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Ärzte verbreiten Corona-Mythen in Schweizer Fachblatt – die Reaktionen folgen prompt

In der Schweizerischen Ärztezeitung haben Doktoren Corona-Mythenverbreitet. Das blieb nicht widerspruchslos. Die Vereinigung FMH und andere Ärztinnen reagierten mit Repliken.



Will man den Puls der Ärztinnen und Ärzten in der Schweiz fühlen, sollte man zur «Schweizerischen Ärztezeitung» (kurz SÄZ) greifen. Das Blatt feiert dieses Jahr sein 100-jähriges Jubiläum und gilt neben dem «Swiss Medical Forum» als meistgelesene medizinische Fachzeitschrift.

Die Ärztezeitung liefert Einblicke in die medizinische Arbeit und berichtet über Erkenntnisse der Wissenschaft oder der Behörden. Wie jedes anständige Branchenblatt, findet sich auch hier eine Leserbrief-Rubrik. Während der Corona-Pandemie wurde auch sie ein Spiegelbild der Gesellschaft, in der Einzelpersonen Skepsis und Mythen verbreiten.

So kritisiert etwa der Rheintaler Frauenarzt Peter Böhi die Massnahmen des sogenannten Lockdowns als «Gesundheitsdiktatur». Er behauptet, die Reproduktionszahl sei im Frühling «unabhängig der getroffenen Massnahmen» gefallen und hätte mehr mit dem «gesetzmässigen Verlauf» einer Pandemie zu tun. Böhi erklärt damit, dass man «jetzt vor einer zweiten Welle» keine Angst haben müsse. «Auch die restlichen Auflagen wie Handhygiene, Abstandsregeln, Maskentragen etc. bleiben in ihrer Bedeutung umstritten, da gemäss einer WHO-Analyse zu Massnahmen gegen Grippe-Pandemien von 2019 die Evidenz dafür fehlt», schreibt Böhi weiter.

«Impfpflicht»-Unwahrheit abgedruckt

Der Thurgauer Arzt und Allgemeinmediziner Michael Kingerter verbreitete in einem Leserbrief die Fehlinformation, dass der Bundesrat mit seinem geplanten Covid-19-Gesetz «die Durchsetzung einer allgemeinen Impfpflicht legalisiert und umsetzbar macht». Kingerters Behauptung ist dieselbe, die seit Wochen in der Szene der Verschwörungsgläubigen kursiert. watson stellte Anfang Juni in einer Faktenüberprüfung klar, dass das geplante Covid-19-Gesetz weder eine Impfpflicht noch einen Impfzwang einführen will.

Die Verbreitung von Corona-Mythen kommt nicht bei allen Ärztinnen und Ärzten gut an. So wurde Böhis «Corona-Theater»-Text mit einer «Replik» des Facharztes Carlos Quinto veröffentlicht. Quinto sitzt im Zentralvorstand der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, besser bekannt unter der Abkürzung «FMH». Darin schreibt er, dass die Ärzteschaft sich in einer «Phase des Lernens» befindet und deshalb auch Leserbriefe veröffentlicht werden, die man «aus fach­licher Sicht nicht unbedingt» teile.

Ärztevereinigung reagiert auf Leserbrief

Was darauf folgt, kann – gelinde gesagt – als «höchst diplomatische Gegenkritik» bezeichnet werden. Quinto sagt, dass bei der Analyse der Covid-19-Pandemie die «Krankheitslast» statt der Todesrate gewählt werden solle. So sei das Durchschnittsalter der Personen auf Intensivstationen «wesentlich tiefer» als jenes der an Covid-19 verstorbenen Patienten.

Der Ärztevereinigungs-Vertreter Quinto reagiert auch auf Böhis Verharmlosung der Gefahr einer möglichen zweiten Welle: «Zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Replik finden sich viele Hinweise, die gerade nicht, wie vom Schreiber des Briefes sug­geriert, auf ein Abklingen der Pandemie hinweisen, weder national noch international.»

