Türkei
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Trump kündigt umfassenden Bericht zum Mordfall Khashoggi an



Nach Spekulationen um Erkenntnisse des Geheimdienstes CIA zum Fall des getöteten saudischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi hat US-Präsident Donald Trump einen umfassenden Bericht bis Dienstag angekündigt. Das sagte er am Samstag bei einem Besuch in Kalifornien.

In dem «sehr umfassenden Bericht» würden «allgemeine Auswirkungen» angesprochen, sowie die Fragen «wer es (die Tötung) verursacht hat und wer es getan hat», sagte Trump am Rande seines Besuchs in den kalifornischen Waldbrandgebieten.

Todesstrafe gefordert

US-Medien hatten tags zuvor berichtet, dass der Auslandsgeheimdienst CIA zu der Einschätzung gelangt sei, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman selbst die Tötung des Journalisten im Konsulat in Istanbul angeordnet habe.

Die Einschätzung der CIA steht in krassem Gegensatz zur letzten Darstellung der saudischen Ermittler. Demnach haben hochrangige Regierungsmitarbeiter ein 15-köpfiges Spezialteam zur Ausführung der Tat auf eigene Faust losgeschickt. Der saudische Generalstaatsanwalt forderte am Donnerstag für fünf Tatbeteiligte die Todesstrafe.

Das Aussenministerium in Washington stellte am Samstag klar, dass noch keine abschliessende Bewertung im Fall Khashoggi getroffen worden sei. «Die jüngsten Berichte, wonach die US-Regierung eine finale Schlussfolgerung gezogen hat, sind falsch», sagte die Sprecherin des Aussenministeriums, Heather Nauert, in einer Mitteilung. Es gebe in Bezug auf die Ermordung des Journalisten noch «zahlreiche unbeantwortete Fragen». Man sei entschlossen, alle Beteiligten zur Verantwortung zu ziehen.

EU will weitere Klärung

Derweil will die EU Wege zu «angemessenen Massnahmen» gegen die Verantwortlichen prüfen. Nach einer Mitteilung des deutschen Aussenamts aus der Nacht zum Sonntag vereinbarten der deutsche Aussenminister Heiko Maas und seine EU-Kollegen eine Erklärung der EU-Aussenbeauftragten Federica Mogherini, nach der «weitere Klärung zu den Umständen des schrecklichen Verbrechens» notwendig sei.

Die Führung in Riad hatte erst nach massivem internationalen Druck die Tötung Khashoggis eingeräumt, der im Konsulat Dokumente für seine bevorstehende Hochzeit abholen wollte. Seine Leiche ist bis heute nicht gefunden worden.

(sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Analyse

Trio infernal: Trump, Putin – und die Deutsche Bank

Der russische Geheimdienst hat in Afghanistan ein Kopfgeld auf amerikanische Soldaten ausgesetzt. Warum reagiert der US-Präsident nicht? Und welche Rolle spielt die Deutsche Bank?

Am vergangenen Freitag hat die «New York Times» einmal mehr eine News-Bombe platzen lassen: Gemäss einer streng vertraulichen Einschätzung sind die amerikanischen Geheimdienste zur Überzeugung gelangt, dass eine russische Spionageeinheit den Taliban ein Kopfgeld für getötete amerikanische Soldaten und andere Nato-Militärs versprochen hat.

Präsident Donald Trump soll bereits im März darüber informiert worden sein. In den vergangenen drei Jahren sind gegen 30 US-Soldaten getötet worden. Ob …

Artikel lesen
Link zum Artikel