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SCB Meistertrainer Lars Leuenberger feiert vor rund 6000 Zuschauer den Schweizermeistertitel nach dem fuenften Playoff-Final Spiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem SC Bern am Mittwoch 13. April in der Frueh in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Der Meistertrainer ist zurück beim SCB: Lars Leuenberger. Bild: KEYSTONE

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Lars Leuenberger: Einmal SCB – immer SCB und ein König der Herzen

Wer zu Marc Lüthis Prätorianer-Garde gehört, hat immer einen Job. Das Königreich SCB gründet auf Loyalität und nun ist Marc Lüthi auch ein «König der Herzen».



Prätorianer-Garde? Das waren die Gardesoldaten, die im alten Rom den Kaiser schützten. Auch SCB-General Marc Lüthi, der «König von Bern», stützt sich auf eine Prätorianer-Garde. Auf loyale Mitarbeiter, Weggefährten und Berater, auf die er sich seit Jahren verlassen kann. Anders ist ein Unternehmen mit der Dynamik des SCB gar nicht zu führen.

SCB CEO Marc Luethi bedankt sich bei den rund 5000 Zuschauer waehrend den Feierlichkeiten ueber den  15. Schweizermeistertitel fuer den SCB nach dem sechsten Playoff-Final Spiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem SC Bern  am Montag, 17. April 2017 in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Marc Lüthi ist der König von Bern. Bild: KEYSTONE

Die meisten dieser Getreuen sind dem breiten Publikum kaum bekannt. Etwa sein Stabschef, der stille Arbeiter Rolf Bachmann oder das Vermarktungsgenie Erwin Gross, mit dem er einst vor dem Einstieg beim SCB (1998) eine Marketing-Firma gegründet hatte oder der langjährige «Bund»-Sportchef Christian Dick, der heute die SCB-Kommunikationsabteilung leitet. Zu dieser «SCB-Prätorianergarde» gehörten auch Sven und Lars Leuenberger.

Marc Lüthi umgibt sich mit Mitarbeitern, die er kennt, die für ihn berechenbar sind, die den Tagesablauf im Hofstaat SCB nicht durch Intrigen stören und auf deren fachliche Kompetenz er sich verlassen kann. Wer zu diesen inneren Zirkel um Marc Lüthi gehört, kann vom Grundsatz ausgehen «Einmal SCB – immer SCB.»

Familie Leuenberger als Teil des SCB-Hofstaats

Die Familie Leuenberger gehört zum SCB-Hofstaat. Sven als Spieler, später als Nachwuchstrainer, Nachwuchschef, Sportchef und zuletzt «Sport-General». Lars als Spieler, als Nachwuchstrainer, Assistent des Cheftrainers und schliesslich, im Frühjahr 2016 Cheftrainer.

Lars Leuenberger, rechts, neuer Trainer SC Bern, und sein Bruder, Sportchef Sven Leuenberger, links, waehrend einer Medienkonferenz des SC Bern in der PostFinance Arena in Bern am Mittwoch, 18. November 2015. Guy Boucher ist per sofort nicht mehr Trainer des SC Bern. Die Berner gaben die Trennung an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz bekannt. Nachfolger von Boucher wird der bisherige Assistent Lars Leuenberger. (KEYSTONE/Dominic Steinmann)

Lars und Sven Leuenberger prägten den SCB mit. Bild: KEYSTONE

Marc Lüthi hatte immer wieder auch fachliche Meinungsverschiedenheiten mit Sven und Lars. Dabei hat der SCB-Chef ihre fachtechnische Unbeirrbarkeit und Unbestechlichkeit schätzen gelernt. Loyalität ja, Opportunismus nein. Die Auseinandersetzungen mochten mal heftig sein – fachlich blieb Sportchef Sven Leuenberger bei seinen Einschätzungen.

Als er letzte Saison seinen Bruder Lars zum Cheftrainer für den gefeuerten Guy Boucher machte, nahm er seine eigene Absetzung als Sportchef (und Beförderung zum «Sportgeneral») in Kauf. Für Marc Lüthi waren bei zwei Leuenbergers einer zu viel, zwei wollte er nicht in so wichtigen Chefpositionen (Trainer, Sportchef) haben. Aber am Ende ist die Rechnung aufgegangen: Lars Leuenberger holte mit dem SCB im Frühjahr 2016 den Meistertitel. Aber weil Marc Lüthi mit Kari Jalonen den neuen Cheftrainer bereits verpflichtet hatte, musste Lars Leuenberger trotzdem gehen. Als Meistertrainer.

Die Schulden beim Meistertrainer begleichen

Für Marc Lüthi war immer klar: wenn es eine Gelegenheit gibt, sich bei Lars Leuenberger zu revanchieren, dann wird er sie nützen. Nun hat Sven Leuenberger den SCB verlassen um Sportchef bei den ZSC Lions zu werden. Die Chance für Marc Lüthi, mit einem Schachzug das mit Svens Abgang verlorene Hockeywissen zu ersetzen und die «Schulden» bei Meistertrainer Lars zu begleichen.

