 14.02.2017 09:18
    Highlight Highlight Das Gruselkabinett verabschiedet sich langsam. 😎
  • maxi 14.02.2017 09:13
    Highlight Highlight 25tage und der erste wirft sie flynnte ins korn...
    • URSS 14.02.2017 11:26
      Highlight Highlight Haha... der war gut " die Flynnte ins Korn..."
  • Marco Rohr 14.02.2017 09:12
    Highlight Highlight Meine Theorie zu dieser Story: Flynn wurde von Trump und Pence - im Dezember, noch während der Amtszeit von Obama - mit dem Auftrag nach Moskau geschickt, Putin informell zu stecken, dass die Sanktionen bald aufgehoben werden, um die Wogen zu glätten. Das Ganze ist aufgeflogen, also musste ein Kopf rollen.
  • Triumvir 14.02.2017 08:35
    Highlight Highlight So, so, er hat also"unabsichtlich die Unwahrheit gesagt". Ja, ja das passiert doch jedem ständig...:-P Namentlich auch der gesamten aktuellen US-Regierung Ist doch eigentlich halb so schlimm. Wir leben schliesslich im postfaktischen Zeitalter resp. im Zeitalter der "alternativen News"...:-P
  • lilie 14.02.2017 07:53
    Highlight Highlight Der Typ ist ja nicht gerade das, was man einen Hoffnungsträger innerhalb der Trump-Regierung hätte nennen können. Er war genau auf der gleichen Wellenlänge wie der Rest. Daher ist der Verlust verschmerzbar.

    ABER: Er hatte zumindest den Anstand zurückzutreten, nachdem fragwürdige Details ans Tageslicht kamen.

    Einen Anstand, den z.B. Mr. Trump nie hatte und wohl auch nie haben wird.

    Meine Kristallkugel ist nun ziemlich sicher, dass sein Nachfolger genau der gleiche Quadratschädel sein wird mit mindestens so viel Dreck am Stecken oder mehr - aber ohne Anstand.

    Nein, besser wirds nicht... 😞
    • Asmodeus 14.02.2017 09:41
      Highlight Highlight Es ist niedlich wie Du glaubst, dass er von sich aus zurückgetreten ist.

      Bauernopfer nennt sich das.
  • jtk 14.02.2017 06:46
    Highlight Highlight Mol, stabili Sach diä Trump Regiärig...
  • InfinityLoop 14.02.2017 06:15
    Highlight Highlight So kanns weitergehen 👍🏼
  • Jokaero 14.02.2017 06:03
    Highlight Highlight Ich bin verwirrt. Seit wann spielen Fakten wieder eine Rolle?
    • Butzdi 14.02.2017 09:28
      Highlight Highlight Seitdem er sogenannter Präsident und nicht mehr im Wahlkampf ist.
    • R&B 14.02.2017 09:30
      Highlight Highlight 😂😂😂
  • walsi 14.02.2017 05:54
    Highlight Highlight Ich kann nicht beurteilen ob das Flynn tat richtig oder falsch war. Ich lerne aber aus dem Rücktritt und wie er zustande gekommen ist, jeder und jede in den USA wird von der NSA abgehört. Das macht mir viel mehr sorgen.
    • Steely Dan 14.02.2017 06:38
      Highlight Highlight Ach, die Putin Trolle sind schon zur Stelle, die sich nerven, wenn die Sache jetzt definitiv auffliegt.
    • Therealmonti 14.02.2017 06:39
      Highlight Highlight Klar doch, wird jeder und jede abgehört. Nicht nur in den USA. Aber warum soll Dir dies Sorgen machen. Es ist wirklich naiv zu glauben, dass NSA und andere die modernen Kommunikationsmittel nicht für ihre Zwecke (miss-)brauchen.
    • AdiB 14.02.2017 07:31
      Highlight Highlight Ja der walsi hat vergessen dass, das volk am 25 september 2016 ja zum ndg gesagt hat.
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