Zürich
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Der Neuseelaender Mitch Evans vom Team Panasonic Jaguar Racing beim Start auf der Strecke fotografiert am Formel E-Prix Zuerich, am 10. Juni 2018 in Zuerich Enge. Das Rennen findet am 10. Juni 2018 zum ersten Mal in der Schweiz statt. Die elektrischen Rennautos fahren mitten durch das Stadtzentrum von Zuerich. Auf dem Programm stehen 12 Rennen in 10 Staedten, die in Grossstaedten wie Hong Kong, Mexiko City, Rom, Paris und New York stattfinden. (PPR/Manuel Lopez)

Diese Bilder wird es nächstes Jahr in Zürich nicht geben: E-Boliden beim Start im Quartier Enge (2018). Bild: PPR

ETH will nicht – 2020 gibt es kein Formel E-Rennen am Hönggerberg in Zürich



Auch im nächsten Jahr wird es kein Formel-E-Rennen in der Stadt Zürich geben. Der Stadtrat hat ein Gesuch des Veranstalters für ein Rennen am Hönggerberg am Mittwoch abgelehnt.

Grund für den negativen Bescheid seien Einwände der ETH Zürich, über deren Areal ein grosser Teil der Rennstrecke verlaufen wäre, teilte die Stadtregierung mit.

Die ETH will kein Rennen auf ihrem Areal, weder 2020 noch in den Folgejahren. Zu gross seien die baulichen Eingriffe in die Anlagen. Der Grossanlass vertrage sich nicht mit den langfristigen Bestrebungen der ETH, den Campus Hönggerberg nach innen zu verdichten.

«Die aufwändigen baulichen Eingriffe für die Renninfrastruktur widersprächen der Programmatik eines nachhaltigen Campus», schrieb die ETH in einer Mitteilung. Zudem hätte die ETH einen Betrag für Millionenhöhe für einmalige Umbauten ausgeben müssen. Die Hochschule ist aber nicht bereit, «Steuergelder für die Durchführung eines privaten Rennanlasses auszugeben».

Die ETH wies zudem darauf hin, dass der Veranstalter die betroffenen Quartiere Affoltern und Höngg in seine Planung ungenügend einbezogen habe. Der Veranstalter habe es versäumt, die Quartierbevölkerung rechtzeitig und transparent über den Swiss E-Prix zu informieren, so wie es die Hochschule verlangt hatte.

Bereits zweites «Nein» für 2020

Der Stadtrat könne diese Beurteilung nachvollziehen, heisst es in der Mitteilung. Er lehnt das Gesuch für ein Rennen auf dem Hönggerberg im Jahr 2020 daher ab. Für eine andere Strecke auf dem Gebiet der Stadt Zürich liegt kein Gesuch vor.

Bereits Mitte Mai war der gleiche Veranstalter mit einem Gesuch für ein Rennen am Zürcher Seebecken gescheitert. Der Stadtrat hatte bereits nach dem Rennen im Jahr 2018 entschieden, keine Autorennen in der Innenstadt oder am See mehr zu bewilligen.

