
In der Stadt Zürich gibt sich die Bevölkerung am Sonntag ein neues Parlament und eine neue Regierung.Bild: keystone/watson
Liveticker
Während auf nationaler Ebene über vier Vorlagen befunden wird, wird in der Stadt Zürich das grösste kommunale Parlament der Schweiz neu gewählt. Weiter geben sich die Zürcherinnen und Zürcher auch eine neue Regierung. Hier findest du am Sonntag alle Ergebnisse live.
08.03.2026, 20:5508.03.2026, 21:39
In der Stadt Zürich finden am Sonntag gleich drei Wahlen statt. Die Stimmbevölkerung wählt einen neuen Gemeinderat, Stadtrat und – weil Corine Mauch nach 15 Jahren abtritt – auch einen neuen Stadtpräsidenten. Hier findest du alle Informationen und Resultate dazu:
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Balthasar Glättli zieht in die Zürcher Stadtregierung ein und holt für die Grünen einen dritten Sitz. Er knöpft der FDP einen ihrer beiden Sitze ab. Die SP verteidigt ihre vier Sitze problemlos und die GLP behält ihren einzigen Sitz.
Die FDP ist damit nur noch mit dem Bisherigen Michael Baumer im Stadtrat vertreten, der 52'644 Stimmen erzielte. Përparim Avdili schaffte es nicht, den Sitz von Filippo Leutenegger zu verteidigen, der nicht mehr antrat. Mit 47'372 Stimmen landete Avdili hinter GLP-Stadtrat Andreas Hauri, der mit 51'187 Stimmen das schlechteste Resultat unter den Gewählten erzielte.
(Grafik: SRF)
Die Grünen verfügen neu dank Balthasar Glättlis Wahlerfolg (54'889 Stimmen) über drei Sitze. Die beiden Bisherigen Daniel Leupi (63'961 Stimmen) und Karin Rykart (58'450 Stimmen) schafften die Wiederwahl problemlos.
Das beste Resultate erzielte am Sonntag SP-Stadtrat Raphael Golta mit 70'478 Stimmen. Seine Partei- und neue Stadtratskollegin Céline Widmer landete mit 61'817 Stimmen auf dem dritten Platz, gefolgt von der bisherigen SP-Stadträtin Simone Brander (61'512 Stimmen). Den vierten Sitz der Sozialdemokraten verteidigte Tobias Langenegger mit 55'352 Stimmen. (sda)
Noch ist die Nachfolge von Zürichs SP-Stadtpräsidentin Corine Mauch offen:
Kronfavorit Raphael Golta hat am Sonntag das absolute Mehr zwar verpasst, doch
seine Wahl in der zweiten Runde am 10. Mai dürfte Formsache sein.
Raphael Golta zeigte sich am Sonntagabend «extrem glücklich» über sein Resultat. «Zürich wird einen Stadtpräsidenten erhalten, der auch zu den Menschen schaut, denen es nicht so gut geht», zeigte er sich gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA siegessicher.
Der amtierende SP-Stadtrat Raphael
Golta liess seine Konkurrenz deutlich hinter sich. Er erzielte 54'832 Stimmen, für das absolute Mehr von 57'562 Stimmen fehlten ihm 2730 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,5 Prozent.
Goltas grösster Konkurrent Përparim Avdili von der FDP erhielt 28'053, SVP-Kandidat Ueli Bamert 15'072 und GLP-Kandidatin Serap Kahriman 10'602 Stimmen. Weit zurück lagen mit 944 Stimmen Marcel Bühler (FL Züri) und Peter Vetsch (parteilos) mit 409 Stimmen. Auf Vereinzelte entfielen 5210 Stimmen.
Von den Kandidierenden des ersten Wahlgangs kann aber einzig Raphael Golta in der zweiten Runde antreten; alle übrigen schafften den Sprung in den Stadtrat nicht. Die anderen am Sonntag Gewählten, etwa FDP-Kollege Michael Baumer, dürften hingegen antreten. (sda)

