Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Liveticker

England öffnet die Pubs wieder ++ 11'400 neue Coronafälle in Florida an einem Tag



Liveticker: Corona National+International 03.07.

Schicke uns deinen Input
Team watson
Petar Marjanović
19:23
Florida verzeichnet mehr als 11'400 neue Corona-Fälle an einem Tag
Der US-Bundesstaat Florida hat innerhalb eines Tages mehr als 11'400 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die am Samstag von der lokalen Gesundheitsbehörde veröffentlichte Zahl für Freitag markiert eine weitere dramatische Zunahme an Fällen in dem Bundesstaat mit rund 20 Millionen Einwohnern.

USA-weit werden derzeit täglich mehr als 50 000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet, ebenfalls so viele wie noch nie zuvor. Nach einer kurzen Phase der Entspannung bereitet die Lage Gesundheitsexperten vor allem in südlichen Bundesstaaten Sorge. Aber auch in anderen Teilen des Landes wurden wegen der Zunahme der Neuinfektionen die schrittweise Lockerungen der Corona-Massnahmen zurückgenommen oder es wurde damit pausiert.

Insgesamt sind in den USA mehr als 2,8 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Fast 130 000 Menschen starben nach oder mit einer Covid-19-Erkrankung. (sda/dpa)
17:51
Pubs in England dürfen wieder öffnen
People enjoy their drinks at the Forester pub in London, Saturday, July 4, 2020. England is embarking on perhaps its biggest lockdown easing yet as pubs and restaurants have the right to reopen for the first time in more than three months. In addition to the reopening of much of the hospitality sector, couples can tie the knot once again, while many of those who have had enough of their lockdown hair can finally get a trim. (AP Photo/Frank Augstein)
Nach mehr als drei Monaten Schliessung wegen der Coronavirus-Pandemie haben seit Samstag früh die Pubs in England wieder geöffnet.

Die Regierung hatte die Öffnung der Kneipen erst für die frühen Morgenstunden angesetzt, um zu verhindern, dass die Menschen noch in der Nacht zu den Pubs pilgern. Es gelten strenge Auflagen, beispielsweise müssen Pub-Besucher ihre Kontaktdaten hinterlassen. Bestellungen dürfen nur am Tisch oder per App aufgenommen werden.

Trotzdem wurde befürchtet, es könne zu Alkoholexzessen und Ausschreitungen kommen. Gesundheitsminister Matt Hancock warnte mit deutlichen Worten davor, über die Stränge zu schlagen: «Wer das Gesetz bricht, kann hinter Gittern landen», sagte er der «Daily Mail» am Freitag.

Die Lockerung gilt vorerst nur in England und Nordirland. In Schottland und Wales müssen sich die Menschen noch etwas länger gedulden, bevor sie wieder in den Pub gehen können. In Grossbritannien legt jeder Landesteil seine eigenen Massnahmen in der Coronavirus-Pandemie fest. (sda/dpa)
16:28
10'000 Corona-Tote in Russland
Mehr als 10 000 Tote in Corona-Krise in Russland
In Russland sind in der Corona-Krise insgesamt mehr als 10 000 Menschen im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gestorben. 168 Todesfälle seien zuletzt gemeldet worden, teilten die russischen Behörden am Samstag in Moskau mit. Damit gibt es mehr Tote in Russland als in Deutschland, wo rund 9000 Tote registriert wurden. Die meisten Todesopfer in der Pandemie verzeichnen die USA mit knapp 130 000 Fällen.

In Russland, dem grössten Land der Erde, haben sich bislang rund 675 000 Menschen mit dem hochansteckenden Coronavirus infiziert. Jeden Tag kommen landesweit noch immer knapp 7000 neue Fälle hinzu. Für viele Wochen gab es vor allem in der Hauptstadt Moskau strenge Ausgangsbeschränkungen, was die Infektionszahlen etwas drückte. Auch weiterhin wird im öffentlichen Raum das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben, was jedoch nicht überall eingehalten wird.

Immer wieder gab es Berichte über geschönte Corona-Statistiken in Russland. Behördenvertreter wiesen dies jedoch vehement zurück. Zuletzt wurde ein Demograf des russischen Statistikamtes entlassen. Der Mann hatte zuvor die offiziellen Zahlen angezweifelt, wie das Portal Meduza berichtete. (sda/dpa)
14:10
Schweizer Corona-Warn-App zählt bereits über eine Million Nutzer
Die Schweizer Corona-Warn-App zählt bereits über eine Million Nutzer. Bis am Freitagabend installierten und nutzen 1'007'199 Menschen aktiv die Anwendung auf ihren Mobiltelefonen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Samstag mitteilte.

Die Swiss-Covid-App war vor neun Tagen vom Bund lanciert worden. Sie warnt Benutzer, falls diese engen Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten. Sie soll dem Bundesrat zufolge als technisches Hilfsmittel für die klassische Kontaktverfolgung (Contact Tracing) dienen und helfen, Infektionsketten zu unterbrechen.

Die freiwillige und kostenlose Anwendung steht in neun Sprachen zur Verfügung. In der Schweiz gibt es laut dem Bund gegen 6,4 Millionen Handys, die mit der App kompatibel sind. Damit hat nach der Lancierung jeder Sechste die Anwendung heruntergeladen. Für Mitte Juli ist ein erstes Update der App geplant. Dabei sollen kleinere Fehler behoben, Messungen verbessert und die Batterielaufzeit erhöht werden. (sda)
13:52
Bundesrat Maurer hält Kontrolle von Einreisenden für machbar
Bundesrat Ueli Maurer hält bei der Coronavirus-Quarantäne die Kontrolle von Reisenden aus 29 Risikoländern für machbar. Dies sagte der Finanzminister in einem Radiointerview vom Samstag.

Wer ab Montag aus einem Risikoland in die Schweiz einreist, muss für zehn Tage in die Selbstquarantäne. Der Bund hatte am Donnerstag mehrere europäische Länder auf den Corona-Index gesetzt, darunter Serbien und den Schengen-Staat Schweden. Zu den Risikoländern zählen derzeit auch Serbien, Kosovo und Nordmazedonien, die USA, Russland, Brasilien, Argentinien und zahlreiche Golfstaaten. Auf der Liste stehen zudem Tourismus-Hotspots wie Israel, Südafrika und die Kapverden.

«Zurzeit ist es machbar, denn auf der Liste sind auch Länder, aus denen wir keine Zuwanderung haben», sagte Maurer in der Sendung «Samstagsrundschau» von Radio SRF zu den Kontrollen. Nur schon die Androhung der Quarantäne werde dazu führen, dass die Leute zurückhaltender seien.

An Flughäfen könnten Kontrollen gut durchgeführt werden. Bei den übrigen Grenzübertritten sei es schwieriger, erklärte der Bundesrat. Dort könnten aber etwa Busse und Reisegesellschaften kontrolliert werden. Er gehe davon aus, dass mehr als 50 Prozent der Personen aus Risikoländern festgestellt werden könnten, die auf dem Landweg in die Schweiz einreisten.

Maurer räumte ein, dass noch nicht alle Rechtsfragen zur Quarantäne gelöst seien. Es sei dem Bundesrat darum gegangen, rasch ein Zeichen zu setzen. Wenn zuerst alle Detailfragen gelöst worden wären, hätte die Gefahr bestanden, dass das Ansteckungsrisiko unterdessen viel grösser würde. (sda)
Bundesrat Ueli Maurer gibt ein Interview waehrend der Bundesratsreise bei der Abegg Stiftung in Riggisberg, am Freitag, 3. Juli 2020. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
13:31
Ex-Bundesrätin Leuthard: Schweiz reagierte zu spät auf Corona-Krise
Die Schweiz hat nach den Worten der früheren Bundesrätin Doris Leuthard zu spät auf die Coronavirus-Krise reagiert. Der Lockdown sei zehn Tage bis zwei Wochen zu spät gekommen, sagte die ehemalige CVP-Magistratin in einem Interview mit dem TV-Sender CNN Money Switzerland.

Die Regierung habe bei der Durchsetzung der Corona-Massnahmen insgesamt eine gute Arbeit geleistet, sagte die 57-Jährige in dem auf Englisch geführten Gespräch. Die Politik hätte aber früher reagieren sollen. Im Nachhinein sei man allerdings immer gescheiter, sagte Leuthard.

Die Schweiz werde «gut positioniert» aus der Krise hervorgehen, meinte die frühere Wirtschafts- und Umwelt-Ministerin, allerdings wohl nicht dieses oder nächstes Jahr. Die Erholung werde Zeit brauchen.

Leuthard war von 2006 bis Ende 2018 Mitglied der Landesregierung, zunächst als Wirtschaftsministerin, danach leitete sie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation. Nach ihrem Rücktritt übernahm sie mehrere Verwaltungsratsmandate, darunter beim Detailhändler Coop und beim Bahnhersteller Stadler Rail. (sda)
ARCHIVBILD ZUR VERPFLICHTUNG VON ALT-BUNDESRAETIN DORIS LEUTHARD FUER DEN VERWALTUNGSRAT VON STADLER RAIL, AM DONNERSTAG, 21. NOVEMBER 2019 - Portrait of Federal Councillor Doris Leuthard, head of the Federal Department of the Environment, Transport, Energy and Communications (DETEC), taken at the premises of the DETEC in Berne, Switzerland, on April 30, 2018. (KEYSTONE/Alexandra Wey)..Bundesraetin Doris Leuthard, Vorsteher des Eidgenoessischen Departements fuer Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), portraitiert am 30. April 2018 in den Raeumlichkeiten der UVEK in Bern. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
12:26
Leichter Rückgang, BAG meldet 97 Neuinfektionen
In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 97 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Nach drei Tagen fiel die Zahl damit wieder unter die Hundertermarke.

Insgesamt gab es bisher 32'198 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag mitteilte. Am Freitag wurden 134 neue Fälle gemeldet, am Donnerstag 116, am Mittwoch 137. Die 137 Neuinfektionen stellten gegenüber dem Dienstag mehr als eine Verdoppelung der gemeldeten Fälle dar.

