DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Dem Erstickungstod entgangen: Mehr als 30 Flüchtlinge befreien sich in Mazedonien aus Lastwagen



epa05089972 Macedonian police officer checks the paper of the refugees who cross the border between Greece and Macedonia, near the city of Gevgelija, the Former Yugoslav Republic of Macedonia, 06 January 2016. Serbia, Croatia and Hungary sent groups of police officers to help the Macedonian police in handling of the migrant crisis on the Greek-Macedonian border. Thousands of migrants continue to cross the border and pass through Macedonia on their way to the European Union countries.  EPA/GEORGI LICOVSKI

Mazedonische Sicherheitskräfte prüfen die Papiere eines Flüchtlings. (Symbolbild)
Bild: GEORGI LICOVSKI/EPA/KEYSTONE

In Mazedonien haben sich mehr als 30 Flüchtlinge aus einem verriegelten Lastwagen befreit und sich damit womöglich vor dem Erstickungstod gerettet. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, hatte der Fahrer den LKW nahe der Grenze zu Serbien abgestellt.

Den Laderaum habe er aber von aussen verschlossen und sei dann geflohen. Medienberichten zufolge gelang es den Flüchtlingen in der nordmazedonischen Region Kumanovo, die Tür aufzubrechen. Nach Angaben von Augenzeugen, die den Flüchtlingen zu Hilfe kamen, ging es einigen von ihnen sehr schlecht.

Nach Polizeiangaben handelte es sich um 16 Iraker, 15 Iraner und zwei Libyer. Sie waren demnach aus Griechenland über die Grenze gekommen und im Süden des Landes in den LKW gestiegen. Die Nummernschilder waren nach Polizeiangaben gefälscht.

Die 16 Iraker wurden den Angaben zufolge in ein Notaufnahmelager in Tabanovce gebracht, von wo aus sie in die EU weiterreisen dürfen. Seit Mitte November lassen die mazedonischen Behörden nur noch Flüchtlinge aus Kriegsgebieten durch, vor allem Syrer, Iraker und Afghanen.

Im August waren in Österreich in einem an einer Autobahn abgestellten Lkw die Leichen von 71 Flüchtlingen entdeckt worden. Unter den Toten waren acht Frauen und vier Kinder. (trs/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Europas Türsteher unter Beschuss: Der Frontex-Chef darf sich keinen Fehler mehr leisten

Mobbingvorwürfe, illegale Rückweisungen und Intransparenz: Der Direktor der EU-Grenzschutzagentur Frontex sieht sich mit Rücktrittsforderungen konfrontiert. Dabei setzt der Franzose nur um, was ihm die Politiker in Auftrag geben – sagt er.

Europa mag in vielen Fragen zerstritten sein, doch in einem ist man sich einig: Die EU muss ihre Aussengrenzen schützen. Der Kontrollverlust in der Flüchtlingskrise 2015 und das Sicherheitsvakuum im Nachgang zu mehreren Terror-Attacken haben zur Erkenntnis geführt, dass das grenzfreie Europa nach innen nur beibehalten werden kann, wenn EU-Staaten die Kontrolle haben, wen sie von aussen hereinlassen. Die «Festung Europa», sie ist längst Realität geworden.

Der Mann, der diese Politik umsetzen muss, …

Artikel lesen
Link zum Artikel