Ärztinnen und Ärzte antworten ebenfalls auf «Corona-Theater»-Text

Kritik gibt's auch von der Aargauer Psychiaterin Patricia Mbumaston: «Ich bin erschüttert. Ich bin sprachlos. Dass ein Arzt jetzt noch (Juli 2020) die COVID-19 mit einer starken (immerhin!) Influenza vergleicht, ist bedauerlich.» Sie reagiert auf Böhis Leserbrief mit einer Mahnung: «Wir müssen davon ausgehen, dass sich bei der Invalidenversicherung schon bald die Gesuche stapeln werden von Menschen, die aufgrund von Spätschäden durch das Coronavirus nicht mehr wie früher arbeiten können.»

Böhi erhält aber auch Zustimmung. Der Basler Gynäkologe Nenad Pavic zitiert dazu die Zahlen der Intensivstationen. «Gemäss Schweizerischer Gesellschaft für Intensivmedizin waren auf dem Höhepunkt von Covid-19 in der Schweiz maximal 56 Prozent aller IPS-Betten mit SARS-CoV-2-Infizierten belegt. Am 5. Februar 2020 waren schweizweit 88 Prozent aller IPS-Betten belegt, im Jahresdurchschnitt sind es 75 Prozent (+13%)», sagt er und stellt fest, dass die «bevorstehende Überlastung der Spitäler» gar nicht real drohe. Böhis Leserbrief spreche ihm daher «aus dem Herzen» und er schliesst mit der Behauptung, dass die «Pandemie zumindest in Europa und in der Schweiz tatsächlich vorbei» sei.

Zahlreiche europäische Länder melden seit Tagen deutlich ansteigende Fallzahlen. Darunter Frankreich, Ukraine, Niederlande, Rumänien, Serbien, Tschechien, Bosnien, Kosovo, Luxemburg und die Slowakei. Länder wie die Schweiz oder Österreich melden leicht ansteigende Fallzahlen und haben bereits oder wollen Massnahmen verschärfen. (pit)

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    Alle Leser-Kommentare
  • pejot 03.08.2020 21:18
    Highlight Highlight Alle Corona-leugner sollen sich doch bitte registrieren lassen für den Fall, dass sie wegen COVID-Erkrankung eingeliefert werden. Damit könnten wir ihnen die Spitalkosten zur direkten Begleichung zustellen - und die Krankenkasse entlasten. Oh, und sollten die Beatmungsgeräte knapp werden, würden wir sie mal auf die Warteliste setzen...
  • arthurmeursault 03.08.2020 16:34
    Highlight Highlight «Die Frauenärzte», Friedrich Dürrenmatt hätte bestimmt eine absurde Komödie dazu verfasst.
  • Amarillo 03.08.2020 15:15
    Highlight Highlight Viele unterschätzen die Grippe, weil sie in Selbstdiagnose eine Erkältung mit Fieber als "Grippe" bezeichnen. Eine Grippe kann ebenfalls erhebliche Spätschäden zeitigen, etwa wenn eine Grippe zu Herzmuskel- & Lungenentzündungen führt. Ich hätte auch nichts gegen diejenigen, welche die COVID-Massnahmen ablehnen +++ sofern sie im Notfall auf ein Spitalbett verzichten und daheim um Atem ringen würden. Aber im Notfall erwartet natürlich der grösste COVID-Leugner den vollen Service auf der Intensivstation. Leider gefährdet dies Spezies auch andere mit ihrem Verhalten.
  • Ian Cognito 03.08.2020 10:31
    Highlight Highlight TL;DR: Ärzte sind Menschen ;)
  • zipper 03.08.2020 09:21
    Highlight Highlight streng gesehen sind auch alle religoinen nichts weiter als verschwörungstheorien. jemand hat mal was behauptet, lässt sich weder beweisen noch wissenschaftlich untersuchen. also kurzum: fake news und hate speech
  • Blues 03.08.2020 08:53
    Highlight Highlight Ich kann es nicht glauben, dass es so verantwortungslose Ärzte gibt, haben nicht alle den gleichen Eid geleistet?

    Gut, wenn die Presse solches "Blindgängertum" publiziert.
  • Sälüzäme 03.08.2020 01:30
    Highlight Highlight Da wird wieder einmal das Kind mit dem Bad ausgeleert, völlig sinnlos, nur wegen ein bischen Publizität.

    Man sollte sich es gut überlegen, einem solchen Arzt weiterhin zu vertrauen.