Bisher starben gemäss den Angaben 1686 Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Das Bundesamt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis am Samstagmorgen übermittelt hatten. In Spitalpflege befinden sich 4057 Personen, zwei mehr als am Vortag.

Die Zahl der durchgeführten Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger von Covid-19, beläuft sich bisher auf insgesamt 624'396. Bei 6,2 Prozent dieser Tests fiel das Resultat positiv aus. Von Freitag auf Samstag wurden dem BAG 10'113 neue Tests gemeldet. (sda)
12:17
Mehr als 22 000 neue Corona-Fälle an einem Tag in Indien
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Indien hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht, wurden binnen 24 Stunden bis Samstagmorgen 22 771 neue Fälle registriert. Im gleichen Zeitraum starben 442 Menschen mit oder an dem Erreger Sars-CoV-2.

Indien ist auf Platz vier der am stärksten von Corona betroffenen Länder der Welt - nach Russland, Brasilien und den USA. In dem südasiatischen Land mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern ist der Erreger Sars-CoV-2 bislang bei rund 648 000 Menschen nachgewiesen worden. Mehr als 18 000 starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Ende März hatte das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt wegen der Pandemie einen strengen Lockdown angeordnet, der seit Mitte Mai jedoch wieder gelockert wurde. Durch die Corona-Auflagen wurden Millionen Menschen arbeitslos, und viele haben Angst, zu verhungern. Inzwischen sind Büros, religiöse Stätten, Restaurants und Shoppingzentren wieder offen. Seit Anfang Juni stieg die Zahl der Neuinfektionen landesweit um rund 450 000 Fälle.

Einige Regionen, darunter die Millionenstädte Mumbai und Chennai, haben neue Schliessungen und Beschränkungen angekündigt. In der schwer betroffenen Hauptstadt Delhi wurden in über 250 Zonen strenge Corona-Auflagen aufrechterhalten. (sda/dpa)
epa08517848 Mannequins with protective masks are kept inside a garments showroom as an Indian man wearing a protective face mask walks in New Delhi, India, 30 June 2020. Countries around the world are taking measures to stem the spread of the SARS-CoV-2 coronavirus, which causes the COVID-19 disease.  EPA/RAJAT GUPTA
11:46
Region in Katalonien verhängt erneut Ausgangssperre
In Spanien ruft die Region Segrià im Osten erneut eine Ausgangssperre aus. 200'000 Menschen dürfen ihre Wohnung bis auf Weiteres nicht mehr verlassen. In der Stadt Lérida kam es zu einem erneuten Corona-Ausbruch.
«Wir machen einen Schritt zurück, um uns zu schützen, und wir werden alle Entscheidungen treffen, um die Ansteckung zu stoppen», kündigte der katalanische Ministerpräsident Quim Torra an.
11:20
China bestätigte Corona-Fälle in Wuhan erst nach zwei Nachfragen
China hat den Ausbruch einer mysteriösen Lungenkrankheit in Wuhan Anfang des Jahres erst nach zweimaligem Nachfragen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt. Das geht aus einer aktualisierten WHO-Chronologie der Coronavirus-Pandemie hervor. Die ursprüngliche Fassung vom 27. April konnte den Eindruck erwecken, die chinesischen Behörden hätten den Ausbruch von sich aus bereits am 31. Dezember an die WHO gemeldet. Klar ist jetzt, dass es sich an dem Tag lediglich um eine Pressemitteilung auf der Webseite der Gesundheitsbehörden in Wuhan handelte.

Der Vorgang sei nicht ungewöhnlich, sagte WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan am Freitagabend in Genf. Oft müssten nationale Gesundheitsbehörden Angaben aus Provinzen zunächst verifizieren.

Wann genau die chinesischen Behörden was kommuniziert haben, ist brisant. US-Präsident Donald Trump hat China vorgeworfen, zu langsam über den Ausbruch informiert zu haben, und macht das Land deshalb für die Ausbreitung des Virus um den ganzen Globus verantwortlich. Der WHO wirft Trump vor, zu sehr auf chinesische Angaben vertraut zu haben. Er hat die Zusammenarbeit mit der WHO eingestellt. China hat Vorwürfe, Angaben verschleppt zu haben, stets zurückgewiesen.

In der Chronologie vom 27. April hiess es: «31. Dezember: Die städtische Gesundheitskommission von Wuhan, China, meldet einen Cluster von Lungenentzündungen in Wuhan. Ein neues Coronavirus wurde später identifiziert.» In der aktualisierten Fassung heisst es zu dem Datum: «Das WHO-Länderbüro in China wurde auf eine Pressemitteilung auf der Webseite der städtischen Gesundheitskommission von Wuhan über Fälle von »viraler Lungenentzündung« in Wuhan, China, aufmerksam.»

Die WHO habe am 1. Januar nähere Informationen angefordert und diese Forderung am 2. Januar erneuert. Unter dem 3. Januar heisst es jetzt: «Chinesische Beamte lieferten der WHO Informationen über einen in Wuhan identifizierten Cluster von Fällen »viraler Lungenentzündung unbekannter Ursache«.»

Nach Angaben von Ryan hatten die chinesischen Behörden auf Nachfrage zwar umgehend bestätigt, dass es sich bei der Pressemitteilung um eine offizielle Mitteilung handelte. Sie habe die darin genannten Fakten aber zunächst prüfen müssen. Länder sollten solche Angaben innerhalb von 24 bis 48 Stunden verifizieren. (sda/dpa)
03:33
WHO: Steigende Coronazahlen sind kein Anzeichen einer zweiten Welle
Die jüngst wieder steigenden Zahlen an nachgewiesenen Corona-Infektionen in vielen Ländern sind nach Meinung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kein Anzeichen einer zweiten Welle. Vielmehr handele es sich um einen zweiten Höhepunkt der ersten Welle, sagte der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan am Freitagabend in einem Briefing bei der Genfer Auslandspresse (ACANU).

«Was wir jetzt in vielen Ländern erleben, ist ein zweiter Höhepunkt der ersten Welle in vielen Ländern, wo das Virus nicht genug unterdrückt worden ist, um eine Übertragung der Krankheit zu verhindern», sagte Ryan. Um so mehr müssten Massnahmen wie Handhygiene, Abstand halten und Isolation von Infizierten und ihren Kontaktn konsequent weiter angewendet werden. «Sonst könnten wir eine Situation bekommen, wo das Infektionsniveau anhaltend höher ist als wir es wirklich wollen.»

Das Potenzial einer zweiten Welle sei da, sagte Ryan, etwa im Winter, wenn wieder mehr Menschen eng in Räumen zusammen seien und das Virus sich dadurch leichter von Mensch zu Mensch verbreiten könne als jetzt. Womöglich reagiere das Virus auch auf Temperaturen. (sda/dpa)
00:16
38 Corona-Fälle in Baseball-Liga vor Wiederaufnahme des Trainings
In der amerikanischen Baseball-Liga sind vor der Wiederaufnahme des Trainings 31 Spieler und sieben Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. 19 der 30 Clubs hätten Corona-Fälle, teilten die MLB und die Spielergewerkschaft am Freitag (Ortszeit) mit.

Im Rahmen der Untersuchungen seien 3185 Proben entnommen und getestet worden. Bekannt gemacht wurde zunächst nicht, bei welchen Spielern der Test positiv ausfiel.

Wegen der Corona-Pandemie war das Training Mitte März unterbrochen worden, zwei Wochen vor dem ursprünglich geplanten Saisonauftakt. Die neue Saison soll nun am 23. und 24. Juli starten - erstmals ohne Zuschauer und mit einem verkürzten Spielplan.

Über die Ausgestaltung hatte es Streit zwischen der MLB und der Spielergewerkschaft gegeben. Der Ende Juni veröffentlichte Spielplan sieht 60 Vorrundenpartien für die Teams vor. Die Endspiele der sogenannten World Series sollen im Oktober abgeschlossen sein.

Ob der Plan umgesetzt werden kann, hängt auch vom weiteren Infektionsgeschehen ab. Die USA kämpfen derzeit mit einem dramatischen Anstieg an Neuinfektionen in zahlreichen Bundesstaaten. (sda/dpa)
23:45
Bolsonaro legt Veto gegen Maskenpflicht ein
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat sein Veto gegen eine vom Parlament beschlossene Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus eingelegt.

Der Staatschef nutzte am Freitag sein Vetorecht, um zwei Artikel aus einem Gesetz zu entfernen, die eine Mundschutzpflicht in Geschäften sowie in Kirchen vorsehen. Der Kongress muss Bolsonaros Veto nun prüfen und dann entscheiden, ob er diesem nachkommt.

In mehreren brasilianischen Bundesstaaten gilt wegen der Corona-Pandemie eine regionale Mundschutzpflicht. Die vom nationalen Parlament beschlossene Mundschutzpflicht ist jedoch die erste dieser Regelungen mit landesweiter Gültigkeit.

Bolsonaro: Verstoss gegen die Verfassung
In einem Artikel des Gesetzes heisst es, dass Atemschutzmasken in «kommerziellen und industriellen Einrichtungen, religiösen Stätten, Lehranstalten sowie in geschlossenen Räumen, in denen Menschen sich versammeln» getragen werden müssten.

Bolsonaro argumentierte nun, dass dieser Artikel gegen die Verfassung verstosse, weil er angeblich einen Eingriff in die Privatsphäre darstelle. So könnten etwa Geschäftstreffen auch in privaten Räumen stattfinden.

Die brasilianische Verfassung schützt den privaten Wohnraum vor staatlichen Eingriffen. Das Abgeordnetenhaus betonte jedoch, dass sich der Artikel klar auf geschlossene Räume beziehe, die «der Öffentlichkeit zugänglich» seien und nicht auf Wohnungen.

