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Marco Chiesa soll SVP-Präsident werden – Andreas Glarner zieht sich zurück



WAHLEN 2019 - NATIONALRAT - KANTON TESSIN - Marco Chiesa (bisher), SVP. (KEYSTONE/Parteien/Handout) === HANDOUT, NO SALES ===

Marco Chiesa Bild: PARTEI

Der Tessiner Ständerat Marco Chiesa soll das Präsidium der SVP übernehmen. Die Findungskommission hält ihn für den besten Kandidaten und schlägt dem Parteiausschuss vor, ihn am 22. August ins Präsidium zu wählen. Chiesa hat die Kandidatur angenommen.

Dies teilte die Kommission am Donnerstag mit. Chiesa sei in der Findungskommission von Anfang an einer der Wunschkandidaten gewesen, schreibt die Findungskommission in der Mitteilung. Er habe aber Ende Februar aus beruflichen Gründen absagen müssen, da seine damalige Stelle als Leiter eines Alterszentrums mit über 80 Mitarbeitern ein zusätzliches Engagement als SVP-Präsident ausschloss.

Chiesa habe unterdessen seine heutige Stelle gekündigt, um sich beruflich neu zu orientieren. Damit sei für ihn die Übernahme des Parteipräsidiums möglich geworden.

Der Parteiausschuss kann am 22. August in Brugg das Präsidium neu bestellen. Neben Chiesa stehen der Aargauer Nationalrat Andreas Glarner (57) und der Zürcher Nationalrat Alfred Heer (58) als Kandidaten zur Verfügung.

Dass aber einer der beiden Politiker Albert Rösti als Parteipräsidenten beerben wird, war immer unwahrscheinlicher geworden. Immer wieder machten neue Namen in den Medien die Runde, um kurze Zeit wieder abzusagen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass es im engsten Kreis der SVP starke Widerstände gibt gegen einen Präsidenten Glarner oder Heer.

Auf Anfrage von« Blick» erklärte Andreas Glarner bereits, seine Kandidatur zurückzuziehen. «Ich finde das eine sehr gute Lösung», sagte er. Er habe bereits das Schlimmste befürchtet. «Es wurden ja sehr viele Namen genannt. Nicht alle wären qualifiziert gewesen.»

Nationalrat Andreas Glarner, SVP-AG, spricht an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 8. Juni 2020 im Nationalrat in einer Ausstellungshalle von Bernexpo in Bern. Damit das Parlament die vom Bundesrat verordneten Verhaltens- und Hygieneregeln zur Bekaempfung der Covid-19 Coronavirus Pandemie einhalten kann, findet auch die Sommersession in Bernexpo und nicht im Bundeshaus statt. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Zieht seine Kandidatur zurück: Andreas Glarner. Bild: keystone

Präsident aus lateinischer Schweiz wäre «Glücksfall»

Mit Chiesa schlägt die Partei einen Vertreter aus dem Südkanton vor. Es sei ein Glücksfall, wenn der künftige Parteipräsident aus der lateinischen Schweiz komme, schreibt die Findungskommission, da es in der folgenden Amtsperiode vor allem darum gehe, die SVP in der Romandie zu stärken. Chiesa habe zudem im Tessin solide Aufbauarbeit für die SVP geleistet - zuerst im Gemeinderat der kleinen Gemeinde Villa Luganese, nach deren Fusion mit der Stadt Lugano im Gemeinderat von Lugano und zuletzt im Tessiner Grossrat.

Chiesa politisiert gemäss Mitteilung gegen die «unkontrollierte Zuwanderung», die Staus auf den Strassen, die steigenden Immobilienpreise und gegen eine «unfaire Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt». Er wurde im Frühjahr 2018 zusammen mit der Bündner SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher ins Vizepräsidium der SVP gewählt.

Gemäss Mitteilung ist Chiesa verheiratet und Vater von zwei Kindern und hat ein Studium in Betriebswirtschaft an der Universität in Freiburg abgeschlossen. Chiesa spricht demnach fliessend italienisch, französisch sowie gut deutsch. (cma/sda)

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