Kinder
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Gebildete Mütter machen nicht glücklich(er)



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Bild: shutterstock

Ein höherer Bildungsgrad von Müttern beschert ihren Kindern ein längeres Leben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Einen positiven Einfluss auf die seelische Gesundheit konnten Forscher in einer zweiten Studie dagegen bisher nicht nachweisen.

Die Annahme, dass die Gesundheit von Erwachsenen nicht nur mit der Geldbörse, sondern auch mit dem Bildungsgrad ihrer Eltern zusammenhängt, gibt es schon lange. In einer neuen Studie mit Daten von rund 6000 Menschen aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) fanden die DIW-Wissenschafter diesen Zusammenhang erneut bestätigt.

Hatte eine Mutter ab den 1940er-Jahren mindestens einen Realschulabschluss - entspricht etwa der Sekundarstufe I - haben ihre erwachsenen Kinder ab 65 Jahren eine im Durchschnitt zwei Jahre höhere Lebenserwartung als Kinder, deren Mütter damals höchstens einen Volksschulabschluss hatten.

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Dieses Ergebnis blieb auch bestehen, wenn die Forscher die eigene Bildung der Kinder und deren Einkommen berücksichtigten. Einen Hauptgrund für den Zusammenhang sehen die Forscher darin, dass besser gebildete Mütter auf eine gesündere Lebensweise ihrer Kinder achten, zum Beispiel mit Blick auf eine ausgewogene Ernährung, Rauchverhalten, Alkoholkonsum und Bewegung.

Bildung kein Einfluss auf die Seele

Eher überraschend war für ein zweites Forscherteam das Ergebnis ihrer Studie: Danach hat die Bildung der Mütter bisher keinen messbaren Einfluss auf die seelische Gesundheit ihrer heute erwachsenen Kinder.

Herangezogen für diese Studie wurden Daten von rund 3300 Mutter-Kind-Paaren ab den 1950er-Jahren in Westdeutschland. Die Kinder waren im Durchschnitt 30 Jahre alt, als ihre seelische Gesundheit geprüft wurde. Zur Verwunderung der Wissenschafter fand sich in den Daten kein Bezug zwischen seelischer Gesundheit und Lebenszufriedenheit der Kinder und dem Bildungsniveau der Mutter.

Mütter mit höhere Bildung ergreifen meist besser bezahlte Jobs und führen allein schon durch mehr finanzielle Unabhängigkeit häufig zufriedenere Partnerschaften. Das sollte sich eigentlich auf die Psyche der Kinder positiv auswirken. (aeg/sda/apa/dpa)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • N. Y. P. 21.03.2019 16:25
    Highlight Highlight Der nächste Artikel

    Je gebildeter, desto erfolgreicher, desto mehr Geld, desto schöneres EFH, desto mehr Vermögen,
    aber auch desto durchorganisierter, desto mehr Stress, desto weniger Freizeit, desto weniger Work Life Balance..
  • Zwei Fallende Stimmen 21.03.2019 15:34
    Highlight Highlight Ob da ein Zusammenhang besteht: geschenkt. Aber Frauen wollen i.d.R. keine höhere Bildung, weil dann allfällige Kinder glücklicher sind (oder halt auch nicht), sondern weil es sie selber glücklich macht.
  • DerMeiner 21.03.2019 15:17
    Highlight Highlight Je mehr du weisst, desto mehr machst du dir Gedanken darüber.

    Ich wage zu bezweifeln, dass daran nur positive Seiten zu finden sind.
  • ChiliForever 21.03.2019 14:17
    Highlight Highlight "Danach hat die Bildung der Mütter bisher keinen messbaren Einfluss auf die seelische Gesundheit ihrer heute erwachsenen Kinder"

    Wer mehr gekernt hat im Leben macht sioch vielleicht auch über mehr Dinge im Leben Gedanken. Die Erkenntnisse daraus machen aber nicht immer glücklich...
  • Ganesh LXIX 21.03.2019 13:50
    Highlight Highlight Glücklichste Länder, glücklichste Kinder, was kommt als nächstes? Die glücklichsten Pinguine?

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft – denkste!

Du kannst alles erreichen, solange du die nötige Leistung erbringst. Die Chancen sind für alle gleich; das Einzige, was über Erfolg oder Misserfolg bestimmt, ist das Ausmass an Fleiss und Ausdauer, das du zu investieren bereit bist.

So in etwa lässt sich das Grundversprechen unserer kapitalistischen Leistungsgesellschaft zusammenfassen. Und wir dürfen in der Tat froh sein, in einer Gesellschaft zu leben, die nach diesem meritokratischen Ideal strebt, denn die Alternativen sind fundamental …

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