Fussball
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Le joueur vaudois Sonny Kok celebre son but lors des prolongations pendant la rencontre de 16eme de finale de la Coupe Suisse de football entre le FC Stade Lausanne Ouchy et le FC Sion au Stade Juan-Antonio-Samaranch ce samedi 16 septembre 2017 a Lausanne. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Spielt Sonny Kok an diesem Wochenende wieder eine Hauptrolle, wenn ein Underdog einem Grossen ein Bein stellt? Bild: KEYSTONE

So gross ist das Stolper-Potenzial der Super-League-Klubs im Cup

Mit zwei Spielen heute Abend beginnt die Ausgabe 2020 des Schweizer Cups. Kommen die Vertreter der Super League alle durch oder gibt es eine Überraschung?



Sieben Jahre sind bereits vergangen, seit zum letzten Mal ein Klub aus der Super League schon in der 1. Cup-Runde ausgeschieden ist. Im Sommer 2012 traf es mit Luzern und Servette gleich zwei Teams der höchsten Liga. Die Innerschweizer schieden im Penaltyschiessen gegen die SR Delémont (1. Liga Promotion) aus, die Genfer scheiterten mit 1:2 am SC Cham, das drei Ligen tiefer in der 1. Liga spielte.

Höchste Zeit also für eine Sensation! Drin liegt sie absolut: In den letzten Jahren gab es jedes Jahr Super-League-Teams, die nur mit Mühe weiterkamen. Meister YB benötigte etwa vergangene Saison eine Verlängerung, um in Biel weiterzukommen, Xamax gewann bei Yverdon bloss 1:0.

So gross ist das Stolper-Potenzial:

Neuchâtel Xamax

Le gardien yverdonnois Kevin Martin, gauche, encaisse le premier but de le joueur neuchatelois Raphael Nuzzolo, droite, lors de la rencontre de football du 1er tour 1/32 de finale de la Coupe Suisse entre Yverdon-Sport FC et Neuchatel Xamax FCS ce dimanche 19 aout 2018 au stade municipale d'Yverdon-les-Bains. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Raphael Nuzzolo schoss vor einem Jahr das einzige Tor beim Xamax-Sieg in Yverdon. Bild: KEYSTONE

Gegner: Yverdon (PL), Sonntag 16.00

Die Neuenburger warten noch auf den ersten Saisonsieg. Und nun geht's im Cup ausgerechnet wieder gegen Yverdon-Sport. Das Team vom anderen Ende des Sees spielt wie in der Vorsaison in der Promotion League und will nun die Sensation schaffen, nachdem es sie im Vorjahr knapp verpasst haben.

«Wir wissen, dass im Cup alles möglich ist. Dafür müssen wir von Anfang an präsent sein», betont Mustafa Sejmenovic. Er kennt den Gegner: Zuletzt spielte der 33-jährige Innenverteidiger vier Saisons bei Xamax, nun kehrte er zu seinem Jugendklub zurück.

Stolper-Potenzial: 15 %

FC Luzern

epa07763018 Luzerns head coach Thomas Haeberli reacts during the UEFA Europa League third qualifying round, first leg, soccer match between FC Luzern and Espanyol in Lucerne, Switzerland, 08 August 2019.  EPA/ALEXANDRA WEY

Coach Häberli ist bereits angezählt. Bild: EPA

Gegner: Calcio Kreuzlingen (2. Liga Inter), Sonntag 16.00

Gegen Espanyol Barcelona durfte man nicht mit dem Weiterkommen rechnen, wie Luzern allerdings aus dem Europacup ausschied, war doch sehr ernüchternd – mit dem Gesamtskore von 0:6. Trainer Thomas Häberli wirkt bereits angeschlagen, da es auch in der Liga nicht läuft. Zuletzt sorgte der Abgang von Ex-Captain Christian Schneuwly für Aufsehen, der seinen Vertrag auflöste und nach Lausanne ging.

