Sport
Velo

Hirschi nach seinem schweren Sturz: «Drei, vier Tage muss ich überleben»

epa09303575 Swiss rider Marc Hirschi of the UAE-Team Emirates (C) receives medical care after a mass crash during the 1st stage of the Tour de France 2021 over 197.8km from Brest to Landerneau, France ...
Marc Hirschi gehörte zu den Opfern der beiden Massenstürze während der 1. Etappe.Bild: keystone

Hirschi nach seinem schweren Sturz: «Drei, vier Tage muss ich überleben»

Er müsse die nächsten «drei, vier Tage überleben», sagt Marc Hirschi. Wenn ihm das gelingt, ist der Berner zuversichtlich, die 108. Tour de France fertig fahren zu können.
27.06.2021, 18:4627.06.2021, 19:02

Fast wäre für Marc Hirschi die 108. Tour de France wegen seines schweren Sturzes schon nach der ersten Etappe zu Ende gewesen. Doch der Berner kann trotz einer schmerzhaften Schulterverletzung weiterfahren und hofft sogar, in drei Wochen Paris zu erreichen.

Marc Hirschi avait
Hirschi landete hart in einem Gebüsch.Bild: fxp-fr-sda-rtp

Hirschi war zum Tour-Auftakt gleich zweimal unter den Sturzopfern. War der erste Crash noch glimpflich verlaufen, so zog sich der 22-Jährige vom Team UAE Emirates beim zweiten eine Verrenkung des rechten Schultereckgelenks zu.

Zwar verspürte er in der Nacht beträchtliche Schmerzen, dennoch entschloss sich Hirschi nach Absprache mit der medizinischen Abteilung, zur Fortsetzung der seiner persönlich zweiten Frankreich-Rundfahrt.

Beim zweiten Massensturz erwischte es Hirschi ziemlich heftig.Video: streamable

Er sei okay, sagte der letztjährige Tour-Etappensieger dem französischen Fernsehsender France 3. «Ich habe zwar grosse Schmerzen, aber zum Glück ist nichts gebrochen.» Es gehe für ihn darum, die nächsten paar Tage zu überstehen. «Drei, vier Tage muss ich überleben. Danach wird es besser und ich kann bis Paris fahren», hofft Hirschi.

Die Hoffnung, Paris zu erreichen

Dies wäre nicht nur in Hirschis eigenem Sinn, damit er sich für das olympische Strassenrennen in einem Monat in Tokio in Topform fahren kann, sondern auch die Hoffnung der Teamführung. Der ehemalige U23-Weltmeister ist in der Formation des letztjährigen Tour-Siegers Tadej Pogacar ein wichtiges Teil im Erfolgs-Puzzle.

In den kommenden Tagen kann der Slowene gut auf die Helfer-Dienste von Hirschi verzichten. Doch ab der zweiten Woche folgen in der Frankreich-Rundfahrt zahlreiche Bergetappen.

Beim hektischen Tour-Auftakt wurden auch Reto Hollenstein und Michael Schär Opfer von Stürzen. Doch beide standen ebenso wie Hirschi am Start der 2. Etappe in Perros-Guirec und alle drei erreichten das Ziel in Mûr-de-Bretagne problemlos innerhalb des Zeitlimits. (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Der Teufel jagt alle! Der berühmteste Fan der Tour de France
1 / 21
Der Teufel jagt alle! Der berühmteste Fan der Tour de France
Der Teufel jagt Lance Armstrong den Berg hinauf.
quelle: epa afp / patrick boutroux
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«E-Bikes sind der Untergang der Zivilisation»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Weil Eric Lindros nicht nach Quebec will, gewinnt Colorado den Stanley Cup
2. Oktober 1991: Der kommende NHL-Superstar Eric Lindros kündigt an, nie im Leben einen Vertrag bei den Quebec Nordiques zu signieren. Deshalb gibt das Team seinen Nummer-1-Pick ab – und macht damit ein Bombengeschäft.
Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre sind die Quebec Nordiques eines der schwächsten Teams der NHL. Im Draft 1991 dürfen sie deshalb als Erste ein Talent auswählen. Und obwohl Eric Lindros im Vorfeld klargemacht hat, keinesfalls bei den Nordiques zu unterschreiben, entscheiden sich diese für den 18-jährigen Kanadier.
Zur Story