Weiteres Veto gegen Gesetzesartikel
Bolsonaro legte sein Veto zudem gegen einen Gesetzesartikel ein, der Geschäfte und Unternehmen dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern Atemschutzmasken zur Verfügung zu stellen und Behörden dazu, Mundschutze an «wirtschaftlich Schwache» zu verteilen.

Mit mehr als 61'000 Toten ist Brasilien nach den USA das am zweitstärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. Bolsonaro, der die von dem neuartigen Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 als «kleine Grippe» bezeichnete, trägt in der Regel keine Maske und ignoriert bei seinen öffentlichen Auftritten auch die Abstandsregeln: Der brasilianische Präsident schüttelt weiterhin Hände und umarmt seine Anhänger auch. (sda/afp)
23:16
Untersuchungen gegen Ex-Premier Philippe in Corona-Krise
FILE - In this May 20, 2020 file photo, French Prime Minister Edouard Philippe arrives for a meeting in Paris.  A special French court has ordered an investigation of three current or former government ministers over their alleged handling of the coronavirus crisis. The investigation stems from complaints filed in the Court of Justice of the Republic targeting former Prime Minister Edouard Philippe, who resigned Friday July 3, 2020.  (Thomas Coex, Pool FILE via AP)
Nach dem Rücktritt der französischen Regierung hat die Justiz gegen den bisherigen Premier Édouard Philippe und zwei Ex-Minister Untersuchungen wegen Vorwürfen in der Corona-Krise eingeleitet. Die Anklagen richten sich neben Philippe gegen die ehemalige Gesundheitsministerin Agnes Buzyn und ihren Nachfolger Olivier Véran, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Freitag unter Berufung auf Justizkreisen mitteilte.

Demnach seien mehrere Dutzend Beschwerden eingegangen. Neun davon seien für zuverlässig erklärt worden. Den drei Politikern wird fehlende Bekämpfung einer Katastrophe vorgeworfen.

Die Klagen wegen fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung wurden unter anderem von Ärzten, Vereinigungen und Gefangenen eingereicht. Frankreich ist mit etwa 30'000 Corona-Toten besonders von der Pandemie betroffen. Die Regierung unter Philippe ist am Freitag vor dem Hintergrund des Sieges der Grünen bei den Kommunalwahlen zurückgetreten. Sein Nachfolger wurde der 55-jährige Jean Castex. (sda/dpa)
22:20
11 Millionen Corona-Infektionen weltweit
epaselect epa08436772 Candles arranged in the shape of a heart are set as a vigil honoring coronavirus victims in Queens, New York, USA, 21 May 2020. The non profit organization 'Make the Road' has organized the vigil to honor victims specially in the Corona community in Queens, which is one of the most affected areas in New York, as well as honoring volunteers in the organization who have also lost their lives to the virus.  EPA/Alba Vigaray
Weltweit haben sich gemäss der Johns Hopkins Universität fast 11 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert: am Freitagabend lag die Zahl der weltweiten Corona-Fälle bei 10'965'759. Gemäss der Datenbank Worldometers haben wir die 11-Millionen-Marke bereits überschritten.

Rund ein Viertel aller bestätigter Infektionen stammt aus den USA: das Land meldet fast 2.8 Millionen Infektionen. Brasilien belegt mit rund 1.5 Millionen Infektionen den zweiten Platz.

Seit Ausbruch der Pandemie sind weltweit über 523'000 Menschen infolge einer Erkrankung mit Covid-19 gestorben. Auch bei den Todesfällen stammt jeder Vierte aus den USA (Stand Freitag: 129'192), dicht gefolgt von Brasilien (Stand Freitag: 61'884) und Grossbritannien (Stand Freitag: 44'216). (adi)
19:17
Plexiglas-Trennwände an der Herbstsession im Bundeshaus
Für die Herbstsession von Nationalrat und Ständerat im Bundeshaus werden zum Schutz vor dem Coronavirus in den Ratssälen Plexiglas-Trennwände montiert. Dies teilte die Verwaltungsdelegation am Freitagabend mit.

Dass die Herbstsession der eidgenössischen Räte statt in der Berner Messe Bernexpo wieder im Parlamentsgebäude abgehalten wird, war bereits am 3. Juni beschlossen worden. Die Ratsmitglieder werden in den Ratssälen ihre gewohnten Arbeitsplätze benutzen. Als vorsorgliche Massnahme hat die Verwaltungsdelegation die Beschaffung von Plexiglas-Trennwänden beschlossen. Für die Pulte in den beiden Ratssälen werden die Trennwände individuell angefertigt.

Je nach Entwicklung der epidemiologischen Lage können die Trennwände nach der Herbstsession demontiert, eingelagert und bei Bedarf in Zukunft wieder neu montiert werden. (sda/dpa)
18:09
Rutte bekräftigt Bedingungen für Milliardenfonds der EU
epa08506676 Dutch Prime Minister Mark Rutte and Minister Hugo de Jonge of Health, Welfare and Sport (CDA) and sign interpreter Irma Sluis during the press conference after a consultation of the Ministerial Crisis Management Committee (MCCb) about the coronavirus, in The Hague, The Netherlands, 24 June 2020.  EPA/BART MAAT
Vor einem Arbeitsbesuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte Bedingungen für die Zustimmung zum EU-Mehrjahreshaushalt und zum Corona-Milliardenfonds betont. Der EU-Beitragsrabatt für Den Haag dürfe nicht angetastet werden, sagte Rutte am Freitag nach einer Kabinettssitzung. Und die südlichen EU-Länder müssten abgesprochene Reformen umsetzen. Dabei gehe es um die Renten, das Steuersystem und den Arbeitsmarkt.
epa08523343 German Chancellor Angela Merkel speaks at a media conference in Berlin, 02 July 2020. Germany took over the rotating European Council Presidency for half a year on 01 July. European Commission president Ursula von der Leyen was connected to the media briefing by video conference.  EPA/CHRISTIAN MARQUART / POOL
Zuvor hatte ein Regierungssprecher angekündigt, Rutte werde mit Merkel über den Milliardenfonds der EU zum Wiederaufbau nach der Corona-Krise sprechen. Der Ministerpräsident werde dafür am Donnerstag nach Berlin kommen – seine erste Auslandsreise seit Ausbruch der Pandemie. Deutschland hat Anfang Juli für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft übernommen.

Die Niederlande gehören mit Österreich, Dänemark und Schweden zu den «Sparsamen Vier», die nicht rückzahlbare Milliardenzuwendungen ablehnen. Von den 750 Milliarden Euro des schuldenfinanzierten Wiederaufbauplans sollen nach den Vorstellungen der EU-Kommission 500 Milliarden als Zuschüsse und 250 Milliarden als Kredite vergeben werden. Den Haag will die Mittel nur in Form von Krediten zugestehen, die zudem an Reformen geknüpft werden sollen.

Eine Entscheidung könnte beim EU-Gipfel am 17. und 18. Juli in Brüssel fallen. (sda/dpa)
16:13
Österreichs Kanzler unzufrieden mit Tempo bei Testergebnissen
Angesichts einer zuletzt gestiegenen Zahl von Coronainfektionen dringt Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auf schnellere Testergebnisse.
Bis zum Vorliegen eines Resultats dauere es oft 48 Stunden oder mehr. «Das darf es nicht geben», sagte Kurz am Freitag in Wien. Es zähle jede Stunde. Er verwies auf die 390 Millionen Euro, die seine Regierung für das Corona-Screening in die Hand nehme, um auf einen lokalen oder regionalen Ausbruch umgehend reagieren zu können.

Jüngst war es in Oberösterreich im Umfeld einer Freikirche zu zahlreichen neuen Coronainfektionen gekommen. Rund 1400 Menschen mussten in Quarantäne. Schulen und Kindergärten sind seit Freitag im Raum Linz wieder für eine Woche geschlossen. Grundsätzlich will die Regierung aus ÖVP und Grünen mit einem Krisen- und Katastrophenschutzgesetz die Basis schaffen, um künftig besser auf Notsituationen reagieren zu können. (sda/dpa)
15:53
Macht Mutation das Covid-19 noch ansteckender?
Der deutsche Epidemiologe und SPD-Politiker Karl Lauterbach verbreitet Bad-News auf Twitter. Demnach könnte das Coronavirus mutiert sein und jetzt in neuer Form noch ansteckender sein als zuvor. Ein Anzeichen dafür seien die weltweit steigenden Fälle.
15:47
Waadt beschliesst Maskenobligatorium beim Einkaufen
epa08415153 A customer in a protective face mask shops at  Swiss department store Manor in Lausanne, Switzerland, 11 May 2020. Shops, markets, museums, libraries and restaurants reopen in Switzerland under strict compliance with precautionary measures against the spread of the coronavirus COVID-19 disease.  EPA/LAURENT GILLIERON
Der Kanton Waadt führt ein Maskenobligatorium in den Einkaufsgeschäften ein. Dies hat die Kantonsregierung am Freitag angekündigt.

Das Tragen einer Schutzmaske soll in allen Geschäften im Kanton Waadt Pflicht werden, sobald sich mehr als zehn Menschen in ihnen aufhalten. Die Massnahme wird am nächsten Mittwoch in Kraft treten. (sda)
15:45
Italien befürchtet noch weniger Geburten durch Corona-Krise
Local Police patrols a park that was closed during the lockdown due to the coronavirus outbreak, as mothers and babies made their appearance after reopening in Milan, Italy, Wednesday, May 6, 2020.  (Claudio Furlan/LaPresse via AP)
Das einst so kinderreiche Italien befürchtet, dass durch die Corona-Krise die ohnehin niedrige Zahl der Geburten weiter sinken wird. Als Gründe nennen Experten das aktuell oft unsichere Lebensgefühl, Arbeitslosigkeit und Zukunftsängste wegen der Wirtschaftskrise.