    Das gleiche mit der Panikmache betreffend Impfzwang oder Impfpflicht. Es ist ja nicht mal sicher ob es einen wirksamen Impfstoff geben wird, also was soll das sinnlose Gerede darüber.

    Viel besser ist es, die Ferien trotz den Einschränkungen zu geniessen und sich an den schönen Dingen des Lebens zu erfreuen, ist auf jedenfall Gesünder als die ganze Zeit Panik zu schieben.
  • Nik G. 02.08.2020 16:13
    Highlight Highlight Ja momentan gibt es keine Impfpflicht. Ob es eine geben wird oder nicht wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Ein Gesetz lässt sich ändern. Eine Corona Impfung ist sehr sinnvoll wenn sie dann auch funktioniert. Sagen das es keine Impfpflicht gibt ist falsch wir wissen nicht was die Zukunft bringt. Das Volk hat damals auch gegen die Winterzeit ausgesprochen und sie ist trotzdem umgesetzt worden.
    • GianniR 02.08.2020 16:56
      Highlight Highlight Aber jetzt, wo es keine Impfpflicht gibt, zu sagen, es gäbe eine, ist noch "fälscher" ...
    • Juliet Bravo 02.08.2020 17:16
      Highlight Highlight Es gibt keine Impfpflicht.
    • bbelser 02.08.2020 17:37
      Highlight Highlight Ja, Juliet, aber es könnte eventuell quasi vielleicht irgendwann einmal eine kommen.
      Völlig überraschend über Nacht und von hinten.
      Also: hast du deine Rüstung parat?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saraina 02.08.2020 15:43
    Highlight Highlight Die Fälle sind im Frühjahr tatsächlich schon vor dem Lockdown gesunken, als Folge der gut befolgten Massnahmen zur Hygiene und Distanzierung. Das ist unbestritten, und wurde so auch vom Bund kommuniziert. Würden sich die Leute immer noch an die Distanz von zwei Metern halten, und die Handhygiene halten, wären die Zahlen auch tiefer.
  • Hypatia 02.08.2020 15:06
    Highlight Highlight Dass auch Ärzte Chabis verzapfen, ist ja nichts neues. Dass dieser Chabis aber in einer Fachzeitschrift Verbreitung findet, stimmt bedenklich. Immerhin kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass wir uns hier auf einem äusserst unübersichtlichen Gelände befinden.

    Deshalb mein Rat: Abstand einhalten und Atmung flachhalten.
    • braindeath 02.08.2020 15:57
      Highlight Highlight Die Frage stellt sich, wer verbreitet Chabis?
    • Juliet Bravo 02.08.2020 17:21
      Highlight Highlight Ein Gynäkologe ist jetzt auch nicht gerade der Fachmann für Viren und Pandemiebekämpfung. Ist wie Herr Wodarg, der immer wieder von „Skeptikerkreisen“ vorgebracht wird. Jener ist auch nicht vom Fach und seit den 1990er Jahren nicht mehr in der Medizin tätig. Man kann sich vorstellen, wie viel Kompetenz da vorhanden ist.
    • Alice19 03.08.2020 17:48
      Highlight Highlight Bevor Sie etwas über Herrn Dr. Wodarg schreiben Sollten Sie sich informieren. Dr. Wodarg ist Facharzt auf den Gebieten Innere Medizin, Pneumologie und Hygiene. 1991 erhielt er ein Stipendium für Epidemiologie an der John Hopkins Universität in Baltimore - vielleicht sagt Ihnen das was. Er war auch u.a.Leiter des Gesundheitsamtes in Flensburg und in de Ethikkommission der deutschen Bundesregierung. Er hat auch die unsinnige Schweinegrippenimpfung bekämpft die ja bekanntlich nachher eingestampft wurde. Ich empfehle Ihnen Wikipedia wenn Sie sonst nichts von ihm gehört haben.
  • IZO 02.08.2020 14:10
    Highlight Highlight Was haben Gynäkologen mit Viren zu tun? Genau, meist gar nichts! Schuster bleib bei deinen Leisten!

    Und Ja 😩 das gilt übrigens auch für uns, dass gemeine Fussvolk.

    Kennt ihr den Spruch; lieber Vorsichtig als Nachsichtig?

    Sollte bei einer Pandemie doch Sinn ergeben, oder?

