Iran
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In this Jan. 9, 2015 photo, a man with Persian tattoos shaves at the Ghebleh public bathhouse, in Tehran, Iran. The steamy air and curved tiled walls of Iran’s famed public bathhouses, some rinsing and massaging patrons for hundreds of years, slowly may wash away as interest in them wanes. The bathhouses, known as “hammams” in Persian, find themselves in rough financial times as modern conveniences now allow showers and baths in most homes across the Islamic Republic. (AP Photo/Ebrahim Noroozi)

Dieser Iraner ist höchstwahrscheinlich psychisch gestört – die Tattoos sind gemäss der heimischen Ethik-Kommission ein deutlicher Hinweis darauf (Archivbild). Bild: AP/AP

Tätowierung im Iran ein Zeichen für psychische Störung – Führerschein nur nach Psycho-Test



Tätowierte Menschen müssen im Iran zukünftig einen psychologischen Test bestehen, bevor sie einen Führerschein beantragen dürfen. Nur nach einem erfolgreichen Test dürfe die Fahrerlaubnis beantragt werden.

«Die Tätowierung ist eine Art von Selbstverletzung und Personen, die das tun, leiden eventuell an psychischen Störungen»

Iranischer Polizeisprecher

Tätowierungen wurden bislang in der islamischen Republik als «Zeichen der westlichen Kulturinvasion» eingestuft, die die islamischen Werte gefährdeten. Nun gelten sie auch als psychische Krankheit. Dennoch werden Tätowierungen besonders unter Jugendlichen im Iran immer beliebter - zum Ärgernis der Behörden und der Sittenpolizei.

Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Fall des Kapitäns der iranischen Nationalmannschaft, Ashkan Dejagah: Vor drei Jahren wollte die Ethik-Kommission des iranischen Fussballverbandes ihn wegen seiner Tätowierungen suspendieren. Dazu kam es zwar nicht, der Deutsch-Iraner spielt aber seitdem immer in langärmligen Trikots. (mim/sda/dpa)

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Grönlands Jugend tätowiert sich im Gesicht

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