DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Torschütze Munsy (links) und seine Teamkollegen feiern den Treffer zum 1:0
Torschütze Munsy (links) und seine Teamkollegen feiern den Treffer zum 1:0
Bild: keystone

Thun düpiert YB im Derby und schliesst wieder zu Xamax auf

23.06.2020, 22:4323.06.2020, 22:51

Die Young Boys kassierten im Berner Derby beim FC Thun eine überraschende, aber verdiente Niederlage. Ridge Munsy sorgte nach einer guten Stunde für den 1:0-Siegtreffer gegen den Co-Leader der Super League.

Auch wenn keine Zuschauer im Stadion sind, fühlen sich die Young Boys in der Fremde offensichtlich nicht wohl. Die Berner Serie ohne Auswärtssieg ist um ein Spiel reicher und dauert bereits seit dem letzten November an. Ein Zufallsprodukt war dieser Rückschlag im Meisterrennen nicht, auch wenn das Gegentor unglücklich zustande kam. YB-Captain Fabian Lustenberger verschätzte sich beim weiten Pass von Hassane Bandé, liess den Ball über seinen Kopf fliegen und musste dann zusehen, wie Ridge Munsy profitierte.

Die Thuner wurden belohnt für eine von Beginn weg sehr engagierte Leistung. Sie setzten den Favoriten mit Forechecking unter Druck und trauten sich in der Offensive einiges zu. Den Rückschlag im Abstiegskampf gegen Neuchâtel Xamax hatte Thun in den letzten paar Tagen gut verdaut. Er ging wie verwandelt in das zweite Spiel nach der Corona-Pause. Bis zum 1:0 waren es nur die Oberländer, die sich ernstzunehmende Chancen erspielten - durch Baldé und Munsy. Letztere hat in den vergangenen fünf Partien nun immer einmal getroffen.

Die Young Boys warfen vergeblich ihre ganze Offensivkraft in die Waagschale. Zunächst war der Sturm angeführt von Guillaume Hoarau, der enttäuschte und schon nach weniger als einer Stunde seinen Platz für Jean-Pierre Nsame räumen musste. Der Liga-Topskorer sass zunächst auf der Ersatzbank, weil er das Abschlusstraining am Vortag wegen eines «privaten Termins» verpasst hatte. Doch egal, wer es bei YB versuchte, die Thuner Defensive hatte Antworten parat. Und dies, obwohl mit Basil Stillhart ein Gelegenheits-Verteidiger im Zentrum zum Einsatz kam.

Selbst die YB-Viertelstunde, die zuletzt dem FC Zürich am Freitag zum Verhängnis geworden war, überstanden die Thuner, ohne übermässig zu zittern. Der eingewechselte Meschack Elia, der in der 76. Minute sein Duell mit Thuns Keeper Guillaume Faivre verlor, und Nsame mit einem Schuss übers Tor in der 90. Minute waren für die besten YB-Aktionen verantwortlich. Insgesamt wirkten die Stadtberner angesichts der Kampfbereitschaft der Thuner ein wenig hilflos. Sie schafften es nie, erfolgreich dagegenzuhalten.

Jean-Pierre Nsame vergab die beste YB-Chance auf den Ausgleich.
Jean-Pierre Nsame vergab die beste YB-Chance auf den Ausgleich.
Bild: keystone

Der exzellente Stillhart war über den Sieg seiner Mannschaft nur halb erstaunt. «Wir wussten, dass etwas drinliegt, denn YB ist nicht mehr die Übermacht der Liga», sagte der Thuner gegenüber «Teleclub». Nun hofft er wie seine Teamkollegen auf den FC Basel. Dieser kann mit einem Sieg in Neuenburg am Mittwoch dafür sorgen, dass Thun nach dieser Runde wieder punktgleich mit dem Vorletzten Xamax ist. Die Niederlage im Abstiegskampf wäre definitiv vergessen. (dab/sda)

Thun – Young Boys 1:0 (0:0)
SR Bieri
Tor: 64. Munsy (Bandé) 1:0.
Thun: Faivre; Glarner, Stillhart, Sutter (85. Rodrigues), Kablan; Fatkic; Hasler, Karlen; Castroman (71. Tosetti); Bandé, Munsy (71. Rapp).
Young Boys: Von Ballmoos; Lotomba, Lustenberger, Lefort, Garcia (77. Zesiger); Spielmann (57. Sulejmani), Aebischer, Martins (67. Gaudino), Moumi Ngamaleu; Hoarau (57. Nsame), Mambimbi (67. Elia).
Bemerkungen: Thun ohne Bertone, Havenaar (beide gesperrt) und Salanovic (verletzt). Young Boys ohne Fassnacht (gesperrt), Lauper, Janko und Petignat (beide verletzt). Verwarnungen: 2. Hoarau (Foul). 21. Stillhart (Foul). 56. Sutter (Foul). 78. Karlen (Foul). 93. Bandé (Foul). (dab/sda)

Die Tabelle

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat

1 / 42
Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So würden sich deine Fussball-Stars in der Badi verhalten

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Vucinic lässt der Schweiz die Hosen herunter und trägt sie als Kopfschmuck

8. Oktober 2010: Dass die Schweiz in Montenegro mit 0:1 verliert, gerät beinahe zur Nebensache. Für Aufsehen sorgt vielmehr der unkonventionelle Jubel des einzigen Torschützen Mirko Vucinic.

Nach dem enttäuschenden Ausscheiden in der Gruppenphase an der WM 2010 will es die Schweizer Nati am nächsten Turnier besser machen. Doch die EM 2012 verpasst sie – weil der Start völlig in die Hose geht.

Zuerst ein 1:3 in Basel gegen England, dann eine unerwartete 0:1-Niederlage auswärts gegen Montenegro. In Podgorica fehlt es der Schweiz an Durchschlagskraft, sie hat keine Ideen, wie sie den Gegner überwinden kann. So fällt das einzige Tor auf der anderen Seite. In der 67. Minute vernascht …

Artikel lesen
Link zum Artikel