  • esclarmonde 02.08.2020 13:03
    Highlight Highlight Mit ein Grund, weshalb ich meine Hausärztin gewechselt habe. Es gab schon vorher Unstimmigkeiten. Als sie mich mit ihrem Verschwörungs- und Aluhutwahnsinn zutextete, war ich letztmals bei ihr. Und für diese zusätzlichen Minuten muss ich bezahlen.
    • taz 02.08.2020 15:00
      Highlight Highlight @esclarmonfe wie heisst denn die gute? bin schon lange auf hausarztsuche...
  • Derdada 02.08.2020 13:00
    Highlight Highlight Viele Ärzte sind intelligente und schlaue Menschen. Jedoch gibt es wie überall auch Idioten, die es irgendwie durch dieses Studium schaffen.
    Grundsätzlich werden meiner Meinung nach Ärzte allgemein etwas überbewertet... naja das ist aber nur meine Meinung und klar gibt es viele super Ärzte, ich sehe es einfach kritisch wenn man alle idealisiert und in den gleichen Superhelden-Topf wirft.
    Aber Danke denen, die es im Griff haben und sich nicht überschätzen 👍
    • Kruk 02.08.2020 21:31
      Highlight Highlight Sind nicht viele auch einfach hochspezialisiert und verlieren den Rest ein bisschen aus den Augen...

      Gut möglich dass Böhi ein ausgezeichneter Gynäkologe ist.