In dem am Freitag in Rom vorgestellten Jahresbericht der Statistikbehörde Istat in Rom heisst es: «Der rasche Rückgang der Geburtenrate könnte sich in der Zeit nach Covid-19 noch weiter beschleunigen.» Schon in den vergangenen Jahren gab es in dem Mittelmeerland oft sehr niedrige Babyraten. Derzeit gehen die Fachleute von einer Zahl von im Schnitt 1,3 Kindern pro Frau aus.

Nun schätzen die Statistiker in Prognosen, dass wegen der Corona-Krise – verteilt auf 2020 und 2021 – in Italien mindestens rund 10'000 Babys weniger geboren werden als vor der Lungenkrankheit erwartet. Sollte die Arbeitslosigkeit steil steigen und sich die Wirtschaftslage weiter verdüstern, könnte es sogar noch weniger Nachwuchs geben. Während 2018 noch 439'747 Mädchen und Jungen zur Welt kamen, könnte die Zahl 2021 dann unter 400'000 sinken, heisst es in dem Bericht. (sda/dpa)
14:59
Gesundheitsdirektoren empfehlen Bars und Clubs Ausweis-Pflicht
Die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) empfiehlt den Kantonen, in Bars und Clubs eine Ausweispflicht einzuführen. Dadurch soll das Rückverfolgen von Infektionsketten sichergestellt werden.

In den vergangenen Tagen habe sich gezeigt, dass die Schutzkonzepte von Bar- und Clubbetreibern zum Teil grosse Mängel aufwiesen oder diese umgangen werden könnten, schreibt die GDK am Freitag in einer Mitteilung. Das erschwere das Contact Tracing der Kantone.

Mit dem Vorweisen einer Identitätskarte könne sichergestellt werden, dass die korrekten Angaben der Besucherinnen und Besucher erfasst würden, und dass diese bei Bedarf kontaktiert werden könnten.


Zudem sollte aus Sicht der GDK rechtlich vorgesehen werden, dass Bars und Clubs mit einschränkenden Massnahmen belegt werden könnten, sollten diese Schutzmassnahmen nicht einhalten oder Personendaten nicht erfassen. Die GDK nennt etwa eine erneute Einschränkung der Öffnungszeiten, eine Einschränkung der Personenzahl oder gar die Schliessung eines Betriebs.

Die GDK erlässt die Empfehlungen gestützt auf eine Konsultation unter den kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren. Einige Kantone, so etwa Zürich und Bern, haben in den vergangenen Tagen bereits eine Ausweispflicht beschlossen. (sda)
14:54
Über den Kanton Tessin
Der Kanton Tessin hat die Schrauben wieder enger angezogen. Per sofort sind Menschenansammlungen von mehr als 30 Personen wieder verboten. Ausgehlokale dürfen pro Abend maximal 100 Personen bewirten.

Mathys: «Es macht Sinn, dass Kantone aufgrund ihrer Lage Massnahmen treffen. Ich kenne die Details aber nicht und möchte mich nicht aus dem Fenster lehnen. Es geht darum, mögliche Hotspots frühzeitig zu erkennen und zu eliminieren.»
14:50
Kanton Jura führt Maskentragpflicht beim Einkaufen ein
Mitarbeiter verarbeiten die Schutzmasken, die chirurgischen OP-Masken Typ II R, bei dem Verbandsstoffhersteller Wernli AG in Rothrist, aufgenommen am Dienstag, 28. April 2020. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Im Kanton Jura müssen ab nächster Woche beim Einkaufen Schutzmasken getragen werden. Diese hat die Regierung am Freitag beschlossen. Grund sei die Zunahme von Infektionen mit dem Coronavirus.

In letzten zehn Tage seien 20 Neuinfektionen registriert worden, teilte die Regierung des Kantons Jura mit. Das Maskenobligatorium tritt am Montag in Kraft und gilt vorerst für zwei Monate. Die Maskentragpflicht in Läden gilt auch für Kinder ab 12 Jahren.

Mehr zur möglichen Maskenpflicht in Läden gibts hier
14:45
Möglichkeit, das GA hinterlegen zu können?
Häne: «Wir erfüllen den Beförderungsvertrag mit dem Kunden; sofern er fährt, er muss einfach eine Maske tragen. Von daher ist nicht angedacht, dass wir da eine Sonderlösung suchen.»
14:44
Maskenpflicht am Bahnhof?
Häne: «In den Bahnhöfen gilt die Maskenpflicht nicht, solange sie den Abstand von 1,5 Metern einhalten können.»
14:42
Überlastete Kantone?
Ein Journalist merkt an, dass der Kanton St.Gallen mit elf Fällen bereits an Grenzen gestossen sei beim Contact Tracing.

Mathys: «Ich glaube, es geht nicht darum, den Kantonen die Schuld in die Schuhe zu schieben, dass die Fallzahlen wieder gestiegen sind. Die stiegen wegen der getroffenen Lockerungsmassnahmen, das ist indiskutabel. Das Risiko wurde von Beginn weg kommuniziert. Es ist schon so, dass das Contact Tracing bei mehr als zehn Fällen in einem Kanton aufrecht erhalten werden müsste. Es ist das Mittel der Wahl, um die Ausbreitung in Schach halten zu können. Es ist in aller Sinne, dass wir nicht zu massiv einschneidenden Massnahmen zurückkehren müssen.»
14:39
Gehören Schwangere zur Risikogruppe?
Mathys: «Im Moment gehören Schwangere nicht zu gefährdeten Personen.»
14:37
Was, wenn man sich bei der Rückreise nicht an die auferlegte Quarantäne hält?
Antwort: Das Höchstmass der Bestrafung ist eine Busse von 10'000 Franken.
14:33
Tessin verschärft Massnahmen wieder
Die Tessiner Regierung hat am Freitagnachmittag neue Massnahmen im Kampf gegen Corona verhängt. Per sofort sind Menschenansammlungen von mehr als 30 Personen wieder verboten. Ausgehlokale dürfen pro Abend maximal 100 Personen bewirten.

Damit setzt der Kanton Tessin die Obergrenze der Gäste für Discos herab. Schweizweit gilt die Regelung, dass Nachtclubs pro Abend 300 Personen aufnehmen dürfen.

Die Kantone dürfen diese Regel jedoch verschärfen, falls das Contact Tracing nicht mehr umgesetzt werden könnte. Dies sei im Moment im Südkanton der Fall, erklärte Paolo Binachi, Direktor der Abteilung Öffentliche Gesundheit, am Freitagnachmittag vor den Medien.
Guests dance the night away at the St. Germain nightclub in Zurich, Switzerland, pictured on June 3, 2008. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Gaeste tanzen am 3. Juni 2008 im Nachtklub St. Germain in Zuerich, Schweiz. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)
14:24
Wieder mehr ins Home Office?
Frage: Wie ist die Haltung zum Thema Home Office, nun da die Zahlen wieder steigen?

Antwort: Sollten die Zahlen sich weiterhin negativ entwickeln, wäre es durchaus möglich, wieder dazu aufzurufen, vermehrt zuhause statt im Büro zu arbeiten.
14:22
Kann man im Zug Masken kaufen?
Frage: Die Deutsche Bahn verkauft Masken im Bordbistro. Es kann ja sein, dass eine Person einfach keine Maske dabei hat. Besitzt ihr Personal solche Masken, die es verkaufen oder gar gratis abgeben kann?

Häne (SBB): «Wir haben 6000 Züge täglich, davon sind 4500 unbegleitet. Wir haben etwa 730 Haltepunkte und an etwa 160 davon haben wir Verkaufsstellen. Der Grossteil ist nicht mit Personal besetzt, daher wäre es eine Ungleichbehandlung, wenn man an gewissen Bahnhöfen Masken abgibt und an anderen nicht. Wir setzen auf die Eigenverantwortung der Kunden. Es gilt ja nicht erst im Zug, sondern schon auf dem Perron, dass bei ungenügendem Abstand eine Maske getragen werden soll.»
14:18
Frage zur Transportpflicht
Steigt jemand ohne Maske ein oder zieht sie kurz nach dem Einsteigen aus, besteht keine Transportpflicht mehr? Und darf man im Zug noch essen und trinken?

Häne (SBB): «Wir haben eine Transportpflicht, sofern sich der Kunde an die Hausordnung hält. Macht er das nicht, verfällt sie. Das ist auch so, wenn jemand beispielsweise im Zug raucht. Selbstverständlich darf man essen und trinken im Zug, aber wenn man damit fertig ist, muss man die Maske wieder aufsetzen.»
User Avatar
User Input
14:12 Uhr: Masken aus Maschinen von Bund und Zürich bestehen Test nicht
von Petar Marjanović
Der Bund und Kanton Zürich haben zwei Maskenmaschinen gekauft, die im Frühling zusammen täglich bis gegen 70'000 FFP2-Schutzmasken hätten produzieren sollen. Auf den Markt kommen sie aber immer noch nicht, es kommt erneut zu einer Verzögerung. Die Ostschweizer Firma Flawa, bei denen die beiden Maschinen stehen, teilt in einer Mitteilung mit, dass die Masken die CPA-Zertifizierung als «Pandemiemaske» nicht bestanden (ganze Story) haben.
14:14
Frage zu Superspreadern
Wird der Bund nicht langsam nervös, wenn die Kantone nicht handeln?

Mathys: «Ich denke es ist wichtig, dass da reagiert wird, wo Schutzkonzepte unzulänglich sind, wo nicht richtig kontrolliert wurde. Einen Generalverdacht, dass alle Clubs nachlässig sind und keine vernünftigen Schutzkonzepte haben, wollen wir nicht aussprechen.»
14:11
Keine Überwachung möglich
Wie kann die Quarantäne kontrolliert werden? Antwort: Stichprobenmässig
14:10
Zur Quarantänepflicht
Was ist, wenn jemand in ein Land reist, das noch nicht auf der Liste ist und während man in den Ferien ist, kommt es auf die Liste. Muss der auch in die Quarantäne? Mathys: Nein.

