DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Gay Pride in Sitten.
Gay Pride in Sitten.Archivbild 2001: KEYSTONE

Bischof von Sitten: Homosexualität ist «heilbar»

19.05.2015, 15:3019.05.2015, 15:52

Der Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey, hat in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit der Walliser Zeitung «Nouvelliste» Homosexualität als «heilbar» bezeichnet. Die Lesbenorganisation Schweiz zeigt sich schockiert und empört. 

Die Aussagen machte Lovey weniger als einen Monat vor der geplanten Gay Pride in Sitten am 13. Juni. Die Walliser Zeitung publizierte ein Interview mit dem Bischof auf einer Themenseite zur Vereinbarkeit von Kirche und Homosexualität.

«Homosexualität ist eine Schwäche der Natur»

Der Walliser Oberhirte betont dabei, dass das menschliche Wesen von Natur aus in männlich und weiblich geschlechtlich differenziert sei. Auf die Frage, ob er Homosexualität als Krankheit bezeichne, antwortet Lovey: «Nein, es ist eine Schwäche der Natur.»

Der Beweis dafür sei, dass es ein Leiden gebe bei der Person, welche Homosexualität lebe, und ihrem Umfeld. Aber das ändere weder an der Menschlichkeit und der homosexuellen Person etwas, noch an deren Würde.

Diese Aussagen des Bischofs von Sitten würden zur Abweisung anstiften, hielt Barbara Lanthemann, Generalsekretärin der Lesbenorganisation Schweiz, fest. Sie hofft, dass der Bischof in einem Geist der Beruhigung der Lage einige Wochen vor der Pride Worte der Korrektur dieser «bewussten verbalen Entgleisung» finden werde. (whr/sda) 

No Components found for watson.appWerbebox.
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Netflix reitet mit grandiosem Cumberbatch-Western den Oscars entgegen
Eine Ranch wird zum Versuchslabor für Menschen und ihre Begehren. Jane Campions «The Power of the Dog» läuft jetzt im Kino. Und dann auf Netflix.

Er hatte sich tagelang nicht gewaschen. Weil er wollte, dass ihn die anderen während der Dreharbeiten nicht nur sehen und hören, sondern auch riechen. Er trug einen Film aus Gestank auf der Haut und fand sich selbst zum Schämen grusig. Er holte sich auch eine Nikotinvergiftung, weil er so viele selbstgedrehte, ungefilterte Zigaretten rauchte. Und er lernte, wie man Bullen kastriert, Banjo spielt und sich splitternackt vor eine Kamera stellt.

Zur Story