Perparim Avdili gibt sich im Interview mit TeleZüri geknickt, aber auch kämpferisch. Er werde nicht Wunden lecken, sondern feiern:
Alle warten noch auf das Resultat aus den Stadtkreisen 1 und 2, die gemeinsam ausgezählt werden. Aller Voraussicht wird sich, weil es sich dabei um den kleinsten Wahlkreis handelt, nichts mehr verändern.
Der Gemeinderat ist ausgezählt:
Damit ist klar: Obwohl die Grünen Sitze verlieren, behält der linksgrüne Block aus Grünen, SP und AL ihre Mehrheit im Gemeinderat. Genau wie vor vier Jahren erreicht sie 63 von 125 Sitzen.
Vom Sieger zum Verlierer: Perparim Avdili sagt: «Mir war klar, dass das alles andere als ein Spaziergang wird. Das habe ich in den letzten Wochen sehr gemerkt, es schlug mir heftiger Gegenwind entgegen.»

Vor einem Jahr hat die FDP angekündigt, sie wolle von zwei auf drei Sitze, erklärt ein sichtlich zufriedener Balthasar Glättli im Interview mit TeleZüri.« Da habe ich mir gedacht, das können wir von den Grünen auch.»
Tatsächlich schaut es jetzt so aus, als würden die Grünen drei Sitze gewinnen, während die FDP mit einer vorlieb nehmen muss.
Nun sind auch die Resultate aus den Stadtkreisen 4 und 5 da. Raphael Golta holt die meisten Stimmen, alle anderen SP-Kandidierenden wären auch gewählt. Hier erzielt auch die AL-Kandidatin Tanja Maag einen Achtungserfolg; sie landet auf dem achten Platz.
Perparim Avdili fehlen mittlerweile 4000 Stimmen, um doch noch in den Stadtrat einzuziehen.
Für Përparim Avdili ist es ein bitterer Abend: Der Präsident der Stadtzürcher FDP wollte Stadtpräsident werden. Nach sieben von neun ausgezählten Wahlkreisen schafft er es jetzt aber nicht mal in den Stadtrat.
Gegenüber TeleZüri sagt Avdili: «Natürlich habe mir für mich ein anderes Resultat gewünscht» Das Resultat der FDP macht ihn aber stolz: «Es zeigt, dass die Partei in der Stadt Zürich verwurzelt ist und lebt», so Avdili.
Der Grünen-Stadtratskandidat und Zürcher Nationalrat Balthasar Glättli zeigt sich im Interview mit TeleZüri siegessicher und sehr emotional.
Nun sind sieben von neun Wahlkreise ausgezählt. Auch im Kreis 6 zeigt sich ein ähnliches Bild: Raphael Golta holt am meisten Stimmen, Përparim Avdili landet nur auf Platz 10.
Es sieht so aus, als würde es ein sehr bitterer Tag für die FDP. Man kann das auch personifizieren: Es ist ein bitterer Tag für Përparim Avdili. Zwar erreicht er Stand jetzt das absolute Mehr, da er aber nur auf Platz 10 liegt, würde er als überzählig aus dem Stadtrat ausscheiden.
Bis jetzt hat sich Avdili noch nicht geäussert. Bereits am frühen Nachmittag liess er verlauten, dass er aufgrund von Morddrohungen gegen ihn sich erst äussern wird, wenn das Resultat definitiv ist.
Der Stadtrat, der bis jetzt am meisten Stimmen auf sich vereinen konnte, zeigt sich im Interview mit TeleZüri glücklich. Wird er auch der nächste Stapi?
Vor vier Jahren musste Michael Baumer zittern, nun sieht es besser aus: «Es ist ein erfolgreicher Tag für mich, ich freue mich, dass die Leistung in meinem Departement wertgeschätzt wird», sagt der Industrie-Vorsteher im Interview mit TeleZüri.
Natürlich sei es bitter, dass sein Parteikollege Përparim Avdili aktuell überzählig ausscheiden würde.

Stand jetzt würden alle vier SP-Stadtrat-Kandidierenden gewählt und die Grünen würden einen dritten Sitz gewinnen. Dies auf Kosten der FDP, die einen Sitz verliert. Ein Riesenerfolg für die Linken, die neu sieben von neun Sitze inne hätte.