Mike Schüpbach vom Rechtsbereich des BAG ergänzt: «Massgeblich ist der Zeitpunkt der Einreise. Wenn dann das Land auf der Liste ist, gilt eine Quarantänepflicht.»
14:08
Nun beginnt die Fragerunde
Wie oft ändert sich die Liste der Quarantäne-Länder? Antwort Patrick Mathys: Mehr oder weniger einmal im Monat.
14:05
Christa Hostettler, Mitglied der Geschäftsleitung Postauto
«Die steigende Zahl von Kunden freut uns, sie verpflichtet uns aber auch. Wir wollen, dass sie sicher ans Ziel kommen. Der Schutz ist denkbar einfach, ich wiederhole es gerne: Wer eine Maske trägt, schützt sich, die Mitreisenden und das Personal.»

«Die Chauffeure können nicht darauf achten, ob die Maskenpflicht eingehalten wird. Sie müssen sich auf das Fahren konzentrieren. Es gibt Personal, das Billetkontrollen durchführt, das nun auch darauf achten wird. Es ist erfahren und hat eine hohe Sozialkompetenz.»

«Natürlich stellen sich nun viele Detailfragen. Wichtig ist, dass die Transportunternehmen nun Erfahrungen sammeln können. Wir stehen auch im Kontakt mit Unternehmen im Ausland, die Fragen, die sich stellen, sind überall praktisch die gleichen.»
14:01
Toni Häne, Leiter Personenverkehr SBB
«Der Schutz unserer Kunden und Mitarbeiter steht an erster Stelle. Aufgrund steigender Fallzahlen und Frequenzen kann die Abstandsregel nicht immer eingehalten werden. Deshalb unterstützt die ÖV-Branche die Einführung der Maskenpflicht auf nationaler Ebene.»

«Damit stärken wir gemeinsam die Prävention. Wer eine Maske trägt, schützt sich, die Mitreisenden und das Personal. Das Schutzkonzept besteht aus einfachen und verständlichen Regeln, die überall gleich gelten. Diese Regelung verhindert einen regionalen Flickenteppich. Das bestehende Schutzkonzept wird um diese Maskenpflicht ergänzt.»

«Die Aufgaben des Personals bleiben gleich wie bisher. Analog wie beim Rauchverbot gilt auch bei der Durchsetzung der Maskenpflicht: Das ÖV-Personal spielt nicht Polizei. Es ermahnt, spricht aber keine Bussen aus. Zentral bleibt die Eigenverantwortung und gegenseitige Solidarität der Reisendend. Wer sich weigert, eine Maske zu tragen, kann aufgefordert werden, das Verkehrsmittel bei der nächsten Station zu verlassen. Falls es die Situation erfordert, wird die Transportpolizei zugezogen.»

«Die aktuelle Auslastung im Fernverkehr liegt bei etwa 60 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode, im Regionalverkehr bei etwa 70 Prozent. Beide Werte sind etwa fünf Prozent höher als vergangene Woche.»
13:57
Boris Zürcher über die Kurzarbeit
Der Leiter der Direktion für Arbeit SECO informiert darüber, dass der Bundesrat die Massnahme der Kurzarbeit verlängert hat. Zürcher erläutert einige detailliertere Angaben dazu, mehr Infos vom SECO findest du hier. In den RAV werde der Personalbestand ausgebaut, so Zürcher, um die zu erwartende Mehrarbeit bewältigen zu können.

Er hat auch Informationen für Arbeitslose. «Gegenwärtig ist es so, dass es maximal 120 Taggelder zusätzlich gibt. Ab 1. September beginnt der Zähler wieder normal zu laufen, die Tage seit dem 1. März und bis 31. August werden nicht gezählt.»
13:50
Cornelia Lüthy über Ein- und Ausreise
Die Vizedirektorin Staatssekretariat für Migration SEM spricht über die Ein- und Ausreise aus der Schweiz. «Ab dem 6. Juli und ab dem 20. Juli werden weitere beschränkte Personengruppen für einen längerfristen Aufenthalt in der Schweiz einreisen dürfen. Und aus ersten Drittstaaten wird die Einreise ebenfalls wieder möglich sein. Alle sollten sich aber erkundigen, ob sie der Quarantänepflicht unterliegen.»

Bist du betroffen? Hier findest du mehr Informationen vom BAG.
13:42
Mathys über die Maskenpflicht
«Die Bewegung im öffentlichen Raum hat wieder stark zugenommen, Abstand halten ist schwieriger geworden, oft ist es nicht möglich. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der steigenden Fallzahlen, wird ab Montag schweizweit eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr eingeführt.»

«Weiterführende Massnahmen obliegen den Kantonen, sie können da weiter gehen.» Mathys spricht wohl von einer Maskenpflicht in Läden. «Die Kantone stehen jetzt in der Pflicht, mit der Rückkehr in die besondere Lage ist die Kompetenz an sie zurückgegangen. Es ist nicht das Ziel, dass wir national umsetzbare Massnahmen beschliessen.»

«Wir müssen jetzt mit Skalpell und Pinzette da tätig werden, wo man weiss, dass es eine Problematik bezüglich einer Ansteckung bestehen kann. Clubs und Bars sind ein Teil, wir werden in den nächsten Tagen und Wochen sicher feststellen, wo es Hotspots gibt und wo eingegriffen werden muss. Die Fallzahlen müssen wieder auf ein Niveau gebracht werden, dass ein weiterer Ausbruch verhindert werden kann, dass es zu keiner zweiten Welle kommt.»
13:39
Mathys über Lohnausfall
«Wer zurück kommt, ist verpflichtet, sich bei den kantonalen Behörden zu melden und eine zehntägige Quarantäne anzutreten. Diese wird nicht entschädigt werden. Wer aus so einem Land zurückreist, hat eine gewisse Mitschuld. Wir empfehlen definitiv nicht, in diese Länder zu reisen.»

Die Liste der Länder findest du hier
13:37
Mathys über die Liste der Quaränte-Länder
Er wiederholt, was der Bundesrat in dieser Woche beschlossen hat. «Es wird eine Quarantäne eingeführt für die Einreise aus 29 Ländern, in denen ein erhöhtes Risiko für die Ansteckung besteht. Wer ab Montag von dort einreist, ist verpflichtet, sich für zehn Tage in Quarantäne zu begeben.»

Entscheidend, ob ein Land auf die Liste kommt, ist die Zahl der Neuerkrankungen pro 100'000 Einwohnern in den letzten 14 Tagen. «Wenn diese Zahl 60 überschreitet, kommt ein Land auf die Liste.»
13:34
Mathys über die Schweiz
«In den letzten Wochen ist es zu einem deutlichen Trend einer Zunahme gekommen. Wir haben in den letzten sieben Tagen im Durchschnitt stets mehr als 50 neue Fälle registriert. Es ist nicht absehbar, wie sich dieser Trend entwickeln wird. Hospitalisationen haben leicht zugenommen, aktuell werden zwölf Personen auf Intensivstationen beatmet. Die Neuerkrankungen pro 100'000 Einwohner in den letzten 14 Tagen beträgt aktuell 10.»
13:32
Patrick Mathys über die internationale Situation
Der Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit beim BAG hat als Erster das Wort. «Wir haben verschiedene Hotspots weltweit, wo die Fallzahlen rapide und massiv zunehmen. Besonders besorgniserregend ist die Situation in den USA. Alleine gestern wurden dort 52'000 neue Fälle registriert. Aber auch in Brasilien oder Russland nehmen die Fallzahlen deutlich zu.»

Zu den Nachbarländern: «Ähnlich wie in der Schweiz steigen die Zahlen.»
13:30
Medienkonferenz beginnt pünktlich
13:18
Bund informiert um 13.30 Uhr
An der Medienkonferenz des Bundes zur aktuellen Corona-Lage nehmen teil:
Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit, BAG
Cornelia Lüthy, Vizedirektorin Staatssekretariat für Migration SEM
Toni Häne, Leiter Personenverkehr SBB
Christa Hostettler, Mitglied der Geschäftsleitung Postauto
Mike Schüpbach, Stv. Sektionsleiter Rechtsbereich 2, BAG
Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit SECO.
12:37
Arbeitgeber wollen bei Corona-Quarantäne keinen Lohn zahlen
Eine Person wird auf das Coronavirus getestet. (Symbolbild)
Arbeitnehmer, die nach der Rückkehr aus einem Corona-Risikoland in Quarantäne müssen, haben während dieser Zeit keinen Anspruch auf Lohn. Darauf weist der Schweizerische Arbeitgeberverband hin.

Es handle sich um eine «selbstverschuldete Arbeitsverhinderung», schreibt der Arbeitgeberverband in einer Mitteilung vom Freitag. Er empfiehlt den Arbeitgebern, ihre Mitarbeitenden vor einer privaten Reise in ein Risikoland darauf hinzuweisen, dass sie in der Quarantäne keinen Lohn erhalten. Dabei bezieht sich der Verband auf die im Obligationenrecht geregelte Lohnfortzahlung.

Anders sei die Situation bei Geschäftsreisen. Diese sollten nur zurückhaltend durchgeführt werden. Wenn eine Geschäftsreise in ein Risikoland jedoch unvermeidlich sei, müsse der Arbeitgeber während der nachfolgenden Quarantäne den Lohn bezahlen.

Ausserdem gibt der Arbeitgeberverband zu bedenken, dass Arbeitnehmer unter Umständen Schadenersatz leisten müssten, wenn sie trotz Verbot des Arbeitgebers privat in ein Risikoland reisen würden. Grundsätzlich sei man mit den neuen Vorgaben des Bundes einverstanden, denn man wolle einen zweiten Lockdown verhindern. Ein solcher hätte «gravierende Auswirkungen» auf die Volkswirtschaft und die Gesellschaft, ist der Arbeitgeberverband überzeugt.

