Über 4 Stunden ohne Tor im WM-Final – Stürmer Knak glaubt, die Lösung zu kennen
Ginge es nach den Leistungen von Goalie Leonardo Genoni, hätte die Schweiz wohl mindestens einen WM-Titel gewonnen. Schliesslich wehrte der 38-Jährige in den vergangenen drei Finals 96 von 99 Schüssen auf sein Tor ab. Dennoch standen Genoni und die Nati am Ende immer mit den Silbermedaillen um den Hals da. Dies hat vor allem einen Grund: die Schweizer Torflaute in den WM-Finals.
Seit nunmehr über vier Stunden – genau gesagt, seit 247 Minuten und 31 Sekunden – wartet die Nati in diesen Spielen auf ein eigenes Tor. Die letzten beiden Endspiele gegen Finnland und die USA gingen jeweils 0:1 n. V. verloren, 2024 unterlag die Schweiz Tschechien 0:2 und 2018 erzielte Timo Meier in der 24. Minute den zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer gegen Schweden. Am Ende verlor die Nati im Penaltyschiessen.
Das Problem ist leicht zu identifizieren: Ohne Tor kann man kein Spiel und somit auch keinen WM-Titel gewinnen. Doch woran liegt es? Pech? Nervosität? Fehlende Kreativität? Oder zu wenig Mut? Es ist schwierig zu verstehen. Schliesslich hatte die Schweiz mit 48 Toren in neun Spielen vor dem Final doch bewiesen, dass sie über eine überragende Offensive verfügt. Jedoch haperte es erneut bei dieser im Final. Selbst in der zweiminütigen doppelten Überzahl brachte die Schweiz keinen Treffer zustande – und wurde nicht einmal wirklich gefährlich.
Stürmer Simon Knak fand nach dem Spiel, «dass wir alles gaben und uns nicht gross etwas vorwerfen können». Der 24-Jährige glaubt aber, eine mögliche Lösung für das Bekämpfen der Torflaute zu haben: «Vielleicht müssen wir in einem Final noch etwas mehr All-in gehen und noch mehr Risiko nehmen.»
Spielte die Schweiz also etwas zu ängstlich? Wirkte die Last der hohen Erwartungen bei der Heim-WM hemmend? Eine Antwort werden wir darauf wohl nicht finden. Aber das Gute im Eishockey ist ja: In einem Jahr bekommt die Schweiz die nächste Chance. 2027 findet die WM in Deutschland statt.
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