      Von meiner Arbeit, ok die ist auch eher simpel, habe ich auch eine Ahnung wenn ich aber zu anderen Themen meinen Senf abgebe kann das der grösste Mumpitz sein...
  • purzelifyable 02.08.2020 12:58
    Highlight Highlight Doktor schützt vor Torheit nicht.
  • Andre Buchheim 02.08.2020 12:56
    Highlight Highlight Es ist gut, wenn in Fachzeitschriften solche Irrmeinungen erscheinen, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, die "Wahrheit zu unterdrücken", andererseits muss ihnen fachlich sofort widersprochen werden. Insoweit bravo, die Ärztezeitung hat alles richtig gemacht. Ebenso wichtig ist es, dass andere, in dem Fall watson, diesen Fall aufgreifen und einer breiteren Masse zugänglich machen. Er beweist, dass man weder dumm noch fachfremd sein muss, um auf Verschwörungslügen hereinzufallen. Spannend....
  • HartinderHard 02.08.2020 12:23
    Highlight Highlight Fachleute mit unterschiedlichen Meinungen diskutieren über aktuelle Themen, genau was in einer solchen Zeitschrift abgedruckt werden soll.
    • Anna Landmann 03.08.2020 09:09
      Highlight Highlight Gynäkologen und Psychologen diskutieren über eine Pandemie – genau wie es sein soll?
  • Beta Stadler 02.08.2020 12:15
    Highlight Highlight Ich bin ja auch der Meinung, dass Ärzte nicht unbedingt das Magnetfeld einer Spule berechnen können müssen (als Numerus Clausus Ersatz).
    Aber dass ein Basler Gynäkologe das Prinzip der Exponentialfunktion nicht begreift erschüttert mich dann schon ein wenig...
    • Raber 02.08.2020 20:50
      Highlight Highlight Also seit 4 Wochen steigen die Zahlen stetig aber nicht exponentiell. Sicherlich weil viele Menschen die Hygiene Regeln noch beachten. Somit ist deine Ansichtweise doch eher nicht aktuell und kann als reine Panikmache verstanden werden. Der Realität in der CH wirds es sicherlich nicht gerecht. Verstehe nicht wieviele dies geherzt haben. Das zeigt schon,dass hier Herzen nach Meinungen und nicht nach Tatsachen geteilt werden. Die Zukunftsperspektive fehlt mir immernoch, bei den Maskenfans und Lockdownern.
    • Kubod 03.08.2020 03:32
      Highlight Highlight @Raber
      Ich find Deine Sicht ein wenig schief.
      Die "Maskenträger und Lockdowner" versuchen sich und die Gesellschaft gesund bis zur Impfung zu bringen.
      Während die Maskenhasser genau welches Ziel vorgeben?
      Mit freier Nase zu sterben?
    • Raber 03.08.2020 12:31
      Highlight Highlight Zurzeit siehts doch so aus, dass einfach irgendwie, ohne klares Ziel gewurstelt wird. Ja, evtl kommt eine Impfung in einem Jahr. Logischerweise ohne Studien zu Langzeitwirkung. Tönt nicht sehr verlockend. Wahrscheinlich wird eine Impfung nicht dauerhaft sein, weil ja Erkrankte scheinbar keine Immunität aufweisen. Dein letzter Satz entlarvt dich aber schon,eigentlich hast du einfach Angst zu sterben,ich ja auch. Aber unterdessen ist schon lange klar, dass sehr wenige Menschen unter 65Jahren daran sterben. Entweder lösen wir das Problem min. kontinental, oder wir lernen zu leben mit dem Virus.
  • Lowend 02.08.2020 12:14
    Highlight Highlight Eine Schande eigentlich, dass solche Scharlatane überhaupt einen Doktortitel tragen dürfen, aber es gibt leider in jedem Metier schwarze oder verwirrte Schafe und gerade bei Ärzten ist die eigene Überhöhung ein altes Dauerproblem.
  • «Shippi» 02.08.2020 12:13
    Highlight Highlight So eine Diskussion ist zwischen Expertinnen und Experten normal. Ich weiss gar nicht, wieso man sich so empört. Wir wissen immer noch zu wenig über dieses Virus und wie John Ioannidis, der Stanford-Professor, sagt, fehlen immer noch sehr viele Daten.
    Lasst die Ärztinnen und Ärzte diskutieren und die Medien können jetzt einfach mal zuhören und ihren Senf für sich behalten.
    • GianniR 02.08.2020 12:31
      Highlight Highlight Wir wissen tatsächlich noch relativ wenig in der Sache, aber es gibt trotzdem schon einige gesicherte Tatsachen. Dass diesbezüglich gewisse "Fachleute" dagegen anschreiben, kann nicht unwidersprochen angenommen werden. Dadurch würden nur Unwahrheiten, die in gewissen Volksgruppen eh schon grassierende, zementiert - mit verheerenden Folgen!
    • Cogglesnatch Lingerie 02.08.2020 13:04
      Highlight Highlight Experten?
      Genau darin liegt das Problem, solche Leute schaut man als 'Experten' an.
    • «Shippi» 02.08.2020 13:30
      Highlight Highlight GianniR, was sind denn die Tatsachen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pumba 02.08.2020 12:11
    Highlight Highlight Man kann es natürlich auch anders sehen, aber in meinen Augen sind ein Gynäkologe und ein Allgemeinmediziner keine Experten was Epidemiologie und Infektionserkrankungen angeht. Also sollten sich solche Leute auch ein wenig zurücknehmen statt einen solchen Brunz zu verzapfen..
    • E7#9 02.08.2020 14:47
      Highlight Highlight Ich finde es gut, wenn in Fachzeitschriften unterschiedliche Meinungen gedruckt werden und kontrovers argumentiert wird. Immerhin handelt es sich um Mediziner. Aber um deine Haltung aufzugreifen: Was hast denn du für eine medizinische Qualifikation, dass du beurteilen kannst was Brunz ist und was nicht? Hast du nicht grad gesagt, solche Leute sollten sich zurück nehmen?
  • Menel 02.08.2020 12:10
    Highlight Highlight Wenn ich was efkannt habe durch die Pandemie, dann, dass die Meinung von Ärzten kaum eine Bedeutung hat. Die Meisten sind, tschuldigung, Fachidioten und je älter, desto weniger auf aktuellstem Stand der Forschung.
    Natürlich gibt es auch Ausnahmen, wie immer. Das Schlauste habe ich aber von Virologen und Zellbiologen zu der Thematik gehört.
    • Saraina 02.08.2020 15:49
      Highlight Highlight Ich denke schon, dass die Meinung der Ärzte auch gehört werden soll, und nicht nur die von Virologen und Zellbiologen, die sich herzlich wenig mit der Salutogenese von Patienten befassen. Wenn du Fachspezialisten lange genug zuhörst, kannst du locker beeinträchtigende Ängste entwickeln, auch ohne Corona... Ich spreche aus Erfahrung, den ich habe einen in der Familie. Letztlich geht es auch um das Leben ausserhalb des Labors.
  • Raber 02.08.2020 12:10
    Highlight Highlight Also eine Antwort einer Psychologin auf die Aussage eines Arztes, ist fachlich so relevant, wie die Antwort eines Bäckers. Interessant der Unterschied zu Schweden. Wenn dort unter tausenden Ärzten 25 den nationalen Weg kritisieren, wird das hier gross Breitgetreten. Wenn aber in der CH Ärzte eine andere Meinung als das BAG vertreten,wird das sofort relativiert und in die nähe von Verschwörigstheoretiker gebracht.
    • Raphael Stein 02.08.2020 12:32
      Highlight Highlight Das ist üblich, courant normal. Hat mal einer eine andere Meinung, wird er gepiesakt. Abweichler sind nicht gern gesehen, weder von der Pharma noch den Ärzten. Ist immerhin auch viel Geld im Spiel.