Der Bund hatte am Donnerstag eine Liste mit 29 Staaten veröffentlicht, die als Corona-Risikoländer gelten. Wer von dort aus ab Montag in die Schweiz einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Zu den Risikoländern gehören unter anderen Serbien, Kosovo und der Schengen-Staat Schweden. (sda)
12:30
Remdesivir erhält europäische Zulassung für Covid-19
Der Wirkstoff Remdesivir wird in Europa unter Auflagen zur Behandlung schwerer Fälle von Covid-19 zugelassen. Die Entscheidung gab die EU-Kommission am Freitag bekannt.
epa08508733 An employee holds tablets of the antiviral medication favipiravir at the laboratories of the Eva Pharma company in Cairo, Egypt, 25 June 2020. Favipiravir appears to have been proven effective in treating COVID-19 patients in Russia, while ongoing trials of the drug are taking place in Japan and other countries. In addition, the Egyptian drugmaker has reached a landmark deal with US company Gilead Sciences Inc. licensing the former to manufacture Gilead's antiviral drug remdesivir ? another experimental treatment for patients suffering from the pandemic COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus ? and distribute it in 127 countries.  EPA/MOHAMED HOSSAM
12:23
BAG: 134 neue Corona-Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 134 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Zum dritten Mal in Folge überschritt die Zahl damit die Hundertermarke.

Insgesamt gab es bisher 32'101 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mitteilte. Am Donnerstag wurden 116 neue Fälle gemeldet, am Mittwoch 137. Die 137 Neuinfektionen stellten gegenüber dem Dienstag mehr als eine Verdoppelung dar. Am Montag waren dem BAG noch 35 neue Ansteckungen gemeldet worden.

Bisher starben gemäss Angaben von Freitag 1686 Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Das Bundesamt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis am Donnerstagmorgen übermittelt hatten. In Spitalpflege befinden sich 4055 Personen, vier mehr als am Vortag.

Die Zahl der durchgeführten Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger von Covid-19, beläuft sich bisher auf insgesamt 614'283. Bei 6,3 Prozent dieser Tests fiel das Resultat positiv aus. Von Donnerstag auf Freitag wurden dem BAG 15'178 neue Tests gemeldet.

Grund zur Sorge gibt weiterhin die Reproduktionszahl R, also die Anzahl Personen, die eine mit dem Coronavirus infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Diese liegt nach Angaben der Swiss National Covid-19 Science Task Force des Bundes seit Mitte Juni wieder signifikant über 1. Das heisst, dass eine infizierte Person im Durchschnitt mehr als eine weitere Person ansteckt. (sda)
10:58
USA melden erneut Höchststand bei Corona-Neuinfektionen
epa08524049 Vehicles line up at a drive-through COVID-19 makeshift testing facility operated by the Hayward Fire Department on the California State University East Bay campus in Hayward, California, USA, 02 July 2020. The testing center closed three hours earlier on 01 July due to the overwhelming number of people seeking testing. The testing center will be closed on 03 July in observance of Independence Day.  EPA/JOHN G. MABANGLO
Die USA verzeichnen laut Zahlen der Johns-Hopkins-Universität den dritten Tag in Folge einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen. Rund 52 300 Menschen sind demnach am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden.

Erst tags zuvor hatten die USA erstmals die Grenze von täglich 50 000 Neuinfektionen überschritten. Noch Mitte Juni waren rund halb so viele Fälle gemeldet worden.

Insbesondere die südlichen Bundesstaaten sind derzeit von der Pandemie betroffen. Florida hat mit über 10 000 neuen Fällen einen neuen Rekordwert erreicht, ebenso das nördlich an Florida grenzende Georgia mit 3500 Fällen. Auch in Kalifornien oder Texas bleibt die Infektionslage angespannt. Mindestens 20 Bundesstaaten haben nach Berechnung von US-Medien die phasenweise Wiedereröffnung der Wirtschaft gebremst, pausiert oder Lockerungen gar zurückgenommen.

Insgesamt wurden in den USA mit seinen mehr als 320 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie mehr als 2,7 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Fast 130 000 Menschen starben an oder mit dem Virus. (sda/dpa)
10:54
Impfstoff schon Anfang 2021?
Hoffenheim's main sponsor Dietmar Hopp gestures prior to a Champions League's qualifier first leg soccer match between 1899 Hoffenheim and FC Liverpool, in the Rhein-Neckar-Arena, in Sinsheim, Germany, Tuesday, Aug. 15, 2017. (AP Photo/Michael Probst)
Der deutsche Multimillionär und SAP-Gründer Dietmar Hopp hat in eine Biotech-Firma investiert. CureVac arbeitet an der Herstellung eines Corona-Impfstoffes und ist dabei offenbar auf gutem Weg. In einem Interview mit dem deutschen Sportsender Sport1 sagt Hopp:

«Ich bin zuversichtlich, dass im Januar beziehungsweise Februar schon breitflächig geimpft werden kann mit dem, was meine Firma Curevac liefert. Es wäre sicher schön, wenn wir schon im Oktober oder November einen Impfstoff von einer der vielen forschenden Firmen hätten, denn die Welt ist groß genug mit ihren acht Milliarden Einwohnern, da braucht es sowieso zwei Jahre, bis alle Menschen geimpft sind. Ich glaube aber fest daran, dass im Januar oder Februar der Curevac-Impfstoff zur Verfügung steht.»
10:21
Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel erstmals über 1000er-Marke
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel stark gestiegen. Foto: Gil Cohen Magen/XinHua/dpa
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen hat in Israel erstmals die Marke von 1000 überschritten. Wie das Gesundheitsministerium am Freitagmorgen mitteilte, wurden am Donnerstag 1107 Fälle registriert - so viele wie nie zuvor seit dem Ausbruch der Pandemie.

Der bisherige Höchstwert war am Mittwoch mit 967 vermerkt worden. Nach Angaben des Ministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 27 542 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 325 Infizierte sind gestorben. Aktive Fälle gibt es etwa 9600.

Zum Vergleich: In der Schweiz sind laut Johns Hopkins Universität bisher 31 967 Infektionen nachgewiesen worden. 1965 Infizierte starben.

In Israel und den Palästinensergebieten war die Pandemie zunächst glimpflich verlaufen. Nach Lockerungen stiegen die Zahlen der Infizierten jedoch seit gut einem Monat stark an. Experten führen den Zuwachs in Israel unter anderem auf zu rasches Lockern, aber auch auf die gestiegene Zahl von Tests zurück.

Die israelische Regierung hatte am Donnerstagabend neue Versammlungsbeschränkungen verhängt. In Gebetshäusern, Festhallen, Bars und Clubs dürfen nur noch bis zu 50 Menschen zusammenkommen. Vorher waren es bis zu 250 gewesen. An anderen geschlossenen Orten dürfen sich nur noch bis zu 20 Menschen versammeln. Im Westjordanland soll von Freitag an ein fünftägiger Lockdown gelten. (sda/dpa)
10:17
Maskenpflicht bald in den Läden?
Ein Schild in einer Apotheke in Chiasso weist darauf hin, dass keine Schutzmasken mehr erhaeltlich sind, am Dienstag, 25. Februar 2020. Ich der Schweiz wurde bisher keine Ansteckung mit dem Coronavirus bestaetigt, waehrend die Zahlen der Infizierten im grenznahen Norditalien in den letzten Tagen stark gestiegen sind.
(KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)
Nach dem der Bundesrat am Mittwoch eine Maskenpflicht in den ÖV beschlossen hat, mehren sich jetzt die Stimmen für eine solche in den Läden und Supermärkten.

Mehr dazu liest du hier
9:34
Trump bleibt bei seinen Behauptungen
Präsident Donald Trump hat den rasanten Anstieg der Corona-Fallzahlen in den USA erneut damit begründet, dass in dem Land weitaus mehr auf das Virus getestet werde.

«Es gibt eine Zunahme der Coronavirus-Fälle, weil unser Testverhalten so massiv und so gut ist, viel grösser und besser als in jedem anderen Land», schrieb er am späten Donnerstagabend auf Twitter. Dies seien grossartige Neuigkeiten. Ausserdem sei die Sterblichkeitsrate zurückgegangen, und jüngere Menschen erholten sich viel leichter und schneller.

Trump hat wiederholt die Zunahme der Fallzahlen mit der Ausweitung der Tests begründet. Kritiker werfen ihm vor, das Infektionsgeschehen herunterspielen zu wollen. Sie verwiesen auf eine steigende Zahl von Krankenhauseinweisungen. Sie machen ausserdem geltend, dass bei einer Ausweitung der Tests die Anzahl der positiven Resultate zurückgehen oder zumindest gleichbleiben müsste, wenn Trumps These stimmen sollte. Auch renommierte Experten weisen Trumps Begründung zurück und machen vorrangig die Lockerung von Corona-Beschränkungen für den Anstieg verantwortlich.

Zuletzt war für die USA eine Rekordzahl von mehr als 50 000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Insgesamt wurden in dem Land seit Beginn der Pandemie mehr als 2,7 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorgeht. Fast 130 000 Menschen starben demnach in Verbindung mit dem Virus. (sda/dpa)
9:18
Zürich limitiert Badegäste
Aurelia, links, und Rebecca geniessen das sommerliche Wetter am Zuerichsee, aufgenommen am Mittwoch 24. Mai 2017 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Die Stadt Zürich reagiert auf die rasant steigenden Corona-Zahlen im Raum Zürich. Die Zahl der Badegäste in den Bädern Utoquai und in der Frauenbadi am Stadthausquai wird wieder limitiert.

Im Utoquai gilt ab sofort wieder eine maximale Besucherzahl von 400 Personen, in der Frauenbadi eine solche von 180. So könne der Abstand von 1,5 Metern wieder eingehalten werden.

Wie der Stadtrat am Donnerstag mitteilte, prüft das Sportamt die Situation laufend. Falls nötig würden auch in anderen Bädern wieder Personenbeschränkungen eingeführt.
7:54
Kuoni bietet Touristen Umbuchungen an
Kuoni reagiert auf die Entscheidung des Bundes, mehrere Länder auf einen Corona-Index zu setzen. Pauschalreisekunden, die nach ihren Ferien nicht in die Pflicht-Quarantäne wollen, könnten ihre Reise kostenlos stornieren oder umbuchen, teilte die Kuoni-Besitzerin DER Touristik Suisse mit.

