«Könnte ein Bruch im Unterschenkel-Bereich sein»: Erstes Verletzungsupdate zu Lindsey Vonn
Es ist die tragische Geschichte der heutigen Abfahrt der Frauen. Lindsey Vonn stürzte in Cortina noch vor der ersten Zwischenzeit schwer und musste danach mit dem Helikopter abtransportiert werden. Die Sorgen um die 41-Jährige sind sehr gross, denn erst am Freitag vor einer Woche stürzte Vonn in Crans-Montana schwer und zog sich einen Kreuzbandriss zu.
Wie schwer sich die US-Amerikanerin beim Sturz in Cortina verletzt hat, ist aktuell noch nicht klar, aber Alex Hödlmoser, Speed-Trainer der Amerikanerinnen, hat in einem Interview mit SRF ein erstes Update gegeben: «Wir haben nur wenige Informationen. Anscheinend soll es ein Bruch im Unterschenkel sein. Sie wird aktuell noch untersucht.» Der Trainer selbst konnte bisher noch nicht mit Vonn sprechen.
«Sie wird wieder gesund werden, aber es wird ein langer Prozess sein», sagte bei ESPN Anouk Patty, Sportchefin von U.S. Ski and Snowboard. «Dieser Sport ist brutal, und die Zuschauer müssen sich bewusst sein, dass diese Athleten sich mit sehr hoher Geschwindigkeit einen Berg hinunterstürzen.»
Teamkolleginnen leiden mit
Die Abfahrt entschied Vonns Landsfrau Breezy Johnson für sich. «Es ist schwierig, man freut sich über die Goldmedaille, aber bangt auch um Lindsey», sagte Hödlmoser. Auch die frischgebackene Olympiasiegerin äusserte sich zum tragischen Sturz ihrer Kollegin: «Ich habe sehr viel Mitgefühl für Lindsey. Ich hoffe, es ist nicht das Ende für sie. Aber ich wess es nicht.»
Als Vonn stürzte, stand ihre Teamkollegin Isabella Wright noch am Start. «Es war wirklich herzzerreissend. Wir haben es live miterlebt. Das wünscht man niemandem. Vor allem nicht seiner Teamkollegin und nicht Lindsey. Sie hätte ein besseres Ende verdient gehabt», erklärte Wright nach dem Rennen in der Mixed-Zone.
Gegenüber NBC hat sich auch Vonns Schwester Karin Kildow zum Sturz geäussert, welcher in Cortina vor Ort war: «Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten. Es ging alles sehr schnell. In so einem Moment hofft man einfach nur, dass sie okay ist. Es war beängstigend, denn wenn man sieht, wie die Tragen herausgebracht werden, ist das kein gutes Zeichen.» Aber auch Kildow selbst hatte bisher keinen direkten Kontakt zu ihrer Schwester. (riz)
