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Pro-EU-Regierungschef Vucic siegt bei Serbiens Präsidentenwahl



Bei der Präsidentschaftswahl in Serbien zeichnet sich ein Erdrutschsieg von Ministerpräsident Aleksander Vucic ab. Für den 47-jährigen Konservativen stimmten am Sonntag nach ersten Hochrechnungen 58 Prozent der Wähler.

Damit ist dem EU-freundlichen Vucic schon nach der ersten Runde das Präsidentenamt sicher. Der Präsident hat in Serbien zwar überwiegend zeremonielle Aufgaben. Doch es wird erwartet, dass Vucic einen Vertrauten zu seinem Nachfolger ernennt und sich so die Macht auch als Staatsoberhaupt sichert.

Er will das Balkan-Land in die EU führen, was angesichts der traditionell engen Verbindungen zu Russland einem Balance-Akt gleichkommt.

Die Opposition kritisierte bereits im Vorfeld des Votums die sich anbahnende Machtfülle Vucics, dem Gegner einen Hang zum autoritären Führungsstil vorwerfen. Ende der 1990er-Jahre war er als serbischer Informationsminister gefürchtet, der Kritik an der Regierung während des Kosovo-Kriegs im Keim zu ersticken suchte.

Seinen Anhängern gilt Vucic heute dagegen als ein kühler Kopf, der in einer politisch instabilen Region Kurs hält.

Vucic setzte sich gegen zwei Rivalen durch, die schon in den Umfragen weit abgeschlagen waren. Der ehemalige Menschenrechts-Ombudsmann des Landes, Sasa Jankovic, kam auf 14 Prozent der Stimmen.

Dritter wurde der 25-jährige Student Luka Maksimovic. Er hatte im Wahlkampf unter einem Künstlernamen für Aufsehen gesorgt, indem er in Parodien auf das Klischee korrupter Balkan-Politiker anspielte.

In Serbien ist Armut noch immer ein Problem, obwohl die Wirtschaft wächst und sich die Finanzlage stabilisiert. Zur Wahl aufgerufen waren 6.7 Millionen Serben. (sda/reu/dpa)

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