DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Zürcher bejubeln den Doppeltorschützen Antonio Marchesano (Nummer 10).
Die Zürcher bejubeln den Doppeltorschützen Antonio Marchesano (Nummer 10).
Bild: keystone

FCZ schlägt Lugano klar – Servette auf Weg nach Europa – Sion verpasst Sprung auf Platz 9

02.05.2021, 18:4902.05.2021, 20:43

Servette – Young Boys 2:1

Servette ist die einzige Mannschaft, die in dieser Saison gegen die Young Boys in der Super League bislang gewinnt. Mit dem neuerlichen 2:1 im Heimspiel vom Sonntag tun es die Genfer zum zweiten Mal.

Der zweite Sieg gegen die Berner nach dem 2:1 vom letzten Herbst im Wankdorf war verdient. Zu keinem Zeitpunkt liess sich die Mannschaft von Trainer Alain Geiger vom alten und neuen Meister deutlich dominieren. Eher waren es die Servettiens selber, die – auch dank gutem Pressing – zeitweise ihr Spiel in der gegnerischen Platzhälfte aufziehen konnten.

Alain Geiger wechselte ab Mitte der zweiten Halbzeit die richtigen Spieler ein: die Torschützen Boubacar Fofana und Koro Koné, der erstmals in dieser Saison traf, sowie Kastriot Imeri, einen der Assistgeber. Beide Male tauchten die Genfer nach Berner Abwehrfehlern in Überzahl vor dem Tor auf.

Auch die letzten Minuten waren aufregend. Auf Vorarbeit von Jean-Pierre Nsame verkürzte Nicolas Moumi Ngamaleu in der 90. Minute, und nur eine Minute danach scheiterte Théo Valls mit einem Foulpenalty an YBs Ersatzgoalie Guillaume Faivre, den Trainer Gerardo Seoane anstelle von David von Ballmoos spielen liess.

Schon jetzt steht fest, dass Servette als einzige Mannschaft aus den vier Saisonduellen mit YB eine positive Bilanz (7:4 Punkte) herausholen wird. Für YB ist die bemerkenswerte Reihe von Auswärtsspielen ohne Niederlage in der Meisterschaft nach 18 Partien zu Ende gegangen. Diese Serie bedeutet einen Rekord in der Ära der Super League.

Servette zieht durch die drei Punkte gegen YB mit dem FC Basel gleich.
Servette zieht durch die drei Punkte gegen YB mit dem FC Basel gleich.
Bild: keystone

Servette - Young Boys 2:1 (0:0)
100 Zuschauer. SR Bieri.
Tore: 76. Fofana (Imeri) 1:0. 82. Koné (Stevanovic) 2:0. 90. Moumi Ngamaleu (Nsame) 2:1.
Servette: Frick; Sauthier, Rouiller, Severin, Clichy (74. Mendy); Ondoua; Cognat (69. Imeri), Valls; Stevanovic, Kyei (74. Koné), Schalk (69. Fofana).
Young Boys: Faivre; Hefti, Camara, Zesiger, Lefort (76. Garcia); Fassnacht (76. Spielmann), Martins (66. Sierro), Aebischer, Sulejmani (66. Moumi Ngamaleu); Nsame, Siebatcheu (66. Mambimbi).
Bemerkungen: Servette ohne Henchoz (verletzt). Young Boys ohne Lustenberger, Elia, Maier und Petignat (alle verletzt). 92. Faivre hält Foulpenalty von Valls. Verwarnungen: 33. Cognat (Foul), 36. Schalk (Foul), 91. Garcia (Foul).

Zürich – Lugano 3:0

Dem FC Zürich gelingt in der 32. Runde mit dem 3:0 gegen Lugano ein Befreiungsschlag. Die Zürcher liegen vier Runden vor Schluss wieder fünf Punkte vor dem Barrage-Platz.

Zwei Interventionen des Videoschiedsrichters ebneten dem FCZ den Weg zum ersten Sieg nach zuvor sieben sieglosen Spielen. Sowohl beim Handspiel von Mijat Maric (35.) als auch beim Foulspiel von Miroslav Covilo gegen Fidan Aliti (52.) beim Positionskampf während eines Corners zeigte Schiedsrichter Stefan Horisberger erst nach der Konsultation der TV-Bilder auf den Punkt.

Antonio Marchesano liess sich nicht zweimal bitten und verwandelte beide Penaltys souverän. Der Mittelfeldspieler war der Beste in den Reihen der Zürcher, die sich gegenüber den letzten Spielen vor allem in der Defensive stark verbessert zeigten und dem Gegner praktisch keine Torchance zugestehen mussten. Noch vor Ablauf der ersten Stunde entschied Blaz Kramer mit seinem 7. Saisontor die Partie endgültig.

Der zuletzt arg kritisierte FCZ-Trainer Massimo Rizzo kann zumindest vorübergehend aufatmen. In der Tabelle überholten die Zürcher mit dem ersten Heimsieg seit Mitte Februar St. Gallen und stiessen auf Platz 7 vor. Neben fünf Punkten Vorsprung auf den Barrage-Platz weisen die Zürcher auch das klar bessere Torverhältnis als Vaduz und Sion auf.

Torhüter Yanick Brecher konnte die Null gegen schwache Luganesi halten.
Torhüter Yanick Brecher konnte die Null gegen schwache Luganesi halten.
Bild: keystone

Zürich - Lugano 3:0 (1:0)
100 Zuschauer. SR Horisberger.
Tore: 37. Marchesano (Handspenalty/Hands Maric) 1:0. 54. Marchesano (Foulpenalty/Foul von Covilo an Aliti) 2:0. 58. Kramer (Doumbia) 3:0.
Zürich: Brecher; Omeragic, Kryeziu (46. Kamberi), Nathan, Aliti; Doumbia, Domgjoni; Tosin (77. Winter), Marchesano (77. Seiler), Schönbächler (69. Rohner); Kramer (86. Ceesay).
Lugano: Osigwe; Lavanchy, Maric (46. Covilo), Ziegler, Guerrero (88. Facchinetti); Sabbatini (75. Guidotti); Lovric (56. Gerndt), Custodio; Bottani (46. Lungoyi); Ardaiz, Abubakar.
Bemerkungen: Zürich ohne Dzemaili, Khelifi, Kololli und Sobiech (alle verletzt). Lugano ohne Daprelà (gesperrt) und Kecskes (verletzt). Verwarnungen: 37. Maric (Hands). 40. Aliti (Reklamieren). 45. Tosin (Unsportlichkeit). 53. Covilo (Foul). 61. Ardaiz (Unsportlichkeit). 90. Lungoyi (Unsportlichkeit).

Sion – Lausanne

Totgesagte leben länger: Der FC Sion stemmt sich vehement gegen den drohenden Abstieg aus der Super League. Im Derby gegen Lausanne-Sport sind die Sittener trotz Chancen-Wucher auf Kurs zu drei kapitalen Punkten. Letztlich resultiert ein 1:1.

Gelingt Marco Walker, woran beim FC Sion im Saisonverlauf zwei Trainer zerbrochen sind? Bringt der Mitte März von Christian Constantin ins Amt gehobene ehemalige Nationalverteidiger das schwer steuerbare Walliser Fussball-Flaggschiff noch rechtzeitig zurück in die Spur? Auch wenn die Sittener am 51. Geburtstag ihres Trainers den zweiten Sieg aus den letzten drei Spielen durch den Ausgleich in der 83. Minute verpassten, lässt sich festhalten: Es gibt Grund zur Hoffnung im Rhônetal. Der FC Sion ist wieder am Vorletzten Vaduz dran, und mit Guillaume Hoarau in der Sturmspitze geht von den Wallisern wieder Gefahr aus.

Dank eines Treffers von Gaëtan Karlen auf Zuspiel von Hoarau befand sich Sion im Derby gegen Lausanne-Sport auf Kurs zum dritten Sieg im vierten Duell der Saison. Nur ein spätes Kopfballtor von Lausannes Verteidiger Moritz Jenz im Nachsetzen nach einer Freistossflanke verhinderte, dass Sion die rote Laterne des Tabellenletzten nach einem Monat wieder an den FC Vaduz zurückreichte. Statt von sechs auf null Punkte ist der Rückstand der Walliser auf den Barrageplatz in den letzten vier Partien vor dem Schlüsselspiel beim FC St. Gallen am kommenden Wochenende somit auf zwei Zähler geschrumpft.

Die Highlights des Spiels Sion gegen Lausanne.

Gegen den gern gesehenen Gegner aus Lausanne, der im Tourbillon seit dem Aufstieg in acht Spielen sechsmal verloren und nie gewonnen hat, waren die Platzherren 70 Minuten lang die gefährlichere Mannschaft. Nur weil die Sittener Chancen-Wucher betrieben, liess die Führung auf sich warten. Bis Karlen nach 67 Minuten erfolgreich war, hatte insbesondere der Torschütze gesündigt, unter anderem mit zwei knapp neben den Pfosten gesetzten Kopfbällen aus günstiger Position (11./65. Minute). Dazu scheiterte Anto Grgic in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit einem Foulpenalty an Mory Diaw.

Lausanne, das wohl nur noch rechnerisch in Gefahr geraten kann, beklagte früh den Ausfall von Michaël Nanizayamo. Der Verteidiger wurde vor Karlens erster Chance vom eigenen Goalie Mory Diaw bei einem Zusammenprall K.o. geboxt und musste nach zehnminütiger Behandlungszeit ausgewechselt werden.

Das Team von Präsident Christian Constantin verpasst den Sprung auf Platz 9.
Das Team von Präsident Christian Constantin verpasst den Sprung auf Platz 9.
Bild: keystone

Sion - Lausanne-Sport 1:1 (0:0)
100 Zuschauer. SR Jaccottet.
Tore: 67. Karlen (Hoarau) 1:0. 83. Jenz 1:1.
Sion: Fickentscher; Cavaré, Lacroix, Ndoye, Iapichino; Khasa, Araz, Grgic, Tosetti (79. Martic); Karlen (79. Clemenza), Hoarau.
Lausanne-Sport: Diaw; Loosli, Jenz, Nanizayamo (20. Suzuki); Boranijasevic, Puertas, Kukuruzovic, Flo (79. Zhekhnini); Da Cunha (62. Barès); Bolingi, Mahou (62. Guessand).
Bemerkungen: Sion ohne Costa (gesperrt), Baltazar, Bamert, Kabashi, Doldur, Abdellaoui, Tupta und Vlasenko (alle verletzt). Lausanne-Sport ohne Turkes, Geissmann, Monteiro, Zohouri und Falk (alle verletzt). 11. Partie wegen Verletzung von Nanizayamo während zehn Minuten unterbrochen. 45. Grgic scheitert mit Foulpenalty an Diaw.
Verwarnungen: 45. Iapichino (Foul). 45. Puertas (Foul). 49. Bolingi (Unsportlichkeit). 83. Lacroix (Unsportlichkeit/im nächsten Spiel gesperrt). (nih/sda)

Tabelle

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

1 / 50
Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball
quelle: keystone / thomas hodel
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Sie imitieren die grossen Stars – diese Tiere haben zu oft Fussball geschaut

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

GC bleibt dank Traumtor an den FCZ Frauen dran – drei Teams noch sieglos

Vierter Sieg im vierten Spiel – die FCZ Frauen bleiben auf Rang 1 der Women's Super League. Gejagt werden sie von den Stadtrivalinnen von GC, während am anderen Tabellenende Aarau, Lugano und Yverdon weiter auf den ersten Erfolg warten. Durchs Band setzten sich in der 4. Runde die Heimteams durch.

Ein Sieg zum Auftakt gegen Meister Servette, danach sieben Treffer gegen YB und gar acht gegen Yverdon – der Motor der FCZ Frauen lief gleich zu Saisonbeginn bereits auf Hochtouren. Doch gegen den FCSG geriet er ins Stottern.

Die Ostschweizerinnen liessen auf dem Heerenschürli nur wenig zu und hatten nach 55 Minuten die grosse Gelegenheit, in Führung zu gehen: Valeria Iseli schob den Ball nach einem Ausflug von FCZ-Goalie Livia Peng mit dem Aussenrist an den Pfosten. Anstatt 0:1 aus FCZ-Sicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel