Coronavirus
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Die A1 ist wieder voll wie vor Corona, doch Busse und Trams füllen sich nur langsam

Neue Daten zeigen: Noch immer sind weniger Menschen unterwegs als vor der Coronakrise. Doch ins Auto setzen sich die Pendler deutlich schneller wieder als in Bahn, Bus und Tram.

Stefan Ehrbar / ch media



Der Verkehr auf der A1 beim Gubristtunnel Richtung Bern stockt, aufgenommen am Montag, 20. Oktober 2014, bei Duebendorf. Ein Lastwagen hat am Montagmorgen kurz nach 5 Uhr im Gubristtunnel auf der A1 von St. Gallen in Richtung Zuerich seine Ladung verloren. Weil die Aufraeumarbeiten andauern, staut sich der morgendliche Berufsverkehr auf einer Laenge von zwanzig Kilometern. Die Autofahrer muessen sich zwei Stunden gedulden. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Auf den Autobahnen wird nur noch ein kleiner Rückgang im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit gemessen. Bild: KEYSTONE

Die Coronakrise hat dem öffentlichen Verkehr einen nie dagewesenen Einbruch der Passagierzahlen beschert. Auch auf der Strasse waren in den vergangenen Wochen deutlich weniger Autos unterwegs, weil viele im Homeoffice arbeiteten und weniger Fahrten in der Freizeit unternahmen.

>>> Corona im Ticker: Weltweit über 10 Millionen Fälle.

Eine Auswertung von aktuellen Daten zeigt nun: Der Strassenverkehr erholt sich deutlich schneller als der öffentliche Verkehr. In der dritten Juni-Woche registrierte etwa das Bundesamt für Strassen (Astra) auf der A1 bei Würenlos knapp 835'000 Autos, Busse und Cars. Das entspricht einem Rückgang von gerade einmal 1.1 Prozent im Vergleich zur selben Periode im Vorjahr.

Pro Tag 1.5 Millionen Autos in der Stadt

Auf der A6 beim Berner Ostring zeigte sich im Vergleich der beiden Perioden ein Rückgang von 7.6 Prozent. Auf der A2 in Basel wurden mit insgesamt 500'000 hingegen gut 15 Prozent weniger Autos, Busse und Cars gezählt. Fast wieder auf dem Niveau wie vor der Coronakrise ist der Autoverkehr in der Stadt Zürich. So wurden etwa am vergangenen Mittwoch an allen Zählstellen in der Stadt 1.52 Millionen Autos registriert - ein ähnlicher Wert wie anfangs März vor den Einschränkungen des Corona-Lockdown.

Deutlich langsamer kehren die Menschen hingegen in die öffentlichen Verkehrsmittel zurück. Am 24. Juni sprach die Branche davon, dass die Auslastung im Fernverkehr derzeit erst bei rund der Hälfte im Vergleich zum Vorjahr liege, im Regionalverkehr sei sie etwas höher. In den Städten hingegen scheint sich der ÖV schneller zu erholen. Darauf deutet eine Auswertung der Zählstelle der Verkehrsbetriebe Zürich am Bahnhof Hardbrücke hin.

Bild

grafik: ch media/mia

Dort verkehren neben den S-Bahnen drei Buslinien und eine Tramlinie. Am vergangenen Donnerstag waren gut 59'000 Pendler unterwegs. Im Vergleich zu den Zahlen der letzten Februarwoche entspricht das einem Minus von noch etwa 20 bis 25 Prozent. Allerdings spielt das Wetter eine entscheidende Rolle, und in der kälteren Jahreszeit nützen mehr Menschen in der Stadt den ÖV als im Sommer. Auch weisen die VBZ darauf hin, dass diese Zahlen keine Hinweise auf das übrige Netz zulassen. (bzbasel.ch)

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54Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Shisha 29.06.2020 15:40
    Highlight Highlight Ein weiteres Praxisbeispiel, das aufzeigt, wieso man ÖV und Individualverkehr nicht gegeneinander ausspielen sondern als komplementäres System betrachten sollte.
  • mrgoku 29.06.2020 13:05
    Highlight Highlight Kein Wunder ist vom Brüttiseller-Kreuz bis nach Zürich ununterbrochen Stau. 35230932 Baustellen und vor allem die Richtung ZH-City vor und im Schöneich...die geht bis 2024!!! bääääh

    Bin soweit dass ich meine Kunden bitte per Telefon zu besprechen weil ich sonst 2h im Stau stecke...
  • murrayB 29.06.2020 13:02
    Highlight Highlight Baut endlich die Autobahnen aus! Irgendwann hat die Schikanierung des Strassenverkehrs und die Bevorzugung des ÖV hoffentlich ein Ende!
  • Lustiger Baum 29.06.2020 10:02
    Highlight Highlight Jetzt kommen dann wieder die anti Autofans und schreien. Dass bereits jetzt gewisse ÖV Strecken überlastet sind oder der Verkehr gerade mal 25-30% des CO2 Ausstosses - inklusive Warentransporten ausmacht wird gekonnt ignoriert. Das viele Orte in der Schweiz nicht wirklich ÖV konform sind wird ebenfalls vergessen. Für Familien oder nicht 15k Monatseinkommen werden Agglos immer mehr ein Finanzproblem. Stichtwort Gentrifizierung...

    Davon abgesehen haben wir sehr viel grössere Probleme bei der Umwelt durch die Industrie und Stromproduzierung. Ausgelöst durch Konsumgeilheit.
  • Patho 28.06.2020 22:37
    Highlight Highlight Solange ich morgens um 7 auf meinem Arbeitsweg durch die Stadt Zürich höchst selten ein Zugabteil mlt mehr als einer anderen Person teilen muss, sehe ich das Problem nicht mit dem öV zu pendeln... Und ich muss ja auch nicht mehr jeden Tag fahren, Teilzeit-Home Office sei Dank😀
  • Randen 28.06.2020 19:32
    Highlight Highlight Es sollte maximal Tempo 80 und rechte Spur für Verbrenner gelten. Und Roadpricing in der Stadt für alle
    • Froggr 28.06.2020 20:47
      Highlight Highlight 😂klar. Und am besten den Zug gratis machen. Nein noch besser: Man sollte Geld erhalten wenn man den Zug nimmt.
    • Maragia 28.06.2020 22:38
      Highlight Highlight Jo macht nur Roadpricing. Muss eh nie mit dem AUto nach Zürich. Aber viel Spass wenn dann alles teurer wird (Handwerker, Lebensmittel etc.) :D
    • Big ol'joe 28.06.2020 23:01
      Highlight Highlight @Froggr keine schlechte Idee, wie in Luxemburg.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miicha 28.06.2020 17:28
    Highlight Highlight ÖV fahren ist im Moment einfach echt kein Spass, Ansteckungsgefahr ist zu gross. Kein Wunder fahren die, die müssen mit dem Auto.
  • Huckleberry 28.06.2020 17:17
    Highlight Highlight Wollten wir nicht die Pandemie nutzen um unsere Wirtschaft und unseren Lebensstil zu ändern? Alle waren doch so froh, ein paar Hase, Rehe und Berge zu sehen. Die Freude war wohl mehr Vorfreude über die Likes in Facebook, Instagram usw.!
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 28.06.2020 17:48
      Highlight Highlight Du und ich, ja. Und ein paar mehr, die auf's Herzchen gedrückt haben. Die anderen nicht. Das ist leider die bittere Wahrheit.
      Bei den anderen liegt momentan der Fokus darauf, wie sie möglichst unkompliziert an ihr fernes Traumferienziel kommen. Und das neue iPhone 12, das nach den tollen Ferien noch so als Extra kommt. I'm antinatalist for a reason.
    • Froggr 28.06.2020 20:48
      Highlight Highlight Antiantalist: Ja, gewisse Ziele sind wieder erreichbar. Werden gebucht in den nächsten Ferien. French Polynesia zum Beispiel. Die Erde ist wunderschön. Das will ich nicht missen.
    • beethoven 28.06.2020 22:37
      Highlight Highlight @Antinatalist. Sind Sie aus prinzipieller Hoffnungslosigkeit Antinatalist (denn da gibt's philosophisch gesehen ja eigentlich nur einen einzigen, traurigen Weg)? Oder weil Sie dem Ganzen mit der "Übervölkerung" glauben?
      Letzteres ist nämlich in erster Linie kapitalistischer Alibismus, der damit rechnet, dass die nächste Generation genau so verantwortungslos und konsumgeil handelt wie die vorherigen... Systemänderung ist die Lösung, Antinatalismus evasive und nihilistische Verschiebung des Problems.

