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Forscher haben erfolgreich Korallen am Great Barrier Reef transplantiert

epa05651553 A handout picture taken in November 2016 and made available by the Australian Research Council (ARC) Centre of Excellence for Coral Reef Studies on 29 November 2016 shows scientists assess ...
Ein Forscher untersucht das Great Barrier Reef.Bild: EPA/AAP/ARC CENTRE OF EXCELLENCE

Forscher haben erfolgreich Korallen am Great Barrier Reef transplantiert

26.11.2017, 15:4226.11.2017, 15:42

Australische Forscher haben erfolgreich Korallenlaich aus einem Teil des Great Barrier Reef in einen anderen gefährdeten Teil transplantiert. Das Projekt könnte helfen, beschädigte Ökosysteme weltweit wiederaufzubauen.

Die Forscher Wissenschaftler der australischen Southern Cross Universität hatten Ende vergangenen Jahres grosse Mengen an Korallenlaich vor der Insel Heron Island im südlichen Teil des Great Barrier Reefs gesammelt und ausgebrütet.

Die geschlüpften Larven brachten sie in beschädigte Gebiete des 2300 Kilometer langen Korallenriffs. Acht Monate später fand das Forscherteam dort junge Korallen vor, die den Umzug überlebt und im Schutz von Netzwänden gewachsen waren.

Das erfolgreiche Projekt liesse sich nicht nur für das Great Barrier Reef anwenden, sondern habe möglicherweise globale Bedeutung, sagte Teamleiter Peter Harrison am Sonntag. «Es zeigt, dass wir beginnen können, beschädigte Korallenpopulationen wiederaufzubauen und zu reparieren.»

Stark bedrohtes Ökosystem

Laut Harrison handelt es sich bei der Transplantation von Korallenlarven um eine gänzlich neue Methode der Korallenvermehrung. Beim herkömmlichen «Anbau von Korallen» würden etwa Ableger gesunder Korallen abgetrennt und an anderer Stelle ins Riff gesteckt, in der Hoffnung, dass sie wieder wachsen.

Das Great Barrier Reef vor Australiens Nordostküste ist das weltgrösste Korallenriff. Der Klimawandel und die damit verbundene Erwärmung der Ozeane bedroht das Ökosystem. Doch auch die Wasserverschmutzung durch Schifffahrt und Landwirtschaft in der Nähe der Küste spielen eine Rolle bei der Zerstörung der Korallen.

Das Great Barrier Reef besteht aus 400 unterschiedlichen Korallenarten und beherbergt 1500 Fischarten sowie 4000 Arten von Weichtieren. Zudem leben dort viele gefährdete Tiere wie der Dugong (Seeschwein) oder die Grosse Grüne Meeresschildkröte. Die Unesco hatte das Riff 1981 zum Weltnaturerbe erklärt. (leo/sda/afp)

Darum verlieren die Korallen ihre Farben und sterben

Video: srf
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