Dass dieses Jahr kein Formel-E-Rennen in Zürich stattfindet, hat noch einen weiteren Grund. Der Stadtrat gab kein grünes Licht, weil 2019 bereits zu viele andere Grossanlässe in Zürich stattfänden. Die Veranstalter wichen daher nach Bern aus, wollten aber 2020 wieder nach Zürich zurückkehren. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Eskimo 26.06.2019 23:33
    Highlight Highlight Warum müssen diese Rennen unbedingt in einer Stadt ausgetragen werden? In der Schweiz gibt es mehrere Militärflugplätze wo so ein Rennen ohne viel Aufwand durchgeführt werden könnte. Zb Emmen, oder bei Interlaken?
  • Forest 26.06.2019 23:04
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt verstehe ich diese Aufregung nicht. Die Rennsport Abteilungen von Herstellern sind ideal um neue Technologien und Innovationen zu testen, die später in Serienautos eingesetzt werden können.
  • TrueClock 26.06.2019 19:43
    Highlight Highlight 🙈🙉🙊
  • pamayer 26.06.2019 19:21
    Highlight Highlight Zumal die ganze gehypte E Mobilität gar nicht so nachhaltig ist, wie das grosse 'E' verspricht.
  • Zeit_Genosse 26.06.2019 18:25
    Highlight Highlight Die Chance für eine B-Stadt die nie einen int. Anlass erhalten würde. Dort kann man es finanziell und wahrscheinlich politisch nicht hinbiegen. Also tschüss Schweiz. Es wird niemand vermissen, doch ich denke dass sich aus dieser Rennserie etwas attraktives entwickeln wird, das mit dem Technologiestandort Schweiz vereinbar wäre und Ausstrahlung hätte.
  • Militia 26.06.2019 18:22
    Highlight Highlight Kein Problem, es wird sich eine andere Stadt finden, welche den Anlass noch so gerne durchführt. 🤷‍♂️
  • Turicum04 26.06.2019 17:11
    Highlight Highlight Damit ist das Thema "Autorennen in der Schweiz" endgültig vom Tisch! Richtig so: Auf Rasereien können wir verzichten. Das Geld kann man sinnvoller investieren, z.Bsp. den Flüchtlingen ein angenehmeres Leben hier bei uns zu ermöglichen, indem wir ihnen eine anständigere Rente geben! Den 2018er ePrix sehe ich somit als einmaliger Gag.
  • PatsNation 26.06.2019 16:55
    Highlight Highlight Ein Witz...
  • Katzenseekatze 26.06.2019 16:31
    Highlight Highlight Bravo 🙌
  • mrgoku 26.06.2019 15:52
    Highlight Highlight Dübendorf Flugplatz
  • WhatZitTooya 26.06.2019 15:52
    Highlight Highlight Bravo!
  • länzu 26.06.2019 15:50
    Highlight Highlight Und jetzt, Ihr Bern-Hater, was ist jetzt? Sind die Zürcher auch Bünzlis und Hinterwäldler wie die Berner, welche sich gegen dieses Micky Mouse Rennen gewehrt haben?Übrigens, heute ist Mittwoch und immer noch ist nicht alles so zurückgebaut, wie es sein sollte. Es müssen Schleichwege gefunden werden, um ans Ziel zu kommen. Trotz grosser Begeisterung in Teilen der Bevölkerung, kann ich gerne auf diesen Anlass verzichten. die Begleitumstände sind sehr unsympathisch.
    • peeti 26.06.2019 16:03
      Highlight Highlight Habe ich mich auch gleich gefragt. Zudem wieder schlechte Miteinbeziehung der betroffenen Gebiete/fragwürdige Informationspolitik.

      Wie die Uni Bern sieht anscheinend auch die ETH zu wenig Nutzen für die Förderung von E-Mobilität und Nachhaltigkeit durch solche Rennen.
      Aber klar, alles Bünzlis an diesen Hochschulen.
    • Mike S. 26.06.2019 16:52
      Highlight Highlight Ich habe totales Verständnis, dass man Einwände und Bedenken hat in Bezug auf Grossanlässe - vor allem absolut berechtigte wie schlechter Informationsfluss und nicht Miteinbezug der Bevölkerung. Aber sich nun tödlich darüber aufregen, dass am 4. Tag noch nicht alles zurückgebaut wurde und sie Schleichwege suchen müssen... Andere auf der Welt wissen nicht, ob sie nächste Woche noch leben, weil sie keine medizinische Versorgung haben oder schlichtweg nichts zu Essen haben. Das ist schon leicht bünzlig.
  • glüngi 26.06.2019 15:44
    Highlight Highlight kann die ETH verstehen. bin dennoch für ein rennen. aber tja, bünzlitum regiert. danach wird gemotzt das die stadt langweilig ist und nichts mehr geht.
    • Pedro Salami 26.06.2019 16:54
      Highlight Highlight Wer sich in Zürich langweilt ist echt selber schuld oder hat sonst ein Problem.
      Zum Bünzlitum: Die Anpassungen für eine Rennstrecke wären im siebenstelligen Bereich gelegen da kaum ein Teil der Strecke die geforderte breite hat. Dazu wären noch die Instandsetzungskosten dazu gekommen. Von der sonst benötigten Infrastruktur ganz zu schweigen.
    • roger_dodger 26.06.2019 17:38
      Highlight Highlight Ob das Rennen dort sinnvoll ist oder nicht sei mal dahingestellt. Mal abgesehen von der Streetparade haben die Zürcher schon ein wenig den berühmten St... im Ar... finde ich. Aber nur meine bescheidene Meinung.
    • dä dingsbums 26.06.2019 22:43
      Highlight Highlight @Hoppla! Ja klar, wenn Du mit London, Parios, New York oder Tokyo vergleichst.