In der Fussball-Provinz am Bodensee wird sich der FC Luzern aber wohl trotzdem durchsetzen. Vergangene Saison war Calcio Kreuzlingen ohne Niederlage in die 2. Liga Inter aufgestiegen, gegen Luzern hofft Spielmacher Vincenzo Maiorana nun «in erster Linie auf ein Fussballfest für Verein, Stadt und alle Beteiligten».

Stolper-Potenzial: 5 %

FC Zürich

Zuerichs Trainer Ludovic Magnin jubelt im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC St. Gallen im Letzigrund, am Mittwoch, 14. August 2019 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Magnin feierte den knappen Heimsieg gegen St.Gallen wie einen Meistertitel. Bild: KEYSTONE

Gegner: Black Stars Basel (Promotion League), Samstag 17.00

Gross war das Aufatmen beim FCZ, als er am Mittwochabend den FC St.Gallen 2:1 geschlagen hatte und damit endlich den ersten Saisonsieg feiern konnte. Doch wenn Ludovic Magnin nun im Cup verliert, steht er umgehend wieder im Gegenwind. Und auf die Zürcher wartet ein tückischer Gegner.

Die Black Stars haben als Aufsteiger in die Promotion League einen glänzenden Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Spielen hingelegt. Zwar betont Trainer Samir Tabakovic, als Spieler einst beim FC Basel, dass man einen grossen Unterschied sehen werde, wenn der FCZ seine Leistung abrufen könne. «Aber wenn Zürich uns nicht ernst nimmt, dann …»

Stolper-Potenzial: 5 %

YB

Biels Jihde Jelassi Jubelt nach seinem Tor zum 1:1 im Fussball 1/32 Finals des Schweizer Cups zwischen dem FC Biel und dem BSC Young Boys, am Samstag, 18. August 2018, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Daniel Teuscher)

Biel jubelt: Im Vorjahr hatte YB grosse Mühe. Bild: KEYSTONE

Gegner: Etoile Carouge (Promotion League), Freitag 19.30

Der Meister hatte in der Vergangenheit öfters Mühe, wenn er zum Cup-Auftakt bei Unterklassigen ran musste. YB gewann 2014/15 bei Bavois bloss 1:0, ein Jahr später bei Kriens 2:1 und im vergangenen Jahr erst in der Verlängerung mit 3:2 in Biel. Mit dem Kopf sind die Berner vielleicht statt in Genf bereits im Champions-League-Playoff gegen Roter Stern Belgrad.

Etoile Carouge baut in erster Linie auf seine erfahrene Achse. Abwehrchef ist Sally Sarr (33), am Flügel rennt Geoffrey Tréand (33) und im Sturm steht mit Matias Vitkiviez (34) einer, der es sogar in die Schweizer Nationalmannschaft geschafft hatte. Wenn das von Servette ausgeliehene Goalitalent Léo Lécureux über sich hinauswachsen kann, liegt ein Coup vielleicht drin.

Stolper-Potenzial: 4 %

Servette

Servette's players cheers their supporters after beating Luzern, during the Super League soccer match of Swiss Championship between Servette FC and FC Luzern, at the Stade de Geneve stadium, in Geneva, Switzerland, Sunday, August 4, 2019. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Die «Grenats» dürften ihr Augenmerk auf den Ligaerhalt gesetzt haben. Bild: KEYSTONE

Gegner: Echallens (1. Liga), Samstag 17.00

Der Aufsteiger ist ansprechend in die Saison gestartet und möchte auch im Cup an diese guten Vorstellungen anknüpfen. Gegen den FC Echallens benötigt Servette Genf eine konzentrierte Leistung, dann sollte das Weiterkommen kein Problem sein.

