Eismeister Zaugg
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29.04.2014; Ittigen; Eishockey - National League; 
Florence Schelling, Torhueterin Frauen-Nationalmannschaft und EHC Buelach, Patrick Reber, Head of Operation National League Alexander Keller, Mediensprecher und Bernard Giroud, Captain der Siegermannschaft 1972 Geneve-Servette HC an der Auslosung zum Swiss Ice Hockey Cup
(Urs Lindt/freshfocus)

Die Cup-Auslosung steht in noch grösserer Kritik als der Wettbewerb selber. Bild: Urs Lindt/freshfocus

Der neue Wettbewerb sorgt für rote Köpfe

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Die famosen Cup-Ausloser – Verhältnisse wie bei den Wahlen in der einstigen DDR

Der Cup im Eishockey hat einen grandiosen Unterhaltungswert. Nun beschert uns die Cup-Auslosung gar noch eine juristische Posse.



HCD-Trainer Arno Del Curto sagte in einem TV-Interview mit dem Teleclub offen, bei der Cup-Auslosung werde manipuliert. Tatsächlich fällt es schwer, das Zustandekommen von Paarungen wie Langnau gegen Bern dem Zufall zuzuschreiben. Natürlich ist es möglich und wohl auch sehr wahrscheinlich, dass alles seine Ordnung hat. Aber das dilettantische Verhalten der Cup-Ausloser beschert uns köstliche Unterhaltung. 

Marc Furrer, Praesident Swiss Ice Hockey und Ueli Schwarz, Chef Leistungssport aeussern sich im Namen von Swiss Ice Hockey zu den Zielsetzungen fuer die bevorstehende saison 2014/15 am Mittwoch, 27. August in Ittigen/Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Die Spitze des Schweizer Eishockeyverbands, Marc Furrer (l.) und Ueli Schwarz, reagieren auf die Vorwürfe von Arno Del Curto mit einem (skurillen) Communiqué.  Bild: KEYSTONE

Verbandsdirektor Ueli Schwarz hat auf ein internes Strafverfahren gegen Arno Del Curto verzichtet. Dafür hat Verbandsboss Marc Furrer nun auf die Manipulationsvorwürfe reagiert und folgende Mitteilung verschicken lassen. Sie sei der Korrektheit halber vollständig wiedergegeben. Wer will, kann sie ja einfach überspringen und nachher weiterlesen. 

«Um jegliche Zweifel an der Rechtmässigkeit der ausgelosten Partien zu zerstreuen, liess die Führung von Swiss Ice Hockey den Ablauf der bisherigen Cup-Auslosungen einer rechtlichen Prüfung unterziehen. Dem Verfahren zufolge sind die Auslosungen juristisch korrekt abgelaufen. Die Führung von Swiss Ice Hockey reagiert auf die in den Medien kolportierten Behauptungen der Unregelmässigkeiten bei den Auslosungen vom Swiss Ice Hockey Cup.» 

Und weiter:

«Das Verfahren wurde einer juristischen Nachprüfung unterzogen. Diese ergab, dass die Auslosungen unter juristischer Kontrolle und nach einer Methode abgelaufen sind, die jegliche Manipulation ausschliessen. Zudem wurde die Auslosung live im Internet-TV übertragen, so dass sich auch die Öffentlichkeit von der Korrektheit des Verfahrens überzeugen konnte. Auch sind die beteiligten Clubs jeweils eingeladen, der Ziehung der Paarungen vor Ort beizuwohnen.»

Dazu gibt es noch eine Aussage von Präsident Marc Furrer: «Es ist klar, dass das Auslosungs-Verfahren hundertprozentig korrekt ablaufen muss. In diesem Sinne war es gut, dass wir das Verfahren noch einmal einer Überprüfung unterzogen, welche ergab, dass das Verfahren jegliche Rechtsgrundlagen erfüllte. Die Manipulationsvorwürfe konnten so vollumfänglich entkräftet werden.» 

Eine juristische Posse sondergleichen

Diese offizielle Mitteilung gibt keine Antwort auf die ganz zentrale Frage. Wer hat diese «juristische Überprüfung» gemacht? Auf Anfrage liefert Mediensprecher Janos Kick eine verblüffende Antwort. Man muss sie zweimal lesen um es glauben zu können: «Die juristische Prüfung der Cup-Auslosung erfolgte durch den Verwaltungspräsident der SIHF, Marc Furrer, der als Jurist und Notar die notwendigen Qualifikationen für eine solche Untersuchung mitbringt. Zudem ist Marc Furrer in seiner Funktion nicht in die operativen Belange rund um den Swiss Ice Hockey Cup involviert, was ihn zu einer neutralen Instanz macht.» 

27.08.2014; Ittigen; Eishockey - National League; Praesident Marc Furrer aeussert sich an der Medienkonferenz. (Christian Pfander/freshfocus)

Marc Furrer ist Angeklagter und Richter zugleich. Bild: Christian Pfander/freshfocus

Der Verbandspräsident Marc Furrer persönlich also hat die interne Angelegenheit geprüft. Den Präsidenten bei einer verbandsinternen Untersuchung als «neutrale Instanz» zu bezeichnen – so viel Chuzpe muss man erst mal haben. Naja, das ist halt auch vorbildliches Kosten-Bewusstsein. Was sollen da externe und unabhängige Spezialisten zugezogen werden, um eine interne Petitesse zu überprüfen? Wenn doch der eigene Präsident als Fürsprecher und Notar selber fachlich hoch qualifiziert ist. 

