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In this Saturday, Jan. 3, 2015 photo, a Shiite flag waves over a destroyed checkpoint at the entrance of Balad. 75 kilometers (45 miles) north of Baghdad, Iraq, after Shiite militias helped government forces push back Islamic State militants last week. (AP Photo/Hadi Mizban)

Zerstörter Kontrollpunkt 75 Kilometer von der irakischen Hauptstadt Bagdad entfernt. Schiitische Milizen und Regierungstruppen drängten IS-Milizen zurück. (Aufnahme vom 3. Januar 2015) Bild: Hadi Mizban/AP/KEYSTONE

Mehrere hundert IS-Kämpfer getötet

US-Armee prüft Bericht über zivile Opfer der Luftangriffe gegen den IS



Die US-Armee hat eingeräumt, dass es bei den Luftangriffen auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak auch zivile Opfer gegeben haben könnte. Das sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Dienstag vor Journalisten.

Das für die Region zuständige Militärkommando Centcom ermittle derzeit in einigen Fällen möglicher Zivilopfer, die es für «glaubhaft» halte, sagte Kirby.

Fünf laufende Untersuchungen

Aus US-Verteidigungskreisen verlautete, dass Ermittlungen in insgesamt 18 Fällen eingeleitet wurden. In 13 von ihnen konnten zivile Opfer nicht bestätigt werden, fünf Ermittlungen liefen demnach noch, darunter ein Luftangriff vom 26. Dezember. 

Die US-Armee hatte sich bislang bei möglichen zivilen Opfern durch die Luftangriffe auf den IS zurückhaltend gezeigt und erklärt, es gebe keine Hinweise auf getötete Zivilisten. Menschenrechtsgruppen hatten allerdings von dutzenden Zivilisten berichtet, die durch die Luftangriffe getötet worden sein sollen, die meisten davon in Syrien.

Hunderte IS-Kämpfer getötet

Fünf Monate nach dem Beginn der US-Luftangriffe im Irak sieht das Pentagon die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) allerdings nun in der Defensive. Die militärische Stosskraft der Extremisten im Irak sei in den vergangenen drei bis vier Wochen gestoppt worden, sagte Kirby am Dienstag weiter. Die USA hätten in letzter Zeit keine nennenswerten IS-Angriffe mehr beobachtet. 

Diesen Prozess dürfe man aber nicht als Selbstverständlichkeit betrachten, denn dem IS gelinge es weiterhin, Geld einzunehmen und neue Kämpfer zu rekrutieren, sagte Kirby. Deshalb müsse das Anti-IS-Bündnis wachsam und auf neue Attacken vorbereitet bleiben. 

Konkrete Zahlen zu verletzten oder getöteten IS-Kämpfern könne das Pentagon nicht geben. Es seien aber «mehrere Hundert IS-Kämpfer getötet» worden. 

Viele Tote im Irak

Bei der andauernden Gewalt im Irak hat es nach UNO-Angaben im vergangenen Jahr so viele Tote wie seit sieben Jahren nicht mehr gegeben. Einem am Dienstag veröffentlichten Bericht zufolge starben in den letzten 12 Monaten 12'282 Zivilisten, fast doppelt so viele wurden verletzt.

Allein im Dezember seien 680 Zivilisten und 421 Soldaten getötet worden. Die meisten Opfer habe es dabei in der Region um die Hauptstadt Bagdad gegeben. «Das ist das furchtbarste Jahr für den Irak seit der Gewaltwelle 2006/2007», sagte der UNO-Sondergesandte Nickolay Mladenov. Der blutigste Monat war den Angaben zufolge der Juni, als 1775 Zivilisten getötet wurden.

Bei einem IS-Angriff auf die Stadt Al-Bagdadi im Westen des Iraks sind nach irakischen Angaben mindestens 15 Soldaten getötet worden. Wenige Kilometer westlich des Ortes liegt ein Luftwaffenstützpunkt, in dem US-Soldaten die irakische Armee für den Kampf gegen den IS ausbilden. (trs/sda/dpa)

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