Insgesamt stehen 29 Länder auf der am Donnerstag vom Bund publizierten Quarantäne-Liste. Darunter sind etwa Schweden, oder die für die Schweiz wichtigen Länder Serbien, Kosovo und Nordmazedonien. Dazu gehören aber auch die USA, Russland und viele lateinamerikanische Länder. Wer ab Montag aus einem solchen Risikoland in die Schweiz einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne.

Die Reisemarken von DER Touristik Suisse würden nun die betroffenen Kunden informieren und ihnen ermöglichen, die Reise zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen beziehungsweise sie ganz zu stornieren. Die Entscheidung seien vor dem Hintergrund getroffen worden, dass die Quarantäne-Pflicht ein Hindernisgrund für die Reise sein könnte, so die Mitteilung. (sda)
7:31
Maskenpflicht: Überraschende Kehrtwende in Texas
FILE - In this June 16, 2020, file photo, Texas Gov. Greg Abbott adjusts his mask after speaking in Austin, Texas.  Abbott on Thursday, July 2, ordered that face coverings must be worn in public across most of the state, a dramatic ramp up of the Republican's efforts to control spiking numbers of confirmed coronavirus cases and hospitalizations. (Ricardo B. Brazziell/Austin American-Statesman via AP, File)
Greg Abbott
Im US-Bundesstaat Texas vollzog Gouverneur Greg Abbott angesichts des dramatischen Anstiegs der Neuinfektionen eine Kehrtwende. Der Republikaner ordnete am Donnerstag eine Maskenpflicht für alle Bezirke mit 20 oder mehr Corona-Fällen an. Das betrifft Stand jetzt rund 70% aller Bezirke. Damit könne die Ausbreitung des Virus nicht nur verlangsamt, sondern auch die Wirtschaft am Laufen gehalten werden, erklärte Abbott. Er folgte damit der Linie von mehr als einem Dutzend Bundesstaaten. Der Schritt war dennoch bemerkenswert. Abbott hatte im Juni noch gesagt: «Die Regierung kann nicht vorschreiben, dass Einzelpersonen Gesichtsmasken tragen müssen.» (sda)
6:29
«Winterschlaf» geht zu Ende: Pubs in England öffnen wieder
epa08510902 A customer purchases take away beers at a pub in London, Britain, 26 June 2020. Temperatures of 30C plus have brought people to public spaces as Britain continues to ease its lockdown. British Prime Minister Johnson has changed the two metre distancing rules from two meters to one. Pubs, galleries and cinemas can reopen their doors from 04 July. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the Covid-19 disease.  EPA/ANDY RAIN
Trotz Kritik unabhängiger Wissenschaftler dürfen Pubs, Restaurants, Hotels, Kinos, Museen und viele andere Einrichtungen in England von Samstag an wieder öffnen. Gleichzeitig wird die Abstandsregel von zwei Metern auf einen Meter verringert, sofern andere Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus getroffen werden. So müssen Pub-Besucher beim Betreten ihre Kontaktdaten hinterlassen. Menschenansammlungen am Tresen sind nicht erlaubt.

Bei der Vorstellung der Pläne hatte Premier Boris Johnson kürzlich gesagt: «Unser langer Winterschlaf kommt zu einem Ende.» Viele Forscher halten die Lockerungen für verfrüht. Grossbritannien ist das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in Europa. (sda/dpa)
3:27
Arbeitslosenzahlen in den USA sind gefallen
Gute Nachrichten aus den USA – mit einem «aber»: Die am Donnerstag veröffentlichte Arbeitslosenquote fiel stärker als erwartet von 13,3 Prozent im Mai auf 11,1 Prozent im Juni. Fast fünf Millionen Amerikaner haben im Juni wieder Arbeit gefunden. Präsident Trump bejubelte im Weissen Haus die rasche Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt, die «alle Erwartungen übertroffen» habe.

Doch die positiven Nachrichten sind mit Vorsicht zu geniessen – denn wegen der Zuspitzung der Lage im Süden des Landes droht neues Unheil. Die Arbeitslosenquote für Juni beruhte auf Daten, die nur die Situation bis zur Mitte des Monats abbildeten. Mögliche Auswirkungen der jüngsten Zuspitzung spiegelten sich darin deshalb noch nicht wider.
1:32
US-Wirtschaft fordert Regeln für Masken
epa08523640 A passenger checks in for a Delta Air Lines flight inside the main domestic terminal ahead of the Fourth of July holiday travel weekend at Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport in Atlanta, Georgia, USA, 02 July 2020. Delta is requiring passengers to wear a mask while flying with the carrier. The airport has implemented a number of health guidelines as the numbers of air passengers slowly continues to increase. Georgia, like many states in the Southern US, continues to see an upward spike in coronavirus COVID-19 cases and hospitalizations.  EPA/ERIK S. LESSER
Führende Wirtschaftsvertreter appellierten an das Weisse Haus, es müsse in Zusammenarbeit mit den Gouverneuren Regelungen für das verpflichtende Tragen von Masken in der Öffentlichkeit ausarbeiten. Die vergangenen Wochen hätten bewiesen, dass auf Freiwilligkeit basierende Richtlinien nicht ausreichten, um die Gesundheit der Menschen zu schützen, hiess es in einem offenen Brief, der unter anderem vom Vorstandsvorsitzenden der US-Handelskammer unterzeichnet wurde.

Ohne stärkere Massnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung drohe Amerika eine «weitere Runde an Shutdowns, weitreichenden Beschränkungen für nicht essenzielle Betriebe und irreparablen wirtschaftlichen Schaden».
22:54
Wird der Nationalfeiertag zum «perfekten Sturm»?
Mit Blick auf den US-amerikanischen Nationalfeiertag am 4. Juli zeigten sich mehrere US-Gesundheitsexperten angesichts des erwarteten höheren Reiseaufkommens und der Lockerungen besorgt. Es könne sich «ein perfekter Sturm» zusammenbrauen, zitierte der Sender CNN einen Arzt für Infektionskrankheiten. Problematisch sei zudem, dass sich die Menschen nicht immer an die Hygienevorschriften hielten. In Kalifornien und Michigan wurden Lockerungen bereits wieder zurückgenommen. Die Innenbereiche von Bars und Restaurants wurden in mehreren Städten wieder geschlossen. Im US-Bundesstaat Pennsylvania wurde eine Maskenpflicht angeordnet. (sda)
20:56
WHO: Erster Impfstoff wird im grossen Stil an Menschen getestet
Screen grab taken from video issued by Britain's Oxford University, showing a person being injected as part of the first human trials in the UK to test a potential coronavirus vaccine, untaken by Oxford University in England, Thursday April 23, 2020.  Two volunteers have received the first vaccine trial against the COVID-19 Coronavirus on Thursday. (Oxford University Pool via AP)
Im weltweiten Kampf gegen das Coronavirus werden inzwischen 17 Impfstoffkandidaten an Menschen getestet. Am weitesten fortgeschritten ist ein Impfstoff, den die Universität Oxford entwickelt hat, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag nach einer zweitägigen Corona-Forschungskonferenz berichtete. Es wird an mehr als 150 Wirkstoffen geforscht.

Der Impfstoff AZD1222 aus Oxford gehe als erster in die Phase III einer klinischen Studie. Damit sind grosse Tests an vielen Menschen zu Wirksamkeit und Sicherheit gemeint. Fünf weitere Kandidaten seien in Phase II. Dabei wird eine kleinere Zahl von Patienten behandelt, bei denen aufgrund ihrer Gesundheit eine Wirkung angenommen wird.

Ob ein Impfstoff bereits Ende des Jahres vorliegt, könne nicht vorhergesagt werden. Diese Hoffnung hatte die Chefwissenschaftlerin der WHO, Soumya Swaminathan, im Juni geäussert. Normalerweise dauert die Entwicklung eines Impfstoffs 10 bis 15 Jahre. Die weltweite Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 hat aber unzählige Forscher, Pharmafirmen und Regulierungsbehörden zu beispiellosen Anstrengungen gebracht, um die Entwicklung zu beschleunigen. (sda/dpa)
20:33
New York plant mit Schul-Unterricht von September an
Die Schulen in der besonders schlimm von der Corona-Krise getroffenen Metropole New York sollen nach dem Willen des Bürgermeisters Bill de Blasio nach den US-Sommerferien wieder öffnen. Derzeit plane die Stadt, dass der Unterricht im September wieder startet, sagte de Blasio am Donnerstag.
FILE - In this July 7, 2015, file photo, immigrants from El Salvador who entered the country illegally walk through a bus after they were released from a family detention center in San Antonio. With tens of thousands of Central American families arriving on the U.S.-Mexico border in the last two years, federal authorities have crafted a new plan to try to encourage more of them to show up for immigration court. Starting on Thursday, Jan. 21, 2016, as many as 800 families who pass an initial asylum screening can join the program in Los Angeles, New York, Washington, Chicago and Miami. Case workers will be assigned to help them with daily tasks such as finding transportation to immigration court and enrolling their children in school. (AP Photo/Eric Gay, File)
Schüler sollten dabei Masken tragen und auf Abstandsregeln achten, zusätzliche Möglichkeiten zum Händewaschen und zur antibakteriellen Tiefenreinigung der Schulen würden geschaffen. Rund 450'000 Familien hätten an einer Umfrage teilgenommen und 75 Prozent hätten sich darin für eine Wiederaufnahme des Unterrichts ab September ausgesprochen, sagte de Blasio weiter.