      Im Übrigen sonst völlig mit Ihrem Kommentar einverstanden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Turicum04 28.06.2020 17:11
    Highlight Highlight Der Privatverkehr muss mit allen Mitteln unattraktiv gemacht werden. Erst dann wird auf den ÖV umgestiegen. Es ist unverantwortlich, wenn jeder alleine mit seinem Dreitönner SUV herumfährt.
    • du_bist_du 28.06.2020 17:25
      Highlight Highlight Klar, diesen Programmpunkt würde ich aber vielleicht erst nach der Krise angehen...
      Wer mich während einer Krise in Menschenmengen zwingen will, obwohl ich in der glücklichen Lage bin, eine Alternative zu haben, wird meine Stimme nie mehr bekommen. Ganz einfach.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 28.06.2020 17:50
      Highlight Highlight @du_bist_du: Hast du Kinder? Dann sind die Menschenmengen selbstverschuldet.
    • du_bist_du 28.06.2020 18:01
      Highlight Highlight @Antinatalist
      Inwiefern?
      Alles kann man nicht verhindern. Ich denke nicht so radikal.
      Aber sieh, wenn ich die Möglichkeit habe während der Pandemie ein Auto zu benutzen, mich zu distanzieren und gleichzeitig im ÖV etwas Platz zu schaffen, brauche ich niemanden der mir erklärt wie böse das Auto ist.

      Selbstverständlich ist diese Diskussion berechtigt und kann vielleicht sogar mit Corona geführt werden. Aber nicht in der aktuellen Phase, meine Meinung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Uglyman 28.06.2020 17:07
    Highlight Highlight Der Bundesrat hatte es verpasst, im ÖV eine Maskenpflicht anzuordnen. Solange es keine Impfung gibt, bringt mich und viele andere niemand in ein Tram
  • Posersalami 28.06.2020 17:06
    Highlight Highlight Gefühlt sind Trams und Busse fast so voll wie im März.

    Unabhängig von Corona braucht es endlich ein Recht auf Homeoffice. Bei uns zB. hat das super funktioniert, trotzdem müssen jetzt alle wieder ins Büro..
    • Froggr 28.06.2020 20:46
      Highlight Highlight Ui die Züge aber gar nicht.
    • Patho 28.06.2020 22:32
      Highlight Highlight Cool, dann habe ich als Chirurg endlich auch das Recht zuhause zu operieren! Ein scharfes Messer lässt sich in der Küche sicherlich noch finden und dle AssistenzärztInnen unterstützen mich über Teams :)
    • Bruno Meier (1) 29.06.2020 01:38
      Highlight Highlight ... ein Recht auf Home Office ...

      Mach dich selbständig und werde Unternehmer, dann hast du das Recht darauf.
      Nicht nur immer jammern und von allen Anderen fordern, nimm die Finger aus dem ... und mach endlich was!
    Weitere Antworten anzeigen
  • c_meier 28.06.2020 16:06
    Highlight Highlight wie war das nochmal mit "wir werden mehr im Homeoffice arbeiten...." 🤔
    • Wellenrit 28.06.2020 16:35
      Highlight Highlight KV 😂😂😂
    • Baba 28.06.2020 16:37
      Highlight Highlight Wer hat denn sowas von sich gegeben? Jetzt doch erst recht 😬
    • 6030ebikon 28.06.2020 17:06
      Highlight Highlight abwarten und tee trinken... wenn die fallzahlen von neuansteckungen weiter steigen, ist der erneute lockdown immer wahrscheinlicher und dann hast du dein homeoffice wieder...🤓
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflirocker1970 28.06.2020 15:48
    Highlight Highlight Maske montieren und wieder mit der Bahn fahren, Leute!
    Dann komme ich, mit dem Lastwagen, wieder pünktlich beim Kunden an.
    • Wellenrit 28.06.2020 17:13
      Highlight Highlight Nun ja das liegt aber auch etwas daran dass es zu viele Lastwagen auf der straße gibt nichts nur PKW! Zudem sind die straßen nicht alleine für Lastwagen gebaut worden und wenn die Lastwagen pünktlicher sein sollen sollten die Firmen mehr steuern für den Unterhalt der straßen zahlen!
    • Töfflirocker1970 28.06.2020 17:19
      Highlight Highlight @Wellenrit:

      Ich akzeptiere gerne deine Sonntagsfahrt, wenn du uns Trucker akzeptierst. Wir füllen schliesslich dein Supetmarktregal. Auch dein Wagen steht ohne Sprit ganz dumm da.
    • Wellenrit 28.06.2020 17:29
      Highlight Highlight Ich fahre mit dem öv mir wurde es zu gefährlich und unberechenbar mit den autos und lkws. Von mir aus kann der krieg weitergehen das problehm der lkws ist just in time ein undig und das der pkw grösser ist besser 😂
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