International
Brasilien

Brasilien: Rio verhängt wegen Haushaltskrise Notstand

Brasilien: Rio verhängt wegen Haushaltskrise Notstand

18.06.2016, 00:4018.06.2016, 06:56

Wegen seiner angespannten Haushaltslage hat der brasilianische Bundesstaat Rio mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele den Notstand erklärt. Damit sollen Finanzmittel für die Olympischen Spiele frei werden, teilte der Bundesstaat am Freitag mit.

Das im Amtsblatt veröffentlichte Dekret erlaubt es den Behörden, alle notwendigen Massnahmen für eine Rationalisierung der öffentliche Dienste zu ergreifen, damit die Olympischen und die Paralympischen Spiele stattfinden können. Zudem könnten damit die grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen sichergestellt werden.

Jede Schwächung der Institutionen schade dem Bild des Landes, erklärte Interimsgouverneur Francisco Dornelles. Im Dekret heisst es, die Organisation des Sportereignisses habe zu «ernsthaften Schwierigkeiten bei den grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen geführt» und könne sogar zu einem Zusammenbruch der öffentlichen Sicherheit, der Gesundheit, der Bildung, der Mobilität und des Umweltmanagements führen.

Der Bundesstaat Rio leidet zusätzlich zur allgemeinen Rezession unter dem niedrigen Ölpreis und kämpft daher mit ernsten Finanzproblemen. Lehrer und Polizisten bekommen seit Monaten nur mit Verspätung ihre Gehälter ausbezahlt.

Es ist das erste Mal, dass die Olympischen Spiele in einem südamerikanischen Land abgehalten werden. Sie finden vom 5. bis 21. August statt. Die Paralympics werden vom 7. bis 18. September abgehalten. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die Ukraine schlägt zurück: «Das hat man seit zwei Jahren nicht mehr gesehen»
Die russische Armee hat ihren früheren Angriffsschwung verloren, sagen Experten. Doch das ist nicht die einzige gute Nachricht für die Ukraine.
Im Schatten von Donald Trumps Iran-Krieg geschieht in der Ukraine Dramatisches. Die Lockerung der Öl-Sanktionen gegen Russland durch die USA beantwortet Kiew mit einer beispiellosen Luftoffensive gegen die Öl-Industrie im Raum St. Petersburg – rund 1000 Kilometer von der eigenen Grenze entfernt.
Zur Story