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Treibstoffverbrauch neuer Autos steigt erstmals wieder an



Verbrauch und CO2-Ausstoss neuer Personenwagen haben in der Schweiz 2017 erstmals seit über 20 Jahren zugenommen. Grund dafür ist unter anderem der Allrad-Boom. Der Anteil der Elektrofahrzeuge bleibt bescheiden.

Die letztes Jahr neu zugelassenen Personenwagen verbrauchen im Schnitt 5.87 Liter Benzinäquivalent pro 100 Kilometer, ein Prozent mehr als 2016. Die mittleren CO2-Emissionen der Neuwagen lagen mit rund 134.1 Gramm CO2 pro Kilometer um 0.4 Prozent über dem Vorjahr, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Donnerstag mitteilte.

Es handelt sich um die erste Zunahme von Verbrauch und CO2-Emissionen seit 1996, dem Beginn der vom BFE erfassten Zeitreihe. Ursachen dafür sind unter anderem das höhere Gewicht der Neuwagen, der von 44.2 auf auf 47.5 Prozent gestiegene Anteil der Allradfahrzeuge sowie die Abnahme der Dieselfahrzeuge.

Dass der CO2-Ausstoss weniger stark anstieg als der Verbrauch, ist laut BFE auf die Elektrofahrzeuge zurückzuführen. 2017 erhöhte sich der Anteil der ganz oder teilweise elektrisch betriebenen Personenwagen an der Neuwagenflotte von 2.0 auf 2.7 Prozent.

Zielvorgabe erneut verfehlt

Seit Juli 2012 sind in der Schweiz die CO2-Emissionsvorschriften für neue Personenwagen in Kraft. Bis Ende 2015 hätten so die Emissionen neuer Autos auf durchschnittlich 130 Gramm CO2 pro Kilometer gesenkt werden sollen. 2017 verfehlten die Importeure den Zielwert zum dritten Mal in Folge und nahmen damit erneut Bussen in Kauf.

Die Sanktionen beliefen sich 2017 auf insgesamt 2.9 Millionen Franken. Abzüglich der Verwaltungskosten resultiert ein Nettoertrag von 1.8 Millionen Franken. Der Überschuss fliesst in den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF).

Deutlichere Anstrengungen der Branche, den Ausstoss zu reduzieren, erwartet das BFE erst auf 2020, wenn die nächste Verschärfung der Zielvorgabe in Kraft tritt. Bis dahin müssen die durchschnittlichen CO2-Emissionen auf 95 Gramm pro Kilometer gesenkt werden.

Weniger Dieselfahrzeuge

2017 wurden insgesamt rund 314‘600 Personenwagen neu zugelassen. Der Anteil der Dieselfahrzeuge sank erstmals seit 2009 und beträgt neu 36.2 (2016: 39.5). Das BFE führt den Rückgang nicht zuletzt auf den Abgasskandal zurück.

Die technische Effizienz der Neuwagen verbesserte sich erneut. Der Energieverbrauch pro 1000 Kilogramm Gewicht sank von 3.7 auf 3.51 Liter Benzinäquivalent pro 100 Kilometer. Beim Leergewicht gab es einen Anstieg von 1565 auf 1672 Kilogramm. Die Differenz erklärt sich grösstenteils mit der Umstellung der Datengrundlage. Der durchschnittliche Hubraum nahm um 1.1 Prozent auf 1809 Kubikzentimeter zu.

Erstmals wertete das BFE für 2017 auch Daten zu den neu zugelassenen Lieferwagen und leichten Sattelschleppern aus, die ab 2020 ebenfalls unter die CO2-Vorschriften fallen. Die mittleren CO2-Emissionen bei den leichten Nutzfahrzeugen lagen 2017 bei 185.3 g pro Kilometer, der durchschnittliche Verbrauch bei 8.0 Litern pro 100 km.

Gegenüber 2016 gingen die Emissionen um 5.4 Gramm oder 2.8 Prozent zurück. Die dieselbetriebenen Transporter sind im Durchschnitt mit 2297 kg Leergewicht deutlich schwerer als jene mit Benzinmotor (1559 kg) und weisen entsprechend einen höheren CO2-Ausstoss von 188.7 g/km auf gegenüber 166.2 g/km bei Benzinfahrzeugen. Die Selbstzünder machten 89 Prozent der Neuwagen in dieser Kategorie aus. (sda)

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