Wirtschaft
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ZUM EKLAT BEI DER KONZERLEITUNG DES BAUCHEMIE- UND KLEBESTOFFHERSTELLERS SIKA STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Logo am Sitz der Sika in Baar, aufgenommen am 31. Maerz 2010. (KEYSTONE/Gaetan Bally) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Sika kennt beim Gewinn im Moment nur eine Richtung: nach oben. Bild: KEYSTONE

In 95 Ländern präsent: Sika expandiert weiter und meldet einen Rekordgewinn



Die Querelen um die Übernahme tun dem guten Geschäftsgang des Bauchemiespezialisten Sika weiterhin keinen Abbruch. Im ersten Halbjahr 2016 legte das Unternehmen einen weiteren Umsatzrekord hin und steigerte den Gewinn im Jahresvergleich um fast ein Viertel.

Zwischen Januar und Ende Juni steigerte das Zuger Unternehmen den Umsatz um 6.9 Prozent auf 2.8 Milliarden Franken, wie aus einer Mitteilung vom Freitagmorgen hervorgeht. Dies sei ein Umsatzrekord im ersten Halbjahr.

Der Gewinn legte im Vergleich zum Vorjahr von 197 auf 246 Millionen Franken zu (+24.8 Prozent). Auch das war ein Rekord für ein erstes Halbjahr. Günstig waren für Sika für einmal sowohl die Währungssituation wie auch die Lage an den Rohstoffmärkten. Dies habe mitgeholfen, die Margen zu verbessern, hiess es im Communiqué.

Mittlerweile 95 Länder

Weiter erschloss Sika eifrig neue Länder, in den vergangenen sechs Monaten eröffnete das Unternehmen zwei Ländergesellschaften (Kuwait, Nicaragua) und sechs Fabriken. Nunmehr ist Sika nach eigenen Angaben in 95 Ländern präsent.

Jan Jenisch, CEO Sika, spricht anlaesslich der ordentlichen Generalversammlung der Sika AG vom Dienstag 12. April 2016 in der Waldmannhalle in Baar. Der Verwaltungsrat des Bauchemieherstellers Sika hat entschieden, die Stimmrechte der Familienholding auch an dieser Generalversammlung bei entscheidenden Fragen auf fuenf Prozent zu beschraenken. Damit wird sich die Erbenfamilie bei Fragen, welche die Uebernahme betreffen, nicht durchsetzen koennen. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Sika-CEO Jan Jenisch.
archivBild: KEYSTONE

Zufrieden zeigte sich Konzernchef Jan Jenisch: Die Investitionen und der Ausbau hätten sich ausbezahlt, alle Regionen hätten zum Rekordergebnis beigetragen. Für die Zukunft zeigte er sich optimistisch. Die Jahresziele – Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent bei überproportionaler Gewinnsteigerung – bestätigte der Konzern.

Ein starkes Wachstum meldete Sika vor allem aus der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (+7.5 Prozent) und Nordamerika (+15.9 Prozent). In Lateinamerika (-9.8 Prozent) verhagelte die Abwertung einiger Währungen die Bilanz; in Lokalwährungen wäre Sika auch dort gewachsen. In Asien/Pazifik (+5.3 Prozent) vermochten Südostasien und Pazifik die geschwächte Nachfrage in China zu kompensieren.

Übernahme in der Schwebe

Keine Neuigkeiten gibt es im Streit um die Übernahme durch den französischen Baukonzern Saint-Gobain. Der Übernahmeversuch, der von der Sika-Führung als feindlich eingestuft wird und über den derzeit die Gerichte entscheiden, bleibe «für die Zukunft als Unsicherheitsfaktor bestehen».

Saint-Gobain hatte seinerseits schon am Donnerstag mitgeteilt, unverändert an seinen Plänen zur Übernahme festzuhalten. Der Plan zur Akquisition einer Kontrollmehrheit an Sika gehöre zu den priorisierten Aktivitäten im zweiten Halbjahr, hiess es in einer Mitteilung zu den Halbjahreszahlen der Franzosen. (kad/sda)

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