SCB Trainer Lars Leuenberger freut sich ueber den Meistertitel seiner Mannschaft nach dem fuenften Eishockey Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem SC Bern am Dienstag, 12. April 2016, in der Resega Halle in Lugano. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Lars Leuenbergers Zeit als Trainer beim SCB war kurz aber erfolgreich. Bild: TI-PRESS

Es trifft sich gut, dass Lars Leuenberger mit seiner jahrelangen Erfahrung im Fuchsbau SC Bern tatsächlich der ideale Mann für den Job ist. Als «Sportgeneral» hat er dafür zu sorgen, dass beim SCB von den kleinsten Junioren bis zur ersten Mannschaft die gleiche Hockey-Philosophie gelehrt und gelernt wird und er kümmert sich auch um das Scouting (Talentsuche).

Lars Leuenberger wieder beim SC Bern. Marc Lüthi hat den Familienvater mit zwei schulpflichtigen Kindern aus der Arbeitslosigkeit erlöst. Der «SCB-Stallgeruch» war beim geschassten SCB-Meistertrainer so stark, dass er wohl auf Jahre hinaus im bezahlten Hockey keinen Job mehr bekommen hätte. Und es ist das Happy-End einer schönen Geschichte über Eishockey, Freundschaft, Loyalität, Ruhm, Ehre und Triumph.

Marc Lüthi hat Lars Leuenberger zurückgeholt. Ab sofort ist er nicht «nur» der «König von Bern». Er ist nun auch der «König der Herzen.»

Die Meisterfeier des SC Bern

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • cannucks 04.05.2017 09:24
    Highlight Highlight Den sven jetzt ein paar jahre bei zürich reinschauen lassen, um danach marc lüthi als ceo zu beerben. Wetten?
  • BOSELLI 03.05.2017 22:22
    Highlight Highlight Bern hat mit Lars Leuenberger die momentan beste Lösung erzielt!
    Aus meiner Sicht die bessere Variante als sein Bruder!
    Bald werden noch die letzten Transfers bekanntgegeben und einige werden grosse Augen machen!
    Diesen Ausländer hat keiner auf der Rechnung meine Herren!
    Toller Job Kari und Alex 💪!
    • MARC AUREL 04.05.2017 09:13
      Highlight Highlight Da bin ich aber gespannt.. ich hoffe auf Conacher!
  • Guido Kluge 03.05.2017 22:15
    Highlight Highlight Freut mich für Laser, dass er wieder im Hockeybusiness tätig ist. Fast noch besser gefällt mir, dass KZ nächste Saison nicht bei jedem vakanten Posten Laser ins Spiel bringen muss. Wenn jetzt noch Kevin Schläpfer einen Job findet, weiss der gute Klaus ja gar nicht mehr was er schreiben soll...😉
  • manolo 03.05.2017 19:24
    Highlight Highlight so nun ann "klausi" ruhig in die ferien gehen LL ist unter gekommen!
    nimm bitte deinen Busenfreund "tikkanen " mit, am besten auf eine Insel!
    • Mia_san_mia 04.05.2017 06:11
      Highlight Highlight Sicher nicht, hast Du die WM vergessen?
  • Tikkanen 03.05.2017 18:54
    Highlight Highlight ..hervorragender Artikel, Chlöisu👍🏻Tatsächlich wird beim SCB seit längerem eine Dynastie aufgebaut, welche im Europäischen Hockey als einzigartig gilt. Einmal Bern, immer Bern. Kein Vergleich zu den restlichen Lotterteams🤢in der 🇨🇭, einzig vergleichbar mit den Original Six ännet äm Teich😳Persönlich finde ich die Heimkehr vom Meistertrainer Laser super, Laser hätte sich abseits des Tempels einäwäg nirgends wohlgefühlt, von der fehlenden Anerkennung gegenüber ihm ganz zu schweigen😡Item, so gesehen ist die Dominanz des SCB gefestigt, der Ausbau des🏆-Regal hat hohe Priorität😎🤗🍻
    • play off 03.05.2017 19:48
      Highlight Highlight Wenn man die gegnerischen Teams Lotterteams nennt, kann man unmöglich ein Hockey Fan sein. Ein richtiger Fan respektiert die Gegner, wenn man das nicht kann, hat man im Sport nichts verloren!
    • moumou84 03.05.2017 20:23
      Highlight Highlight Meine Güte...
      Ich dachte es ist nun ruhe um den tikkibär bis zur nächsten Saison. Herr Eismeister, bitte keine weitere Berichte über den SCB. Nerci.
    • JJ17 04.05.2017 07:41
      Highlight Highlight Trotzdem wird an anderen Orten mindestens so gut gearbeitet, einfach mit viel bescheideneren Mitteln als in Bern oder Zürich.
      Gruss - ein ZSC-Fan
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