      Vergleichst Du ähnlich grosse Städte, sieht es schnell ganz anders aus. Aber vielleicht täusche ich mich und die Oper, Theater und Festivals in z.B. Duisburg oder Toulouse sind besser als hier.

      Item, keine Stadt wird grundsätzlich cooler weil einmal im Jahr an einem Nachmittag ein Formel E Rennen stattfindet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kri Tik 26.06.2019 15:42
    Highlight Highlight Man fragt sich auch, wieso diese Rennen unbedingt in den Städten durchgeführt werden müssen? Ist das eine Auflage des Veranstalters oder der Sponsoren?
    • satyros 26.06.2019 21:53
      Highlight Highlight Das will der Veranstalter so. Die Rennen sollen "zu den Leuten" gebracht werden. Das Problem ist halt, dass "die Leute" das nicht wollen.

      In Wahrheit geht es wohl darum, dass Stadtkurse schöne Bilder liefern und man so einem direkten Vergleich mit der Formel 1 aus dem Weg gehen kann (in Monaco wird ein leicht veränderter Kurs gefahren, damit man die Rundenzeiten nicht vergleichen kann).
    • Gsnosn. 27.06.2019 06:18
      Highlight Highlight Die Veranstaler möchte das Volk für sich haben um es an sich zu binden. Dadurch wird die Popularität erhöht z.b. mit Fernsehrkunde und das wiederum erzeugt mehr Geld. Die Formel E steht in Konkurrenz zu div. Motorsport und so können sie an Boden gut machen. Mit Spannung können sie es nicht machen und deswegen dieses Volksnähe. Persönliche Einschätzung.
  • MacB 26.06.2019 15:33
    Highlight Highlight Vernünftig und richtig. Aber dennoch muss ich mal wieder festhalten, dass Zürich gleichzeitig die progressivste und bünzligste Stadt der Schweiz ist. In Zürich ist es kaum möglich, irgendwas zu machen, ohne dass sich die Hüter des Grals, äh die Quartiervereine wehren. Siehe Fussballstadion, E-Prix, etc.

    P.S.: Nochmal: Ja ich finde es auch richtig, sagt die ETH aus genannten Gründen nein.
    • Johnny Geil 26.06.2019 15:44
      Highlight Highlight Genau, darum wird beispielsweise die Streetparade mit 1 Mio. und das Zürifäscht mit 2 Mio. Besucher auch nicht in Zürich...
    • MacB 26.06.2019 16:07
      Highlight Highlight @Johnny: Das sind etablierte Anlässe, die man kaum wegbringt, was auch gut so ist.
    • peeti 26.06.2019 16:09
      Highlight Highlight haha kommen ab jetzt die Bünzli-Vorwürfe immer, wenn man nach Abwägen der (subjektiven!) Vor- und Nachteile gegen etwas ist??
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 26.06.2019 15:27
    Highlight Highlight Leider geil

    Niemand braucht einen Wettbewerb, der wegen popeligen 100k Zuschauer für 1 Tag ein ganzes Quartier für 3-4 Wochen lahm legt.

    Es kann sich ja Bauma oder Herrliberg (oder wo auch immer die Rennsportfans wohnen) bewerben.
    • mrgoku 26.06.2019 15:53
      Highlight Highlight Sagte der Stadtbewohner (weil alles andere ja sowieso Hilibilis sind)
    • Posersalami 26.06.2019 16:59
      Highlight Highlight Nein, weil das Rennen in der Stadt sehr unbeliebt war. Je näher dran desto unbeliebter. Ist ja auch klar.