Ein Schelm, wer denkt, das Resultat dieser «juristischen Überprüfung» sei unter diesen Umständen etwa so seriös wie die Wahl-Ergebnisse in der einstigen DDR. Den Schwefelgeruch des Unseriösen im Zusammengang mit dem Cup bringen die Verbands-Generäle einfach nicht aus den Kleidern. Sie verstärken ihn durch unglücklichen Aktivismus noch. Bald lässt sich ein Roman verfassen. Titel: «Die Ausloser».

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    Alle Leser-Kommentare
  • manolo 08.11.2014 09:15
    Highlight Highlight diese posse passt gut zur führung unseres verbandes!
    ich erinnere an das theater mit ambri-piotta. dieser kub wir vom verband gehätschelt bis zum geht nicht mehr. alle jahre wieder werden defizite in millionenhöhe gemacht,- trotzdem bekommen sie vom verband die Lizenz (mit auflagen). das stadion ist eine zumutung inkl. sicherheitsvorkehrungen! anderen klubs wurden auflagen gemacht, wie notausgänge u.a. zu erstellen! und in ambri?
    wie schon versch. gesagt: dieser vorstand mit furrer, schwartz und co. ist eine schande für unser hockey!!!!
  • TruchaConCebolla 06.11.2014 11:53
    Highlight Highlight "Demokratische" Verhältnisse.. Mal abgesehen davon: Wen interessiert überhaupt der Cup?
    Benutzer Bild
  • f303 06.11.2014 09:40
    Highlight Highlight Wie ist dieser Mann nur Sportjournalist des Jahres geworden? Durch eine ebensolche Auslosung? Klaus, die Blick-Zeiten sind endgültig vorbei!

    Das polemische, immergleiche (Lotter-dies, Operetten-das), von persönlichen Neigungen und durch ständige Wiederholungen geprägte Geschreibe von Herrn Zaugg braucht heutzutage wirklich niemand mehr.
    Zeit für die Rente.
  • subreena 06.11.2014 08:59
    Highlight Highlight Gähn...
    Wenn gemauschelt worden wäre, dann hätten wir wohl das eine oder andere Schlagerspiel mehr gehabt in den 1/8- wie auch in den 1/4-Finals. Bei den vielen möglichen Kombinationen wäre zB. auch das Zürcher Derby sowohl im 1/8 wie auch im 1/4 Final möglich gewesen. SCB-GSHC oder SCB-Visp im 1/4-Final wäre auch nicht unbeachtet geblieben. In den 1/8 Finals GSHC-SCB, GSHC-FG, SCB-FG usw... bei den vielen Möglichkeiten für ein Schlagerspiel muss es ja zwangsläufig die eine oder andere Paarung geben, die mehr Zuschauer anzieht als andere Paarungen...
  • Bruno Wüthrich 05.11.2014 22:03
    Highlight Highlight Juristisch einwandfrei war sicher auch der verweigerte Aufstieg der Huttwil Falcons nach zu spät eingereichten Unterlagen zur Wirtschaftlichkeit. Juristisch ebenfalls einwandfrei war die Rettung der Kloten Flyers nach (wissentlich?) falsch eingereichten Unterlagen zur Wirtschaftlichkeit. Wer lügt, wird gerettet, wer zu spät kommt, wird bestraft. Alles juristisch einwandfrei. Und selbstverständlich alles neutral, wie es sich für einen Verband gebührt. Und da wir uns einig sind, dass immer alles mit rechten Dingen zuging, wollen wir auch nicht an der Rechtmässigkeit dieser Auslosung zweifeln.
    • tinette 06.11.2014 08:33
      Highlight Highlight Die Leitung von Kloten hat nur gegen aussen gelogen. Intern wurden die Bücher richtig geprüft, leider erst sehr spät, wurden die richtigen Infos nach aussen getragen. Das dürften sie gerne bei PWC nachfragen.
      Juristisch war es wirklich korrekt. Bzw. es wurde gar nie wirklich juristisch. Wenn wieder Geld für eine operative Tätigkeit da ist, Schulden erlassen oder getilgt, ist der Fall einem Gericht ziemlich egal. Das war übrigens auch beim SCB einst der Fall. Zu betonen ist trotzdem, dass nun gegen Herrn Bircher Strafanzeige wegen Konkursdelikten eingereicht wurde.
  • grunderhans 05.11.2014 20:58
    Highlight Highlight Laaaaangweilig Zaugg...!
  • tinette 05.11.2014 19:46
    Highlight Highlight Nein, das ist kein Witz. Und in jedem Schweizer Unternehmen der Normalfall. Interne Überprüfungen gehören zur Tagesordnung.
    Auch wenn der Chronist wohl etwas gegen Marc Furrer hat, ist er sicherlich die erste Anlaufstelle intern, welche sich solchen Vermutungen annehmen muss. Oder was glaubt der Chronist, wie so eine Überprüfung beim BAKOM abläuft, dessen Direktor Furrer doch 12 Jahre war.
    Die Auslosung wurde anwaltlich (extern) überwacht. Hier zu tricksen wäre mit den Standesregeln nicht vereinbar und hätte auch bei jeder Anwaltsaufsichtsbehörde schwerwigende Konsequenzen zur Folge.
  • Wagner 05.11.2014 17:27
    Highlight Highlight Oh mein Gott! Das ist jawohl der grösste Witz aller Zeiten ... tztztz!

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