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Überraschung: Literaturnobelpreis geht an Kazuo Ishiguro



Ein Brite mit japanischen Wurzeln beerbt Bob Dylan. Den neuen Literatur-Nobelpreisträger Kazuo Ishiguro hatte niemand auf der Liste.

Der britisch-japanische Schriftsteller Kazuo Ishiguro (62) bekommt den Literaturnobelpreis. Er wird für «seine Romane von starker emotionaler Kraft» ausgezeichnet, wie die Schwedische Akademie am Donnerstag in Stockholm bekanntgab. Darin lege er den Abgrund unserer vermeintlichen Verbundenheit mit der Welt bloss, hiess es weiter. «Was vom Tage übrig blieb» und «Alles, was wir geben mussten» gehören zu seinen bekanntesten Werken. Beide Bücher wurden verfilmt.

Damit überrascht die Jury erneut. Im vergangenen Jahr hatte sie Rockmusiker Bob Dylan für seine poetischen Neuschöpfungen in der amerikanischen Songtradition ausgezeichnet. Er habe «den Status einer Ikone» und einen tiefgreifenden Einfluss auf die zeitgenössische Musik, begründete die Jury damals.

Den Preisträger wählt die Schwedische Akademie, die aus Schriftstellern, Literatur- und Sprachwissenschaftlern und Historikern besteht, aus fünf Kandidaten auf einer Shortlist aus. Letzte deutschsprachige Preisträgerin war die Schriftstellerin Herta Müller 2009. Der einzige gebürtige Schweizer Literaturpreisträger war 1919 Carl Spitteler. Aber auch Hermann Hesse, der die Auszeichnung 1946 bekam, war zu dem Zeitpunkt Schweizer Bürger.

Die mit neun Millionen schwedischen Kronen (1.08 Millionen Franken) dotierte Auszeichnung wird erst am 10. Dezember - dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel (1833-1896) - gemeinsam mit den Nobelpreisen für Medizin, Physik und Chemie in Stockholm verliehen. Nur der Friedensnobelpreis wird in Oslo überreicht.

Die Preise gehen auf Nobels Testament zurück und werden seit 1901 vergeben. Darin legte der Dynamit-Erfinder fest, dass derjenige geehrt werden solle, der in der Literatur im jeweiligen Jahr «das Ausgezeichnetste in idealer Richtung» hervorgebracht hat. (sda/dpa)

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