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Neun Klima-Aktivisten müssen heute im Zürcher Volkshaus vor Gericht

12.05.2021, 05:36
Eine Gruppe Klimaaktivisten der Organisation Clima Justice blockiert den Eingang der Schweizer Banken UBS und Credit Suisse im Juli 2019.
Eine Gruppe Klimaaktivisten der Organisation Clima Justice blockiert den Eingang der Schweizer Banken UBS und Credit Suisse im Juli 2019.Bild: KEYSTONE

In Zürich stehen heute Mittwoch neun Klima-Aktivisten vor Gericht, die im Juli 2019 den Eingang zur Credit Suisse am Paradeplatz blockiert hatten. Weil das Bezirksgericht keinen genügend grossen Saal hat, findet der Prozess im Volkshaus statt.

Neun Klima-Aktivisten mit ihren Anwälten, dazu Übersetzer, da die Aktivisten grösstenteils aus der Romandie stammen, das Gerichtspersonal sowie mehrere Medienschaffende werden diesen Massen-Prozess verfolgen.

Weil sie alle pandemiebedingt auch noch genügend Abstand zueinander halten müssen, kam das Bezirksgericht in Raum-Nöte. Solch grosse Verhandlungssäle gibt es am Gericht gar nicht. Für einmal weicht das Bezirksgericht Zürich deshalb auf ein anderes Gebäude aus, auf das Volkshaus am Helvetiaplatz.

Zürcher Polizei verhaftete 64 Aktivisten

Bei den Beschuldigten handelt es sich um sieben Frauen und zwei Männer. Die Staatsanwaltschaft fordert für sie alle bedingte Geldstrafen wegen Nötigung und für die meisten auch wegen Hausfriedensbruchs.

Die angeklagten Aktivisten waren im Juli 2019 Teil einer Sitzblockade vor dem Eingang der Credit Suisse am Paradeplatz. Damit protestierten sie gegen klimaschädliche Aktivitäten von Schweizer Grossbanken und forderten den sofortigen Ausstieg aus der Finanzierung von Kohle-, Öl- und Gasförderung.

Sie blockierten den CS-Eingang mit Pflanzenkübeln und ineinander verkeilten Velos. Teilweise ketteten sie sich auch selber an. Die Polizei musste die Ketten mit einer Trennscheibe aufschneiden und die Aktivistinnen und Aktivisten wegtragen. 64 Personen wurden damals verhaftet.

In Basel, wo am gleichen Tag eine ähnliche Aktion vor dem Eingang des UBS-Bürogebäudes beim Aeschenplatz durchgeführt wurde, nahm die Polizei damals 19 Aktivistinnen und Aktivisten fest. (sda)

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34 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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!! NurderNameistjetztneu !!
12.05.2021 09:20registriert März 2020
Wer sich ACAB auf die Stirn malt, ist keine Aktivistin, sondern eine Chaotin, welche von mir keine Zustimmung erwarten darf.
Ich finde solches Verhalten dumm und der Sache abträglich.
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Peter R.
12.05.2021 09:06registriert Februar 2019
Das ist offenbar der neue Freizeitsport dieser Teenager - randalieren und um Aufmerksamkeit schreien.
Ich halte es mit der deutschen Linkspolitikerin Sahra Wagenknecht, die in einem Interview sagt
"Ich glaube nicht, dass es gut ankommt, wenn Leute, denen es noch nie im Leben an etwas gefehlt hat, anderen Verzicht predigen".
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