Die Waadtländer haben indes einige Spieler im Kader, die sich auf der grossen Bühne auskennen. Guillaume Katz, David Marazzi oder Quentin Rushenguziminega sind bekannte Namen – letzterer insbesondere genau wegen seines Namens. Beim 4:0 gegen US Terre-Sainte am letzten Wochenende schoss Rushenguziminega gleich alle vier Tore. Und aufgepasst: Mit Sonny Kok hat Echallens einen Stürmer in seinen Reihen, der 2017 das Siegtor beim sensationellen Erfolg von Lausanne-Ouchy gegen den FC Sion erzielte.

Stolper-Potenzial: 4 %

FC Thun

Gegner: Bernex-Confignon (2. Liga Inter), Sonntag 15.00

Nach dem Europacup-Ausflug nach Moskau steht für die Berner Oberländer eine Reise in den Kanton Genf auf dem Programm. Wird Thun die Reisestrapazen merken?

Stolper-Potenzial: 2 %

FC Lugano

Gegner: Concordia Basel (2. Liga), Freitag 19.30

«Congeli» ist längst nicht mehr die Adresse, die es vor einigen Jahren noch war. Die Tessiner werden sich schadlos halten.

Stolper-Potenzial: 1 %

FC Basel

Gegner: Pully (2. Liga), Samstag 17.00

Auch wenn dem FCB nach dem Verkauf von Albian Ajeti und der Erkrankung von Ricky van Wolfswinkel die Stürmer ausgehen, so wird er diese Pflichtaufgabe gut lösen.

Stolper-Potenzial: 1 %

FC Sion

Gegner: Allschwil (2. Liga Inter), Samstag 18.00

Der FC Sion gilt mit 13 Siegen in 14 Finals als DIE Cup-Mannschaft im Land. Die Hürde Allschwil werden die Walliser bestimmt überspringen.

Stolper-Potenzial: 1 %

FC St.Gallen

Gegner: Monthey (2. Liga Inter), Samstag 19.00

Unter Peter Zeidler zeigen die Ostschweizer, wenn es gegen kleine Gegner geht, fokussierte Leistungen. St.Gallen träumt vom ersten Cupfinal seit 1998 – dieser Traum endet an diesem Wochenende bestimmt noch nicht.

Stolper-Potenzial: 1 %

Umfrage

Welcher Super-League-Klub fliegt am ehesten aus dem Cup?

  • Abstimmen

1,557

  • YB15%
  • Basel10%
  • Sion2%
  • Thun1%
  • Servette2%
  • Zürich29%
  • Lugano1%
  • Luzern18%
  • St.Gallen5%
  • Xamax16%

Das sind die grössten Sensationen im Schweizer Cup

Eine sehr ungewöhnliche Schneckenart

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jamaisgamay 16.08.2019 14:16
    Highlight Highlight Der Schweizer Cup wurde schon 94x ausgetragen. Dabei ist der FC Sion 80x schon vor dem Final rausgeflogen, der FCB nur 72x, GC nur 62x. Inwiefern ist jetzt der FC Sion DER Cup-Spezialist? (jaja, die Final-Bilanz ist beeindruckend...)
    • Johnny Geil 16.08.2019 15:49
      Highlight Highlight Weil Sion noch nie, im Gegensatz zu GCBasel, den schweizer Fussball komplett dominiert hat.
    • Militia 16.08.2019 17:17
      Highlight Highlight Bekanntlich gewinnt der Zweite ja gleich viel wie der Letzte: Nichts.
      Oder in Siegesquoten nach Finalteilnahmen: GC 19/32, Basel 13/22 und Sion 13/14.
  • Vesparianer 16.08.2019 13:45
    Highlight Highlight Wie ist das Stolper-Potenzial zustande gekommen?

Assaidi erzielt das frechste Tor des Jahres – dumm nur, dass es Abseits war

11. September 2011: Oussama Assaidi ist gegen Groningen auf dem Weg zum 3:0 für Heerenveen. Doch da pfeift der Schiedsrichter Offside. Der Marokkaner schenkt uns immerhin noch einen Zirkustrick.

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