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Nestle Starbucks Teaserbild

Heftiger Flirt: Nestlé lässt sich mit Starbucks ein und lässt sich dies mehr als sieben Milliarden Dollar kosten.

Was Nestlé von Starbucks will 

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern will gesünder werden – und profitabler.



Kaffee ist ein zentraler Pfeiler für den Schweizer Nahrungsmittelkonzern. Nescafé gehört immer noch zu den weltweit stärksten Marken überhaupt, Nespresso zu den erfolgreichsten Neulancierungen der letzten Jahrzehnte. Doch das Kaffee-Imperium des Schweizer Multis hat bisher ein grosses Loch aufgewiesen: die USA.

«Mit Starbucks, Nescafé und Nespresso vereinen wir drei Ikonen in der Kaffeewelt.»

Dieses Loch will Nestlé-CEO Mark Schneider nun stopfen, und er lässt sich das auch etwas kosten. 7,15 Milliarden Dollar blättert er auf den Tisch, um von Starbucks das Kaffeegeschäft zu übernehmen, nur das Geschäft, nicht die Restaurants, wohlgemerkt. Vor rund einem halben Jahr hat Nestlé bereits die Mehrheit des amerikanischen Kaffee-Rösters Blue Bottle Coffee erworben.

Ein Deal mit Ansage

Mit Starbucks hat man jetzt einen grossen Fisch an Land gezogen. «Diese Transaktion ist ein bedeutender Schritt für unser Kaffeegeschäft, Nestlés grösster Wachstums-Kategorie», begründet Schneider den Deal. «Mit Starbucks, Nescafé und Nespresso vereinen wir drei Ikonen in der Kaffeewelt.»

Der Deal kommt nicht überraschend. Schon im vergangenen Herbst hatte Schneider einen Strategiewechsel des Nahrungsmittelkonzerns angekündigt: Nestlé will die Bereiche Kaffee, Säuglingsnahrung, Wasser und Haustiernahrung ausbauen. Trennen will man sich von Zucker und Pizza: Im Januar hat man das amerikanische Süsswarengeschäft an Ferrero (Nutella, Kinderschokolade) verhökert.

Nestle's CEO Ulf Mark Schneider speaks during the general meeting of the world's biggest food and beverage company, Nestle Group, in Lausanne, Switzerland, Thursday, April 12, 2018. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Erläutert seine neue Strategie: Nestlé-CEO Mark Schneider. Bild: KEYSTONE

Nestlé will auf den Gesunde-Nahrung-Zug aufspringen. In Kalifornien hat man sich Sweet Earth unter den Nagel gerissen, ein Unternehmen das vegetarische und vegane Lebensmittel herstellt. Auch beim Start-up Freshly, das gesunde Mahlzeiten direkt an die Kunden liefert, ist man mit einer Minderheitsbeteiligung eingestiegen.

Hedge-Fund-Manager macht Druck

Nestlé will nicht nur gesünder, sondern auch profitabler werden. Die Margen auf den traditionellen Produkten geraten unter Druck, wie der nun beendete Streit mit Coop gezeigt hat. Der Gewinn im Kaffeegeschäft ist hingegen überdurchschnittlich gewachsen.

Druck verspürt Nestlé auch von Seiten der Aktionäre. Unilever, der schärfste Konkurrent, hat versprochen, die Rentabilität markant zu erhöhen. Und Mark Schneider hat Daniel Loeb im Nacken. Der gefürchtete amerikanische Hedge-Fund-Manager hat letztes Jahr Nestlé-Aktien für drei Milliarden Dollar gekauft.

Wir Schweizer essen zu viel Zucker

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Video: srf/SDA SRF

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Homer 07.05.2018 17:09
    Highlight Highlight Ich bin mir ziemlich sicher den Leuten in Afrika, welchen von Nestle das Wasser vor der Nase weggeschnapt wird, freuen sich dass das Unternehmen jetzt gesünder wird. Darauf erst mal einen Schluck Wasser.
    • mogad 08.05.2018 09:39
      Highlight Highlight Gratis-Quellwasser vom Brunnen!
  • NaSkivaL 07.05.2018 17:00
    Highlight Highlight Zum Glück brauch ich weder Starbucks noch Nescafé oder Nespresso.
  • Nick Tamer 07.05.2018 16:32
    Highlight Highlight Na das wird ja auch mal Zeit, dass Nestlé endlich mal profitabler wird. Dürfen die sich nach der langen Zeit wo sie quasi eine NGO waren gönnen.
  • Xargs 07.05.2018 16:22
    Highlight Highlight Starbüx wird mir immer unsympathischer.. Einige zahlen den Preis gerne, andere wiederum nicht. Hinter Nestle kann ich jedoch gar nicht stehen. :/
    • Snowy 07.05.2018 17:51
      Highlight Highlight Warum? Weil Nestle in der 3. Welt den Menschen das Wasser raubt?
    • mogad 08.05.2018 09:44
      Highlight Highlight Starbbucks war ja auch mal in den Schlagzeilen, weil die Firma in der CH keine Unternehmens-Steuern zahlte. Ich trinke keine überteuerte mit künstlichen Aromen angereicherte Brühe!
      Lieber unterstütze ich Kaffees, von denen ich weiss dass sie in Familienbesitz sind, oder geh gleich ins Restaurant des Grossverteilers, der faire Preise hat.
  • Katzenseekatze 07.05.2018 15:33
    Highlight Highlight Never Starbucks. Nicht nachhaltig. Zuviel Abfall.
    • peeti 07.05.2018 16:06
      Highlight Highlight Zu teuer. Aber da haben sich ja die richtigen zwei gefunden. Nespressotrinker zahlen mit den doofen Alukapseln ja auch freiwillig 100.-/kg Kaffee
    • mogad 08.05.2018 09:48
      Highlight Highlight Die Kids finden Starbucks hipp. Mit Designer-Sonnenbrille auf der Nase am Zürcher Rennweg sitzen vor einem überteuerten Softdrink! Da fühlt sich jede Lehrtocher gleich der Jeunesse doree zugehörig obwohl das Geld dann nicht mehr fürs ZVV-Abo reicht.
  • Rolf Meyer 07.05.2018 14:45
    Highlight Highlight Wie siehts aus mit den Kaffeemaschinen von Starbucks, die in der Schweiz produziert werden. Wird das so bleiben?
  • bcZcity 07.05.2018 13:28
    Highlight Highlight Monopoly für grosse Kinder. Eklig, einfach nur eklig.....
    • Helona 07.05.2018 18:21
      Highlight Highlight Genauso widerwärtig wie dieses Chemiegesöff namens Kaffee bei Starbucks.

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