      Ärzte sind auch Menschen, einige wenige betrügen, machen Fehler, verschreiben falsche Medis, you name it.


    • Holzkopf 02.08.2020 12:42
      Highlight Highlight @Raber: Die „Psychologin“ ist eine Psychiaterin, also auch Ärztin.
    • maude 02.08.2020 15:43
      Highlight Highlight Holzkopf: Psychologen und Psychiater (Ärzte) sind zwei verschiedene Dinge.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoci 02.08.2020 12:02
    Highlight Highlight Arzte heilen, die meisten sind keine Wissenschaftler.
    Leider leugnen mein Hausarzt, Kinesologin, yogalehrerin +Physiotherapeuten die Gefährlichkeit von Corona noch jetzt + verweigern das tragen von Masken +werden aggressiv wenn ich es tue + die Bag Regeln einhalte.
    Persönlich hätte ich vom medizinischen ausgebildeten Personen mehr Sachkenntnis/ Logik bzw. Abstützen ihrer Meinung auf Fakten + seriöse Quellen erwartet. Aber viele agieren ohne aus dem trügerischen Bauchgefühl heraus, gesteuert wohl von Existenzängsten.
    Schon klar in ihrem Job ist emotionalitöt gefragt, nicht rationalität...
    • maude 02.08.2020 15:48
      Highlight Highlight aber ist es zunehmend nicht auch so, dass ein Arzt mit den besten, wissenschaftlichen Argumenten kommen könnte, dass gewisse Massnahmen bei Covid übertrieben sind usw.und schwupps in die Aluhutecke geworfen werden würde? EGAL was und wie fundiert es ist, bloss ' weils halt ned passt'? Ich hab eh null Plan aber mir kommt es zunehmend so vor als sei alles was nicht bestätigt wie gefährlich Covid ist automatisch Schwachsinn ist...das macht mich sogar ohne Aluhut langsam skeptisch..mich geh dann mal basteln☺️
    • Saraina 02.08.2020 15:51
      Highlight Highlight Nanu? Du hast einen Arzt, einen Physiotherapeuten, eine Kinesiologin und eine Yogalehrerin, die allesamt aggressiv werden, wenn du anderer Meinung bist als sie? Das ist schon etwas speziell. Hat es möglicherweise etwas mit dir zu tun?
  • hgehjvkoohgfdthj 02.08.2020 11:51
    Highlight Highlight Fazit zum Artikel: Es gibt auch dumme Doktoren.
    • the Wanderer 02.08.2020 23:17
      Highlight Highlight ist das jetzt eine neue Erkenntnis?
  • Luca Regnipuzz 02.08.2020 11:50
    Highlight Highlight Das Thema ist hochkomplex. Es geht ja nicht nur um ein neuartiges Virus sondern auch um saubere mathematische Auswertung. Es ist wichtig, dass verschiedene Ansichten diskutiert werden, damit ein gemeinsamer Nenner im Umgang gefunden werden kann. In Deutschland werden Experten in Virologie und Mathematik mundtot gemacht, wenn ihre Interpretation vom Mainstream abweicht. Das ist eine gefährliche Entwicklung.
    • Juliet Bravo 02.08.2020 17:34
      Highlight Highlight Was ist nur los. Wird jemand fachlich von Kollegen kritisiert, heisst es mittlerweile man würde mundtot gemacht.

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