New York ist lange das Zentrum der Pandemie in den USA und weltweit gewesen, hatte zuletzt aber seine Fallzahlen nach strengen Beschränkungen und Hygieneregeln in den vergangenen Wochen deutlich senken können. In New York City mit etwa 8,4 Millionen Einwohnern kommt es derzeit zu rund 300 Neuinfektionen täglich. (sda/dpa)
20:16
Covid-kranker Präsident von Honduras verlässt Klinik nach zwei Wochen
Der an Covid-19 erkrankte Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, ist gut zwei Wochen nach seiner Aufnahme in einem Krankenhaus entlassen worden. Er twitterte am Donnerstag ein Foto von sich, wie er das Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Tegucigalpa verliess. «Meine Hingabe für Honduras ist stärker denn je», schrieb der 51-jährige Konservative dazu. «An die Arbeit! Wer hat etwas von Angst gesagt?»

Dem Staats- und Regierungschef des mittelamerikanischen Landes gehe es gut, er werde aber weiter behandelt und werde sich zu Hause isolieren, teilte das Präsidialamt mit. Hernández war am 16. Juni im Krankenhaus aufgenommen worden. An dem Abend gab er bekannt, dass er – ebenso wie seine Ehefrau Ana García de Hernández und zwei seiner Mitarbeiter – positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Die First Lady hatte nach offiziellen zufolge keine Symptome. Ihrem Mann wurde zwischenzeitlich Sauerstoff zugeführt, nachdem eine bei ihm festgestellte Lungenentzündung nach Informationen des Präsidialamtes sich verschlimmert hatte.

In Honduras, das rund zehn Millionen Einwohner hat, wurden bislang mehr als 20'000 Infektionen mit dem Coronavirus und 542 Todesfälle in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 offiziell registriert. Wegen einer Zunahme neuer Fälle wurden zuletzt in Tegucigalpa Ausgangsbeschränkungen wieder verstärkt, die bereits gelockert worden waren. (sda/dpa)
20:05
Zürcher Clubs Plaza und Mascotte schliessen bis nächste Woche
Nachdem letzte Woche ein Gast des Zürcher Clubs Plaza positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat nun auch der Club Mascotte einen positiven Fall gemeldet.
Die beiden Eventlokale haben sich dazu entschlossen, ihren Betrieb per sofort auszusetzen und somit mögliche Ansteckungen eindämmen zu können, wie das Mascotte auf der Webseite schreibt.

Pausiert wird bis und mit Wochenende. Die beiden Nachtclubs werden danach wieder ihre Türen öffnen – mit Schutzkonzept und unter Contact-Tracing-Massnahmen.
18:30
Bund setzt 29 Länder auf den Corona-Index
epa03065609 A photo of the Hollywood sign in Hollywood California , USA, 01 November 2007. Two Los Angeles dog walkers made a grisly discovery when they found a severed head underneath the famous..Hollywood sign, the Los Angeles Times reported 18 January 2011. The dogs had begun to play with a plastic bag they found in the brush on Tuesday afternoon when the head rolled out, the daily reported. Police are now looking for a body. The victim was believed to be in his 40s and of Armenian descent. Given the condition of the head, police believe the mad had died recently, though neither the circumstances or cause of death were immediately known.  EPA/ANDREW GOMBERT
Der Bund hat am Donnerstag eine Liste mit insgesamt 29 Ländern mit erhöhtem Ansteckungsrisiko publiziert. Wer aus einem der aufgelisteten Staaten in die Schweiz einreist, ist dazu verpflichtet, sich unverzüglich für zehn Tage in Quarantäne zu begeben.

Folgende Länder bergen ein erhöhtes Ansteckungsrisiko:
Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Bahrain, Belarus, Bolivien, Brasilien, Cabo Verde, Chile, Dominikanische Republik, Honduras, Irak, Israel, Katar, Kolumbien, Kosovo, Kuwait, Moldova, Nordmazedonien, Oman, Panama, Peru, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Serbien, Südafrika, Turks- und Caicos-Inseln und Vereinigte Staaten von Amerika (USA).

Ausgenommen von der Quarantäne sind gemäss dem vom Bund veröffentlichten Dokument Personen (und Güter), die (a) aus beruflichen Gründen die Grenze überschreiten, (b) deren Tätigkeit zwingend notwendig ist für das Gesundheitswesens oder die öffentlichen Sicherheit und Ordnung, (c) die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit in Unternehmen des Eisenbahn-, Bus-, Schiffs- oder Flugverkehrs grenzüberschreitend Personen befördern und sich dafür im Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben, (d) die täglich oder für bis zu 5 Tage beruflich oder medizinisch notwendig und unaufschiebbar veranlasst in die Schweiz einreisen, (e) die sich als Transitpassagiere weniger als 24 Stunden in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben oder (f) die lediglich zur Durchreise in die Schweiz einreisen mit der Absicht und der Möglichkeit, direkt in ein anderes Land weiterzureisen. (adi)
14:55
Irans Präsident trotz hoher Corona-Zahlen weiter gegen Lockdown
Irans Präsident Hassan Ruhani hat mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron gesprochen, um Besserungen für das Mullah-Regime in der Islamischen Republik zu erlangen. (Archivbild)
Trotz eines dramatischen Anstiegs der täglichen Corona-Neuinfektionen im Iran ist Präsident Hassan Ruhani weiterhin gegen einen Lockdown im Land.

«Ein Lockdown steht wie eine komplette Aufhebung der Lockerungen bis auf weiteres nicht auf der Agenda», sagte Ruhani am Donnerstag. Vielmehr sollten die Bürger ihren Lebensstil dem Coronavirus anpassen, betonte der Präsident nach Angaben seiner Webseite.

Binnen 24 Stunden starben erneut fast 150 Corona-Patienten. Damit liegt die Zahl der Toten aktuell bei 11 106 und die der Infizierten bei 232 863, wie Ministeriumssprecherin Sima Lari am Donnerstag im Staatsfernsehen sagte. Experten und das Gesundheitsministerium fordern daher strengere Massnahmen, um einen weiterem Anstieg der Fallzahlen zu verhindern.
14:46
Swiss hat noch kein Geld aus der Nothilfe des Bundes erhalten
Eine Woche nach dem Zustandekommen des Rettungspakets für die Swiss-Konzernmutter Lufthansa ist noch keine Staatshilfe für die Schweizer Airline geflossen. «Die Details der Ausarbeitung dieses Pakets stehen noch aus, ebenso die Unterschrift des Vertrages», sagte Swiss Kommerzchef Tamur Goudarzi Pour in einem Interview.

Es sei bisher noch kein Geld geflossen, sagte der Kadermann in dem Interview mit dem Branchenportal «Travelnews» vom Donnerstag. Dennoch gebe das Rettungspaket der Swiss Sicherheit, die Liquidität sei gesichert.

Die Swiss wolle nun weiter vorankommen mit der Rückerstattung von Tickets für Flüge, die wegen der Coronapandemie ausgefallen seien, sagte Goudarzi Pour. Hier steht die Swiss im Feuer der Kritik von Kunden und Reisebüros, die auf ihr Geld warten.

Die Airline könne die Flugtickets aufgrund der sehr hohen Nachfrage nicht innerhalb der üblichen Fristen erstatten. «Ich möchte mich noch mal ausdrücklich dafür entschuldigen. Wir halten uns an das geltende Recht und haben bis anhin einen dreistelligen Millionenbetrag ausbezahlt, mittlerweile wöchentlich Tickets im Wert von mehreren Millionen Schweizer Franken», sagte Goudarzi Pour.
13:28
Luxusimmobilien-Markt bekommt Corona-Krise langsam zu spüren
Die Corona-Krise wirkt sich je länger je mehr auch auf den Schweizer Immobilienmarkt aus. Vor allem Luxusliegenschaften sind davon betroffen. Ein klares Anzeichen dafür ist etwa die bereits deutlich gesunkene Anzahl an Transaktionen in diesem Segment.

Gemäss einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der UBS sind Schweizer Luxusliegenschaften in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres - hochgerechnet aufs Gesamtjahr - nur noch um 1,7 Prozent teurer geworden. Das ist deutlich weniger als die 6 Prozent im Vorjahr.

Da die Anzahl Transaktionen im Luxussegment generell eher tief ist, sind die Zahlen allerdings mit Vorsicht zu geniessen. Wieweit der Corona-Effekt bereits gespielt hat oder ob nicht vielmehr die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im letzten Jahr der Grund für die Verlangsamung des Preisanstiegs ist, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen.
12:21
BAG meldet 116 neue Fälle
Die neuen Coronazahlen: Das BAG meldet insgesamt 31'967 Personen, die auf das neue Coronavirus positiv getestet wurden, das sind 116 Fälle mehr als gestern. Die Zahl der durchgeführten Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger von Covid-19, beläuft sich bisher auf insgesamt 599'105. Bei 6,4 Prozent dieser Tests fiel das Resultat positiv aus. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden dem BAG 15'117 neue Tests gemeldet. Bisher starben gemäss Angaben von Mittwoch 1686 Menschen, die positiv auf Covid-19 getestet worden waren.

Grund zur Sorge gibt weiterhin die Reproduktionszahl R, also die Anzahl Personen, die eine mit dem Coronavirus infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Diese liegt nach Angaben der Swiss National Covid-19 Science Task Force des Bundes seit Mitte Juni wieder signifikant über 1. Das heisst, dass eine infizierte Person im Durchschnitt mehr als eine weitere Person ansteckt. (sda/mlu)

12:18
Kritik an Zürcher SVP-GV
An der Delegiertenversammlung der SVP Kanton Zürich trifft sich heute Morgen die Partei zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Corona-Krise. Es werden die Parolen für die Abstimmungen von September gefasst.

Für Kritik sorgte in den Sozialen Medien, dass die SVP die Corona-Verhaltensregeln offenbar nicht einhält.

Dicht aneinander sitzende Risikogrüppler ohne Maske - das BAG hat beim Anblick solcher Bilder wohl keine Freude.
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

Coronavirus: Was du wissen musst

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Schweiz riegelt Grenze zu Italien ab

Die Forschung sucht fieberhaft nach Medikamenten gegen das Coronavirus

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter