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Die NSA kann offenbar die Verschlüsselung von SIM-Karten knacken

Laut Snowden-Dokumenten

Die NSA kann offenbar die Verschlüsselung von SIM-Karten knacken

20.02.2015, 00:4520.02.2015, 08:27

Die Geheimdienste der USA und Grossbritanniens sollen einem Medienbericht zufolge in der Lage sein, die Verschlüsselung von vielen SIM-Karten in Mobiltelefonen zu knacken. Das berichtet das Internet-Portal «The Intercept» unter Berufung auf Snowden-Dokumente.

Noch immer vergeht kaum eine Woche ohne News, die sich auf Informationen von Edward Snowden stützen. 
Noch immer vergeht kaum eine Woche ohne News, die sich auf Informationen von Edward Snowden stützen. Bild: MARK BLINCH/REUTERS

Die NSA und sein britisches Pendant GCHQ hätten die Verschlüsselungscodes des führenden SIM-Karten-Herstellers Gemalto gestohlen, berichtete «The Intercept» am Donnerstag. Dadurch könnten die Geheimdienste sowohl Handygespräche abhören als auch Datenströme von Smartphones anzapfen.

«The Intercept» berief sich auf ein NSA-Dokument aus dem Jahr 2010, das der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden weitergegeben hatte. Der GCHQ und die NSA verschafften sich demnach die Verschlüsselungscodes, indem sie die private Kommunikation von Gemalto-Informatikern durchforsteten. Die NSA äusserte sich auf Nachfrage zunächst nicht zu den Vorwürfen. 

Gemalto hat seinen Sitz in den Niederlanden. Eine Unternehmenssprecherin teilte mit, der Bericht von «The Intercept» werde «sehr ernst» genommen. Gemalto werde «alle notwendigen Ressourcen» aufwenden, um den Vorwürfen nachzugehen. 

Das Unternehmen sei in den vergangenen Jahren immer wieder von Hackern angegriffen worden und verhalte sich «besonders wachsam». Derzeit sei noch keine Verbindung zwischen früheren Hackerattacken und mutmasslichen Aktivitäten von NSA und GCHQ festgestellt worden. (feb/sda/afp)

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