      Wieso muss man alles fressen zur Bespassung nur weil man in der Stadt wohnt? Hier ist auch ohne Formel E genug los.
  • Dani B. 26.06.2019 15:27
    Highlight Highlight Das freut mich für die Wildschweine am Hönggerberg.
    • marmuel 26.06.2019 18:10
      Highlight Highlight Kein Grund hier ETH Studenten so zu verunglimpfen.
    • pamayer 26.06.2019 19:20
      Highlight Highlight Ja, Obelix, wir gehen Wildschweine jagen.
  • wasps 26.06.2019 15:18
    Highlight Highlight Vernünftiger Entscheid.
  • manhunt 26.06.2019 15:18
    Highlight Highlight einzig richtiger entscheid. unnötige belastung der infrastruktur, teilweise dieselaggregate um die fahrzeuge wieder aufzuladen, schäden an grünanlagen, unzählige transportfahrten mit dieselfahrzeugen. dieser event ist das absolute gegenteil von nachhaltig und hat in einer kleinstadt wie zürich absolut nichts zu suchen.
    • Tenno 26.06.2019 15:28
      Highlight Highlight Dieselaggregate ohne Diesel! Ist ja wie bei Trump hier.
      Entscheid mir jedoch egal.
    • kobL 26.06.2019 15:34
      Highlight Highlight *Umgebaute Dieselaggregate, die mit einem Nebenprodukt (Glycerin) der Biodieselproduktion betrieben werden.

      Wobei bei so einer Veranstaltung sicher auch normale Dieselaggregate herumstehen. Ist meist günstiger als einen fetten Stromanschluss zu Verlegen bzw. bei den Elektrizitätswerken einen Anschluss zu bestellen.
    • Ig nid är 26.06.2019 15:38
      Highlight Highlight Also das Argument mit den Lastwagen die Materialien bringen zieht einfach nicht! Dann müsste jeder andere Event ebenfalls verboten werden und das will ja wirklich keiner
    Weitere Antworten anzeigen
  • Unsportlicher 26.06.2019 15:16
    Highlight Highlight Hurra.
    Falls es sich machen lässt, organisiert doch ein E-Rennen mit Kickboards und Bikes durch.
    Start und Ziel in der offenen Rennbahn in Örlikon.
  • TanookiStormtrooper 26.06.2019 15:12
    Highlight Highlight Die Hochschule ist aber nicht bereit, «Steuergelder für die Durchführung eines privaten Rennanlasses auszugeben».
    Grundsätzlich richtig. Der Veranstalter soll das Ganze selbst finanzieren und kann die Ausgaben gerne durch Ticketverkäufe usw. wieder reinholen.
    • Posersalami 26.06.2019 15:29
      Highlight Highlight Zahlt mir der Veranstalter auch meine während Wochen verlängerte Reisezeit, weil mein Tram nicht mehr durch dieses Quartier fahren kann? Nein? Eben!

      Das ist alles grosser Unfug, macht den Scheiss doch in Volketswil oder Uster.
    • kobL 26.06.2019 15:38
      Highlight Highlight Oder Flugplatz Dübendorf. In Berlin fahren sie schliesslich auch auf dem Tempelhof.

      Bahnhof in Gehdistanz für die Besucher wäre auch Vorhanden, Genug Parkplätze hätte es auch.
    • TanookiStormtrooper 26.06.2019 15:39
      Highlight Highlight Es wird ja schon an ersterem scheitern. Das ganze Geld wird man niemals wieder reinholen. Es ist einfach das Neoliberale Motto: "Gewinne privat, Verluste dem Staat." So ein Rennen durch eine Stadt und die dafür nötigen baulichen Massnahmen würde sich ein Privatunternehmen niemals leisten können, dazu braucht es einen Politiker, der das Ganze super findet, ist ja auch nicht sein Geld... Gilt auch für Olympia oder EM/WM.
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