Rückschlag für Përparim Avdili (FDP): Auch in seinem eigenen Wahlkreis Altstetten wird er nicht gewählt. Dabei hatte Avdili Werbung gemacht mit dem Slogan: «Der nächste Stapi muss ein Altstetter sein».
Stattdessen holt auch im Kreis 9 Raphael Golta am meisten Stimmen. Auch die anderen SP-Kandidierenden sind bei den Altstettern hoch im Kurs, auch Balthasar Glättli (Grüne) würde gewählt.
In den Kreisen 7 und 8 macht die FDP vorwärts. Michael Baumer holt am meisten Stimmen und auch Përparim Avdili landet auf dem dritten Platz.
Die Grünen haben im Stadtrat Freude zum Jubeln. Balthasar Glättli wird nach vier ausgezählten Wahlkreisen in den Stadtrat einziehen. Weil die beiden bisherigen Grünen-Stadträte Daniel Leupi und Karin Rykart wiedergewählt werden, erobern die Grünen einen dritten Sitz.
Doppelt Freude hätte die Co-Präsidentin der Stadt Zürich, Anna-Béatrice Schmaltz. Sie würde, würde Glättli tatsächlich in den Stadtrat gewählt, für diesen in den Nationalrat nachrücken.
Im Kreis 11 hat die Mitte die Fünfprozent-Hürde erreicht. Damit verbleibt sie im Gemeinderat.
Es seien erst vier Wahlkreise ausgezählt, sagt Sonja Rueff-Frenkel., Kantonsrätin von der FDP gegenüber TeleZüri. Vor vier Jahren habe der letzte Wahlkreis noch den Ausschlag gegeben.
«Wenn wir unseren zweiten Sitz verlieren, ist das nicht nur schlecht für uns als FDP, sondern auch eine Katastrophe für die Stadt Zürich»

Raphale Golta (SP) hat bereits einen beträchtlichen Vorsprung auf seine Konkurrenten und Konkurrentinnen

Es zeigen sich grosse Unterschiede in der Stimmbeteiligung der einzelnen Stadtzürcher Wahlkreise. Im Kreis 12 sind knapp 37 Prozent der Menschen an die Urne gepilgert. Im Kreis 10 hingegen liegt sie bei rund 60 Prozent viel höher.
Jetzt sind auch die Resultate aus dem Kreis 10 hier. Auch in Wipkingen und Höngg würde Përparim Avdili nicht gewählt: Er landet hinter seinem Parteikollegen und bisherigen Stadtrat Michael Baumer auf dem 10. Platz.
Nach Auszählung von vier Stadtkreisen hat der SP-Mann Raphael Golta mehr als doppelt so viele Stimmen geholt wie sein Herausforderer aus der FDP Përparim Avdili.

Überraschend ist, dass die beiden neuen Kandidierenden der SP, Céline Widmer und Tobias Langenegger, bisherige Stadträte wie Michael Baumer hinter sich lassen können. Das war so nicht erwartet worden.
Stand jetzt würde Widmer das viertbeste Resultat erzielen.
Die SP würde es schaffen, ihre vier Sitze zu verteidigen. Die Wiederwahl würde auch der bisherige GLP-Stadtrat Andreas Hauri und FDP-Stadtrat Michael Baumer schaffen.
(her/sda)
Simone Brander (SP) wäre wiedergewählt. Die vielgescholtene Tiefbau-Vorsteherin, zeigt sich erleichtert, sagt aber: «Es sind erst drei Wahlkreise ausgezählt.»

Es führt Raphael Golta (SP). Alle Bisherigen wären aktuell gewählt. Weil Balthasar Glättli von den Grünen aktuell gewählt wäre, würde die FDP ihren zweiten Sitz verlieren. Das heisst auch: Avdili wäre nicht gewählt.

Die Stadtkreise 3, 11 und 12 sind ausgezählt. Das berichtet der Tages-Anzeiger. Demnach wären alle vier SP-Kandidierenden gewählt.
Avdili von der FDP würde hingegen die Wahl verpassen.
SP und SVP sind sich ja selten einig. Im Interview sagen Susanne Brunner (SVP) und Oliver Heimgartner (SP) jetzt aber unisono: Die hohe Stimmbeteiligung ist ein gutes Zeichen für die Demokratie.

Für Zürich sind immer noch keine Resultate publiziert. Technische Probleme lägen nicht vor, sagt die Stadt gegenüber TeleZüri. Für die Kandidierenden im Stadthaus heisst das: warten, warten, warten.
Im Winterthurer Quartier Mattenbach sind die Resultate für den Stadtrat bekannt. Kaspar Bopp von der SP liegt vorne, er kandidiert auch für das Stadtpräsidium.
Sechs Wahlkreise sind noch auszuzählen.

In Winterthur ist einer von sieben Stadtkreisen ausgezählt: Im Rennen ums Stadtpräsidium liegt Kandidat Kaspar Bopp (SP) derzeit vorne. Stefan Fritschi (FDP) hat das Nachsehen.
Bopp holte im Stadtkreis Mattenbach 1656 Stimmen, Fritschi nur 1241 Stimmen. Auch bei den Wahlen für den Stadtrat liegt Bopp derzeit auf Platz eins, gefolgt von Martina Blum (Grüne), Nicolas Galladé (SP) und Stefan Fritschi (FDP). Christa Meier (SP) liegt auf dem letzten Platz der Bisherigen, dürfte gemäss den Ergebnissen aus dem ersten Stadtkreis aber wiedergewählt werden.
Keine Chance für SVP-Kandidat
Erster Neuzugang im Stadtrat wäre, wenn sich die Ergebnisse nicht mehr drastisch ändern, Urs Glättli (GLP). Er holte 1386 Stimmen, sehr dicht gefolgt von Andreas Geering (Mitte) mit 1384 Stimmen. Auch er könnte es somit schaffen.
Keine Chance haben gemäss den ersten Ergebnissen Romana Heuberger (FDP), Franziska Kramer-Schwob (EVP) und Christian Hartmann (SVP). (sda)

Die Resultate lassen auf sich warten. Bei den nationalen Vorlagen sind einzelne Wahlkreise in der Stadt Zürich bei über 60 Prozent, heisst es auf TeleZüri. Am höchsten liegt sie im Kreis 6 mit 71,2 Prozent. Dementsprechend lange dauert die Auszählung.
Diese Zahlen beziehen sich auf die nationalen Abstimmungen. Es ist aber davon auszugehen, dass es eine so hohen nationale Mobilisierung auch auf die kommunalen Wahlen abfärben werde.

«Wir gehen schwer davon aus, dass Avdili den zweiten Sitz holt,» sagt Sonja Rueff-Frenkel, Kantonsrätin der FDP. «Avdili ist nervös.»
Anne-Béatrice Schmaltz, Präsidentin der Grünen Stadt Zürich lobt ihren Kandidaten Balthasar Glättli als «sehr verdient» und «sehr engagiert.»
Ruefff-Frenkel: «Ich zittere nicht, ich warte bloss». Avdili habe sie zu einem Spaziergang geraten.
Schmaltz hingegen sagt, sie sei zuversichtlich, dass sich die Stadt Zürich eine linke und nachhaltige Politik wünscht.

Zum gleichen Zeitpunkt vor vier Jahren lagen bereits erste Ergebnisse vor. Zum Tages-Anzeiger ist durchgesickert, dass die Stadt Zürich erste Resultate erst dann kommunizieren wird, wenn mehrere Wahlkreise ausgezählt sein werden.
Eine weitere mögliche Erklärung ist die hohe Stimmbeteiligung, die sich abzeichnet
SVP-Präsidentin Brunner: «Es kommt zu einer Entmischung der Gesellschaft. Das ist linke Traumtänzer-Politik, die dazu geführt habe, dass viele Bürgerliche schon weggezogen sind.»
SP-Heimgartner kontert: «Ihr von der SVP politisiert einfach an der Bevölkerung vorbei. Wenn ihr jeden Vorstoss für bezahlbaren Wohnraum ablehnt, müsst ihr euch nicht wundern, wenn die Wählerinnen und Wähler euch abstrafen.»

Der Präsident der Stadtzürcher SP, Oliver Heimgartner und die die Präsidentin der SVP, Susanne Brunner, äussern sich gegenüber TeleZüri.
«Wir haben eine eigene Kandidatur lanciert, weil Wahlen immer ein Wettbewerb sind. Ueli Bamert wäre ein guter Kandidat gewesen», sagt Brunner.
«Wir müsssen jedes Mal das Vertrauen aufs Neue gewinnen», sagt Heimgartner. Er erinnert daran, dass die Ausgangslage für die SP nicht einfach sei, weil es gleich zwei Vakanzen im Stadtrat gebe.

FDP-Shootingstar Përparim Avdili fehlt im Stadthaus. Weil er in den vergangenen Tagen Morddrohungen erhielt, hat sich Avdili dazu entschieden, sich erst nach offiziellem Schlussresultat zu äussern. Das berichtet der Tages-Anzeiger.
Der Gemeinderat, das Parlament der Stadt Zürich, ist im Moment hauchdünn in der Hand der linken Parteien. SP, Grüne und Alternative Liste kommen zusammen auf 63 Sitze. Der Gemeinderat hat 125 Sitze.
So sind die Parteienstärken im Rat:
Erste Hochrechnungen werden frühestens ab 15 Uhr erwartet.
Bei TeleZüri gibt Corine Mauch, seit 2009 Stapi der Stadt Zürich, ihr Abschiedsinterview.
«Ich freue mich darauf, in Zukunft wieder mehr Bass zu spielen in meiner Punkrockband», sagt die violett gekleidete Noch-Stadtpräsidentin Mauch gegenüber TeleZüri.
Auch wenn sie es entspannt nehmen könnte, fiebere sie heute trotzdem mit. «Wehmütig bin ich noch nicht», sagt Mauch.
«Zürich hat sich in den 17 Jahren meiner Amtszeit extrem verändert, ist enorm gewachsen. Wir haben bewiesen, dass Wachstum und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sein müssen». Dass Zürich für alle eine lebenswerte Stadt sei, erfülle sie mit Stolz.
Sie freue sich darauf, wieder mal spontan eine Wanderung unternehmen zu können, sagt Mauch.
Mit Filippo Leutenegger zieht sich der Silberrücken aus dem Stadtrat zurück.
«Es ist gut, dass es nach zwölf Jahren vorbei ist», sagt Filippo Leutenegger im Interview mit TeleZüri. «Im Kanton war ich oft in der Mehrheit und in der Stadt in der Minderheit, ich bin aber immer ein Anhänger der Konkordanz gewesen,» sagt der FDP-Politiker.
Stolz sei er darauf, frischen Wind und eine neue Kommunikation ins Schulwesen getragen zu haben. «Die Akzente muss man im eigenen Departement setzen», sagt Leutenegger.
«Die Stadt hat manchmal das Gefühl, sie sei ein Kanton für sich», sagt Leutenegger.

Thomas Matter, SVP-Nationalrat aus dem Kanton Zürich, regt sich darüber auf, dass die Sieger der SRG-Initiative jetzt zur Diskussion stellen, ob man die Rundfunkgebühren überhaupt reduziert werden: «Es wäre das Undemokratischste überhaupt, wenn man jetzt diese Reduzierung auf 300 Franken pro Jahr kippen würde», sagt Matter. Er stellt in Aussicht, in so einem Fall die Abstimmung wiederholen zu wollen.
Matter war zusammen mit Gregor Rutz Co-Präsident des Initiativ-Komitees der SRG-Initiative.

Der FDP-Politiker Përparim Avdili hat eine gut sichtbare, zuweilen auch provokative Kampagne gefahren, um Stapi zu werden. Allerdings ist alles andere als klar, ob es Avdili überhaupt in den Stadtrat schafft.
Weil mit Balthasar Glättli ein profilierter, national bekannter Politiker für die Grünen antritt, könnte die FDP einen ihrer zwei Stadtrat-Sitze verlieren. Damit würde Avdili leer ausgehen.
Umfragen prognostizieren ein Kopf- an-Kopf-Rennen zwischen Avdili und dem SP-Mann Tobias Langenegger.

Um 12 Uhr haben die letzten Wahllokale geschlossen. Jetzt wird ausgezählt.
Die ersten Resultate für Gemeinde- und Stadtrat werden in der Stadt Zürich ab 15 Uhr erwartet. Zwischenresultate und Hochrechnungen werden sicher schon früher bekannt gegeben.
Der Bauvorsteher der Stadt Zürich, André Odermatt, zieht sich zurück als Stadtrat. TeleZüri gibt er ein Abschiedsinterview:
Am stolzesten ist er auf seine Schulraum-Offensive, sagt André Odermatt. «Wir haben dabei die Kosten immer transparent gemacht und klar gemacht, wie viel eine qualitativ gute Schule kostet», sagt er gegenüber der Kritik des Schulhaus-Gigantismus.
Es beginne jetzt ein neuer Lebensabschnitt. «Danach schwinge ich auf den Velosattel», sagt Odermatt

Gregor Rutz, SVP-Nationalrat Kanton Zürich, hat an vorderster Front für die SRG-Initiative gekämpft. Dass sie jetzt, im Kanton Zürich deutlich, und auch gemäss nationalem Trend schweizweit abgelehnt wird, enttäuscht ihn nicht: «Es war wichtig, dass die Diskussion über die Höhe der SRG-Gebühren geführt wurde. »
Die Diskussion um die Medienabgaben und die Konzession sei damit noch längst nicht abgeschlossen, gibt sich Rutz kämpferisch.

Es sind erste Hochrechnungen bei den Nationalen Abstimmungen für den Kanton Zürich verfügbar.
Die SRG-Initiative wird mit 64 Prozent abgelehnt.
Die Individualbesteuerung wird mit 60.6 Prozent angenommen
Zum Klimafonds sagen über 69 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher Nein
Die Bargeldinitiative wird mit 59 Prozent abgelehnt, der Gegenentwurf wird hingegen mit über 73 Prozent dafür.
Das sind erst Hochrechnungen, keine Resultate.
Bereits bevor die Stimmzettel, die morgen noch abgegeben werden, ausgezählt sind, zeichnet sich ab: Die Stimmbeteiligung in der Stadt Zürich wird höher sein als vor vier Jahren. Bereits am Mittwoch hatten 46 Prozent der Wahlberechtigten ihr Couvert eingeschickt. Die Wahlbeteiligung bei den Stadtzürcher Wahlen 2022 lag bei 43 Prozent.
Allerdings: Bei den eingegangen Couverts ist nicht klar, ob die Menschen auch tatsächlich an den Kommunalen Wahlen teilgenommen haben oder nur an den nationalen Abstimmungen. Gesamtschweizerisch wird über vier Vorlagen abgestimmt. Gerade bei der SRG-Initiative (auch bekannt als Halbierungsinitiative) wird erwartet, dass sie besonders viele Städterinnen und Städter mobilisiert.
Nach 17 Jahren ist Schluss: Corinne Mauch tritt (SP) als Präsidentin der Stadt Zürich zurück. Um ihre Nachfolge balgen sich vier Parteien. Die SP will das Präsidium mit Raphael Golta (SP) verteidigen, bisheriger Vorsteher des Sozialdepartements. Die FDP schickt Përparim Avdili ins Rennen, die SVP Ueli Bamert. Für die GLP will Serap Kahriman das Stadtpräsidium erobern.
Klar die besten Chancen hat gemäss Umfragen SP-Mann Golta. Er wäre der vierte SP-Stapi in Serie. Der letzte Stadtpräsident ohne SP-Parteibuch war Thomas Wagner (FDP), der die Stadt Zürich von 1982 bis 1990 regierte.
Zusammen mit dem Gemeinderat wählt die Stadt Zürich auch den Stadtrat neu. Der Stadtrat ist die Exekutive der grössten Stadt der Schweiz und besteht aus neun Mitgliedern, die jeweils ein Departement leiten.
Bei den letzten Stadtratswahlen 2022 wählten die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher vier Mitglieder der SP, zwei der Grünen, zwei der FDP und eines der GLP in den Stadtrat. Sechs der bisherigen Stadträte und Stadträtinnen treten zur Wiederwahl an. Corine Mauch (SP), André Odermatt (SP) und Filippo Leutenegger (FDP) treten zurück. Der Sitz von Leutenegger wird von den Grünen angegriffen. Sie haben mit Balthasar Glättli einen national profilierten Politiker aufgestellt. Përparim Avdili will den Sitz für die FDP sichern. Er kandidiert gleichzeitig fürs Stadtpräsidium.
Die Stadt Zürich wählt heute ihren Gemeinderat. Der Gemeinderat ist das Parlament der Stadt Zürich und besteht aus 125 Mitgliedern. Damit ist der Zürcher Gemeinderat das grösste kommunale Parlament der Schweiz. Für die 125 Sitze, die gemäss Bevölkerungszahl auf neun Wahlkreise verteilt werden, kandidieren 1081 Personen.
Mitglieder des Gemeinderats werden auf vier Jahre gewählt. Bei den letzten Gesamterneuerungswahlen im Jahr 2022 erreichten die linken Parteien im Parlament (AL, Grüne, SP) eine hauchdünne Mehrheit von 63 Sitzen.
Gemeinderat

Hier sitzen die Mitglieder des Gemeinderates der Stadt Zürich zusammen.Bild: keystone
Die linken Parteien haben ihre knappe Mehrheit im Stadtzürcher Parlament verteidigt. Die SP gewann vier Sitze. FDP und SVP legten um je zwei Sitze zu. Verlierer sind die GLP und die Grünen. Die EVP fliegt aus dem Parlament.
Acht der neun Wahlkreise der Stadt Zürich dominierte die SP am Wahlsonntag. Mit plus 3,6 Prozentpunkten ging sie klar als Siegerin dieser Wahl hervor mit einem Wähleranteil von 32,2 Prozent.
Den Wahlkreis 7 und 8 beanspruchte die FDP für sich. Auch sie holte einen zusätzlichen Prozentpunkt und erhielt einen Wähleranteil von 18,5 Prozent. Ebenso die SVP, die mit einem Plus von 1,4 Prozentpunkten ein positives Resultat (12,6 Prozent) erzielte.
Die Grünen verloren satte 3,6 Prozentpunkte und damit zwei ihrer Sitze. Hingegen konnte die AL ihre 8 Sitze verteidigen. Damit sind die linken Parteien nach wie vor mit 63 Sitzen im Parlament vertreten und bilden weiterhin eine hauchdünne Mehrheit. Auch die Mitte gewann 0,8 Prozentpunkte und einen Sitz dazu und kommt nun auf sieben Sitze im Parlament.
Die EVP scheiterte an der 5-Prozent-Hürde. Im Kreis 12 verpasste sie diese mit 4,95 Prozent nur knapp. Eine Nachzählung ist deshalb nicht ausgeschlossen. Bleibt es bei diesem Ergebnis, verliert die EVP ihre drei Sitze im Parlament und wird in der Legislatur 2026 bis 2030 nicht mehr vertreten sein.
Im Parlament werden dann statt acht nur noch sieben Parteien politisieren.
- SP: 41 Sitze (+4)
- FDP: 24 Sitze (+1)
- SVP: 16 Sitze (+3)
- GLP: 15 Sitze (+0)
- Grüne: 14 Sitze (-4)
- Die Mitte / EVP: 10 Sitze (-3)
- Alternative Liste: 8 Sitze (+0)
Stadtrat

Vom Nationalrat in den Gemeinderat? Balthasar Glättli kandidiert für die Stadtzürcher Exekutive.Bild: keystone
Die Resultate:
Erneuerungswahl Stadtrat 2026–2030
Ausgezählt: 9/9 Zählkreise | Stand: Schlussresultat
Karin Weyermann
Die Mitte
Gewählt sind:
- Raphael Golta (SP)
- Daniel Leupi (GRÜNE)
- Céline Widmer (SP)
- Simone Brander (SP)
- Karin Rykart (GRÜNE)
- Michael Baumer (FDP)
- Tobias Langenegger (SP)
- Balthasar Glättli (GRÜNE)
- Andreas Hauri (GLP)
Nicht gewählt ist:
Stadtpräsidium

Corine Mauch tritt nach 15 Jahren als Zürcher Stadtpräsidentin ab.Bild: keystone
Weil auch Stadtpräsidentin Mauch zurücktritt, wird dieses Amt neu besetzt. Dafür kandidieren folgende Personen:
Die Resultate:
Erneuerungswahl Stadtpräsidium 2026–2030
Ausgezählt: 9/9 Zählkreise | Stand: Schlussresultat
Gewählt wäre aktuell:
- Niemand erreicht das absolute Mehr.
Nicht gewählt wären aktuell:
- Raphael Golta (SP) – 30'144 Stimmen
- Përparim Avdili (FDP) – 16'507 Stimmen
- Ueli Bamert (SVP) – 9245 Stimmen
(leo)
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